Neue Zustellförderung
Lokale Stimmen aus dem Bezirk Neusiedl am See üben starke Kritik
- Mit einer Auflage von über 130.000 Stück versorgt MeinBezirk im Burgenland alle Haushalte kostenlos jede Woche mit den aktuellen Neuigkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur.
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Der Ausschluss kostenloser Regionalmedien von der neuen Zustellförderung sorgt auch im Bezirk Neusiedl am See für Kritik.
NEUSIEDL AM SEE. Die hitzige Debatte über die Pläne rund um das Krankenhaus Gols. Die Welle der Hilfsbereitschaft nach dem tragischen Tod eines 17-Jährigen im Bezirk Neusiedl. Oder auch einfach der wöchentliche Terminkalender über Feste und Kulturangebote im Bezirk. Ohne die Berichterstattung von MeinBezirk würde ein wesentlicher Faktor für das Leben im Bezirk fehlen. Während andere Medien aus der Entfernung berichten, sind unsere Mitarbeiter wöchentlich bei Ihnen im Bezirk unterwegs, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Die Nachrichten kommen wöchentlich gratis, selbst in die entlegensten Winkel unseres Bezirks. Nun hat die Bundesregierung in Wien eine unverständliche Entscheidung getroffen: Für diesen Einsatz sollen kostenlose Regionalmedien keinen Cent aus der neuen Zustellförderung des Bundes erhalten. Kaufzeitungen hingegen werden mit 22,5 Millionen Euro gefördert.
- „Da die Zustellkosten besonders im ländlichen Raum hoch sind, ist eine Förderung allein nach dem Vertriebsmodell nicht nachvollziehbar", Thomas Schmid.
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"Nicht gerechtfertigt"
Oggaus Bürgermeister und Bundesrat Thomas Schmid (SPÖ) erklärt: „Regionale Gratiszeitungen sind für die Information vieler Gemeinden von großer Bedeutung. Sie berichten flächendeckend über Politik, Wirtschaft, Kultur und Vereinsleben und sichern damit den Zugang zu unabhängigen Informationen. Da die Zustellkosten besonders im ländlichen Raum hoch sind, ist eine Förderung allein nach dem Vertriebsmodell nicht nachvollziehbar. Maßgeblich sollten journalistische Qualitätskriterien wie professionelle Redaktionen, Eigenrecherche und publizistische Standards sein. Ein Ausschluss von Gratismedien aus der Zustellförderung ist daher nicht gerechtfertigt."
- "Diese regionale Berichterstattung ist ein wichtiger Teil unserer Medienvielfalt", erklärt der Halbturner Bürgermeister Markus Ulram (ÖVP)
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"Wichtigste Informationsquelle vor Ort"
„Kostenlose Regionalmedien sind für viele Burgenländer die wichtigste Informationsquelle vor Ort. Sie berichten über das, was in den Gemeinden passiert. Gerade im ländlichen Raum leisten sie einen wichtigen Beitrag, damit die Menschen informiert bleiben und das gesellschaftliche Leben sichtbar wird. Diese regionale Berichterstattung ist ein wichtiger Teil unserer Medienvielfalt", erklärt der Halbturner Bürgermeister Markus Ulram (ÖVP), der ergänzt: „Wir als Volkspartei haben uns in den Verhandlungen dafür eingesetzt, dass auch kostenlose Regionalmedien in die Vertriebsförderung aufgenommen werden. Dafür gab es leider keine Mehrheit. Für uns ist aber klar: Regionale Medien leisten unabhängig vom Geschäftsmodell einen wichtigen Beitrag zur Information der Menschen. Deshalb werden wir uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass kostenlose Regionalmedien bei einer Weiterentwicklung der Medienförderung in die Vertriebsförderung aufgenommen werden."
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