Suche nach Amokläufer Roland D.
Gewehr im Fluchtfahrzeug gefunden
- Gepanzerter Einsatzwagen der Polizei in Altenfelden. Überall wimmelt es von schwerbewaffneten Beamten – die Anspannung ist groß.
- Foto: MeinBezirk OÖ/Siegl
- hochgeladen von Online-Redaktion Oberösterreich
"Keine Angst" habe jene Person gehabt, die Freitagfrüh das Auto des gesuchten mutmaßlichen Doppelmörders Roland D. in einem Waldstück in der Gemeinde Arnreit gefunden hat – nur unweit der Tatorte, an denen Roland D. den Bürgermeister von Kirchberg ob der Donau, Franz Hofer, und einen pensionierten Polizisten ermordet haben soll. Den ganzen Freitag über wurde das Gebiet von rund 250 schwer bewaffneten Polizisten durchkämmt. Vom Täter gibt es bislang noch keine Spur, allerdings wurde offenbar ein Gewehr im Fluchtfahrzeug gefunden.
BEZIRK ROHRBACH, ALTENFELDEN, ARNREIT. Das MeinBezirk-Team vor Ort konnte am Freitag Kontakt mit jener Person aufnehmen, die das Auto des mutmaßlichen Doppelmörders Roland D. gefunden hatte. "Ich habe Meter gemacht und den Notruf gewählt – es war Viertel nach acht", so die Person über den Moment, als sie den lange gesuchten silbernen VW Caddy mit Rohrbacher Kennzeichen entdeckt hatte.
Polizei vermutet Täter in Region
Nachdem das Gebiet schon zuvor von Polizeieinheiten durchkämmt worden und das Fahrzeug dabei nicht entdeckt worden war, geht man davon aus, dass es von Roland D. in den Tagen nach der Tag noch bewegt worden war und sich der mutmaßliche Doppelmörder weiterhin in der Region befindet. Deshalb wird die Suche auch heute, Samstag, fortgesetzt.
135 SIG-Kräfte im Dauereinsatz
Beim laufenden Großeinsatz im Mühlviertel sind rund um das Einsatzkommando Cobra auch die seit 2021 etablierten Schnellen Reaktionskräfte (SRK) gefordert, speziell jene der Schnellen Interventionsgruppen (SIG). Allein seit 28. Oktober sind rund 135 SIG-Kräfte im Dauereinsatz bei der Fahndung nach dem Tatverdächtigen Roland D. Die Schnelle Interventionsgruppen versieht dauerhaft Streifendienst und kann binnen kürzester Zeit zu Einsatzorten beordert werden. In Oberösterreich verhinderte das Einschreiten der Schnellen Reaktionskräfte unter anderem im Jahr 2023 weitere Straftaten bei einer Amok-Fahrt (MeinBezirk berichtete).
Suchhunde nahmen keine Fährte auf
Laut ORF Oberösterreich hätten auch speziell ausgebildete Spürhunde, sogenannte Mantrailer-Hunde, die in der Nacht von 1. auf 2. November den Umkreis des Fundortes abgesucht haben, keine Fährte gefunden. Ebenfalls ergebnislos blieb die Suche mit Wärmebildkameras aus der Luft per Drohnen und Hubschrauber. Hätte es in der Nacht Bewegung in den Wäldern rund um Arnreit und Altenfelden gegeben, hätte das die Polizei registriert, die auch in der Nacht mit rund 250 Kräften im Einsatz war.
Wie der Großeinsatz der Polizei am Freitag verlaufen ist, hat Polizeisprecher Michael Babl noch am Freitag MeinBezirk OÖ geschildert.
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