Oberösterreich dafür
Wölfe leichter abschießen – heute fällt weitere Vorentscheidung
- Eine Änderung der Berner Konvention könnte ein weiterer Schritt zum Senken des Schutzstatus des Wolfes sein.
- Foto: josefpittner/PantherMedia
- hochgeladen von Thomas Kramesberger
Am heutigen 3. Dezember könnte im Ständigen Ausschuss der Berner Konvention der Schutzstatus des Wolfes gesenkt werden. Mit der Berner Konvention als völkerrechtlicher Basis, die in 45 Staaten gilt, wird die Grundlage für eine Anpassung des Wolfsschutzstatus auch auf EU-Ebene geschaffen, heißt es vom Land OÖ.
OÖ. „Die Realität hat uns längst überholt“, so Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). „Mit über 20.000 Wölfen und einer jährlichen Reproduktionsrate von 30 Prozent ist der günstige Erhaltungszustand erreicht. Es ist an der Zeit, den Schutzstatus den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen und gleichzeitig die Interessen der bäuerlichen Betriebe zu schützen.“
EU braucht Änderung der Berner Konvention
Nach dem Okay der EU-Mitgliedsstaaten im September markiert die Abstimmung in der Berner Konvention den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Senkung des Wolfsschutzstatus. Erst mit einem positiven Beschluss kann die EU-Kommission konkrete Vorschläge zur Änderung des Schutzstatus und zu neuen Jagdregelungen vorlegen. Insgesamt ist der Weg aber noch lang: Die finale Entscheidung erfordert auch noch die Zustimmung des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten im Rat.
„Bis es zu einer endgültigen Änderung kommt, werden leider noch Monate vergehen. Daher ist es unverzichtbar, dass es den Bundesländern wie Oberösterreich weiterhin möglich ist, Problemwölfe im Rahmen der Länderverordnungen zu entnehmen“, so Langer-Weninger.
Wolfsmanagement in OÖ seit 2023
Mit der 2023 eingeführten Wolfsmanagementverordnung hat Oberösterreich eine effektive Regelung geschaffen, um Risiko- und Schadwölfe zu managen. „Das ist wichtig, um im Ernstfall Problemwölfe entnehmen zu können und so das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sowie der Alm- und Landwirtschaft zu bewahren. Wir werden daher weiter Druck machen, bis die Realität – dass der Wolf längst keine gefährdete Tierart mehr ist – auch auf EU-Ebene vollständig anerkannt wird“, so Langer-Weninger.
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