Baustart ungewiss
Marianum-Projekt in Steinberg-Dörfl wartet weiter auf konkrete Termine
- Der Baubeginn des Pflegestützpunktes ist nach wie or nicht festgelegt.
- Foto: Eva Plank
- hochgeladen von Barbara Babonitsch-Diewald
Aus dem ehemaligen Marianum in Steinberg-Dörfl soll seit Jahren ein moderner Pflegestützpunkt für die Region werden. Doch während der Baubeginn bereits mehrfach für einen konkreten Zeitraum angekündigt wurde, gibt es auch im Sommer 2026 noch keinen fixierten Termin für den Start der Bauarbeiten. Das geht aus einer aktuellen Auskunft der burgenländischen Landesregierung hervor.
STEINBERG-DÖRFL. Bereits im September 2022 war das Projekt als großer Schritt für die Gemeinde präsentiert worden. Damals hatten sich der Orden der Schwestern vom Göttlichen Erlöser und das Land Burgenland über den Kauf des Marianums geeinigt.
Vorgesehen waren ein Tageszentrum für Senioren, betreutes Wohnen sowie ein Stützpunkt für die mobile Hauskrankenpflege. Die ursprüngliche Planung sah folgenden Zeitplan vor: Der Schulbetrieb sollte bis zu den Sommerferien 2025 aufrechterhalten werden, 2023 sollten die Planungen beginnen, 2024 erste bauliche Maßnahmen erfolgen und im Sommer 2025 die Arbeiten für das Pflegezentrum starten. Dieser Zeitplan wurde in weiterer Folge nach hinten verschoben. 2025 wurde schließlich ein Baubeginn im Sommer 2026 in Aussicht gestellt.
- Die Schule ist bereits geschlossen und nicht mehr in Betrieb.
- Foto: Schwestern vom Göttlichen Erlöser
- hochgeladen von Barbara Babonitsch-Diewald
Nun erneut keine konkreten Termine
Eine aktuelle Stellungnahme aus dem Büro von Landesrat Leonhard Schneemann zeichnet allerdings ein deutlich vorsichtigeres Bild. Demnach konzentrieren sich die Arbeiten derzeit vor allem auf die finale Machbarkeits- und Nutzungsplanung für die gesamte Liegenschaft. Dabei geht es insbesondere um jene Bereiche des umfangreichen Gebäudekomplexes, die nicht unmittelbar für den Pflegestützpunkt vorgesehen sind.
Das Land verweist auf die besondere Komplexität des Vorhabens. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müsse insbesondere bei der Einbindung der bestehenden Gebäudesubstanz eine Vielzahl von Anforderungen aufeinander abgestimmt werden. Dazu zählen unter anderem Barrierefreiheit, moderne Pflegeinfrastruktur und weitere technische und bauliche Vorgaben.
Das Projekt befinde sich grundsätzlich „im vorgesehenen Rahmen“, heißt es seitens des Landes. Gleichzeitig wird betont, dass bei komplexen Bau- und Sanierungsprojekten im Bestand einzelne Gewerke und Planungsschritte laufend mit den beteiligten Fachplanern abgestimmt werden müssten.
Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem eines: Einen konkreten Termin für den Baubeginn gibt es derzeit weiterhin nicht. Auch für die spätere Inbetriebnahme nennt das Land noch kein Datum. Diese Termine könnten seriös erst nach Abschluss der detaillierten Raum- und Funktionsplanung sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungsverfahren genannt werden. Der aktuelle Schwerpunkt liege daher auf der zügigen Ausarbeitung des Gesamtnutzungskonzepts.
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