Theodor Kery-Preis
13 Preisträger auf Burg Lockenhaus geehrt

Die Ehrung der Theodor Kery-Stiftung erfolgte auf Burg Lockenhaus.
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Insgesamt wurden 2019 von der Theodor Kery-Stiftung an 13 Preisträger 30.000 Euro ausgeschüttet.

LOCKENHAUS. Zum 43. Mal ehrte die Burgenland-Stiftung Theodor Kery herausragende Projekte. Die Stiftung wurde 1976 anlässlich des 10. Regierungsjahres des Langzeit-Landeshauptmanns Theodor Kery ins Leben gerufen.
"Es geht heute um Leistungen, die für die Menschen, Wirtschaft und das Ansehen unseres Heimatlandes Burgenland von Bedeutung sind. Diesem Anspruch wird jedes der 13 geehrten Projekte gerecht", betonte LR Heinrich Dorner.

Förderung von Wissenschaft und Kunst

Die Stiftung hat sich der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Kunst verschrieben, sowie die Vergabe von Beiträgen für wissenschaftliche, künstlerische, literarische und publizistische Arbeiten zum Ziel gesetzt.
"Theodor Kery wollte, dass die Jungen gefördert und die Arrivierten gewürdigt werden. Es geht um das Zusammenwirken der Leistungen auf allen Gebieten, daher wird bewusst kein einzelner thematischer Schwerpunkt gesetzt", schildert Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender der Kery-Stiftung.

2,8 Millionen Euro gefördert

Seit Bestehen der Stiftung wurden insgesamt rund 2,8 Mio. Euro an Anerkennungs-, Förderungs- und Unterstützungspreisen ausgeschüttet. 2019 können sich 13 Preisträger in zehn Kategorien über insgesamt 30.000 Euro freuen.

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Die Preisträger

  • Landvermesser Ehrlich ZT Gmbh (Wirtschaft): 1949 von Dominik Josef  Ehrlich gegründet, war das Oberwarter Unternehmen in 3. Generation ab wegweisenden Infrastrukturprojekten wie Teilstücken der S31 oder dem eo Einkaufszentrum Oberwart beteiligt. Begonnen hat es einem Winkelspiegel, Schnurlot, Rechentabellen, Katastermaßstab, Bleistift, Pauspapier, 30 Meter Maßband und zerlegbaren Fluchtstäben. Heute betreibt das Unternehmen drei Standorte in Oberwart, Stegersbach und Güssing. 2010 gründeten Stefan Pongracz und Dominik Ehrlich die GmbH. Das fünfköpfige Team engagiert sich auch als Lehrlings-Ausbilder. Dafür erhielt es den Eugen-Horvath-Wirtschaftspreis.
  • Manfred Leirer (Bildende Kunst): Der arrivierte Maler arbeitet vorwiegend mit der Enkaustik-Technik, bei der er heiß-flüssigem Bienenwachs Farbpigmente beimengt und auf Leinen oder Holztafeln aufbringt. Bei den Rabnitztaler Malerwochen ist er Stammgast.
  • Verein der Halbturner Schlosskonzerte (Darstellende Kunst): Die Halbturner Schlosskonzerte wurden 1973 gegründet. In den vergangen Jahrzehnten waren namhafte Künstler wie Ildiko Raimondi, Elfriede Ott oder Erika Pluhar zu Gast. 2019 sind acht Konzerte geplant - von Barock bis Jazz.
  • Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl (Geisteswissenschaft): "Die verschwundenen Romasiedlungen" beschäftigt sich mit dem Schicksal burgenländischer Roma von 1838 bis 1945. Im Burgenland wurde durch die Nationalsozialisten runt 140 Romasiedlungen mit 30 bis 300 Einwohnern zerstört. Die Forschungsarbeit leistet einen wesentlich Beitrag zur Landes- und Lokalgeschichte burgenländischer Gemeinden.
  • Peter Hauptmann (Kultur): Der Kulturmanager und Festivalleiter hat immer wieder festgestellt, wie schwer es für viele Künstler ist, von ihrer Arbeit leben zu können. Er bietet Internet-Kurse an, um mit seinen Erfahrungen Künstler - vor allem junge - zu unterstützen, die noch nicht Fuß gefass haben. Sein Buch "Die Kunst, von der Kunst zu leben" will grundlegendes Wissen und relevante Fähigkeiten vermitteln, wie man mit künstlerischen und kreativen Tätigkeiten leben könnte.
  • Verein der Uhrenstube Aschau (Kultur): Seit 2003 gibt es das Museum Uhrenstube Aschau, das einzig derartige in Österreich. Die Turmuhren und Bratenwender sind Teil der Uhrensammlung von Wolfgang Komzak, der 1963 mit dem Sammeln antiker Uhren begann. Die älteste Turmuhr der Sammlung stammt aus dem 15. Jahrhundert aus Steyr. Sie ist die älteste bekannte Turmuhr Österreichs. Zur Ausstellung soll nun auch ein Handbuch-Führer, der das Museum vorstellt und einen historischen Überblick über die Zeitmessung, erarbeitet werden.
  • Siegmund Kleinl (Literatur/Publizistik): Das Buch "Prophezeit" ist eine Sammlung von 275 Gedichten, die der burgenländische Literat zwischen 2003 und 2017 verfasste. Inspirationsquelle für die Gedichte sind die Schriftpropheten des Alten Testaments, anhand denen Kleinl gegenwärtigen Ereignissen und gesellschaftlichen Entwicklungen sprachlich nachspürt. Im Buch sind auch 20 Radierungen von Wolfgang Horwath integriert.
  • Michael Wachter (Literatur/Publizistik): "Mein Kampf mit Hitler" beschreibt die biografische Lebensgeschichte von Felix Wachter, die er in den 1960er Jahren niedergeschrieben hatte. Sein Großneffe Michael Wachter erkannte den Wert des Manuskripts und gab dieses nun als Buch heraus. In seinen Erinnerungen nimmt der Verfasser und ehemalige spätere Landtagsabgeorndete Bezug auf die politischen Umstände und deren Auswirkungen auf die Region um Deutsch Schützen.
  • Onkologie-, Palliativ- und Diätologinnenteam Oberwart (Naturwissenschaft): Das Team der Onkologie im Krankenhaus Oberwart beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Ernährung und deren Auswirkung auf Krebspatienten und etablierte ein systematisches Screening auf Mangelernährung. Bei Auffälligkeiten geht automatisch eine Meldung an die Diätologie des Hauses, die entsprechende Gegenmaßnahmen einleitet (z.B. Diätberatung). Jetzt soll die bestehende Diagnose und Therapie mittels einer Body-Impedanz-Analyse weiter entwickelt werden.
  • Verein "Die Treppe" (Soziales): Der private Verein betreibt ein Frauenhaus in Eisenstadt und Sozialhaus in Oberwart. Die Finanzierung erfolgt über ein Fixbudget durch die Landesregierung und Mitgliedsbeiträge diverser Trägervereine. Der Aufenthalt im Frauenhaus ist kostenlos und anonym. Das Projekt "Gewalt als traumatische Erfahrung. Traumatherapie im Frauenhaus" zielt darauf ab, Frauen zu versorgen, die infolge von Gewalterfahrungen leiden.
  • MOKI Burgenland (Soziales): Die Mobile Krankenpflege Burgenland (MOKI) besteht aus diplomierten Pflegefachkräften im Kinder- und Jugendlichenbereich. Das Team ist beratend, pflegend und begleitend mobil für Kinder, Familien und Bezugspersonen im Einsatz. MOKI wurde 2001 gegründet. Seit 2013 bietet MOKI Burgenland sein Betreuungsangebot im gesamten Burgenland an. Um die Arbeit von MOKI transparenter zu machen, ist nun der Kurzfilm "Zwischen Helfen und Loslassen" geplant.
  • FC Südburgenland (Sport): Der FC Südburgenland spielt seit 2003 in der höchsten Spielklasse im österreichischen Frauenfussball. Die größten sportlichen Erfolge des Vereins sind das Cupfinale 2004 und der österreichische Vizemeistertitel 2011. Zweimal holte der Verein Platz 4 in der Bundesliga. 2010 wurde der FC Südburgenland zur "Mannschaft des Jahres" im Burgenland gewählt, 2011 erhielt der Verein den "Bruno" als beste Frauenfußballmannschaft in Österreich. Das große Ziel des Vereins ist es, die erste Anlaufstelle für Fußballerinnen im Burgenland zu sein. Derzeit spielt beim Team keine einzige Legionärin.
  • Tischtennisclub Oberpullendorf (Sport): Der Schwerpunkt beim TTC Oberpullendorf liegt seit etwa zwei Jahrzehnten im Nachwuchs. Heute spielen sieben Herrenteams und ein Damenteam, sowie Nachwuchsteams aller Altersklassen. Die Damen spielen in der 1. Bundesliga, die Herren in der zweithöchsten Spielklasse in Österreich. Diese Erfolge wurden nur mit Eigenbauspielern geschafft. Jetzt sollen für die Zukunft weitere Leistungsträger gefunden werden.

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