Burgenländische Gemeinschaft
Amerikanische Jugend entdeckte im Südburgenland ihre Wurzeln
- Echte Western-Ladies aus den USA besuchten die Westernstadt im Südburgenland: Cowgirl Heidi Orth und Freida O'Purk in Action
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Im Rahmen des 70-jährigen Jubiläums der Burgenländischen Gemeinschaft (BG) lernten im Rahmen eines zehntägigen Jugendcamps neun Jugendliche aus den USA, deren Vorfahren aus dem Südburgenland stammen, die Heimat ihrer Großeltern kennen und trafen dabei auch auf Verwandte. Das Jugendcamp soll auch nächstes Jahr wieder stattfinden, um die Verbindung weiter zu intensivieren.
SÜDBURGENLAND. Die "Burgenländische Gemeinschaft" (BG) feiert heuer 70 Jahre und beging dieses Jubiläum mit einem Fest am Hauptplatz von Güssing am Sonntag. Seit Jahrzehnten hat das Auslandsburgenländer-Treffen Tradition. Dabei kommt es vielfach zum emotionellen Wiedersehen von Verwandten und Bekannten aus der alten Heimat. Mit dabei waren etwa Gottfried Eberhardt, der nach Toronto auswanderte, sowie seine Gattin Carole (stammt aus England), die ihre Verwandten aus Eisenberg trafen.
Nach dem Gottesdienst mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics folgt ein Frühschoppen mit dem Musikverein Minihof-Liebau, dem Chor Cantus Felix und der Bauernmusi Mischendorf. Im Rahmen des anschließenden Festaktes wurde mit Sara Wiederhold die diesjährige "Miss Burgenland New York", deren Großvater 1965 aus Güssing auswanderte und die noch Verwandte in Jabing hat, präsentiert. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des erstmals durchgeführten "Weltburgenländer"-Jugendcamps der BG wurden den Besucherinnen und Besuchern der Festveranstaltung vorgestellt.
- Burgenländisch-Amerikanisches Familienfoto: Michel "Mitch" Hoch, Roswitha und Herbert Eberhardt, Carole und Gottfried Eberhardt, Conner Hoch
- Foto: MeinBezirk/Michael Strini
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Auf den Spuren der Großeltern
Zehn Tage waren die neun Jugendcamp-Mitglieder - unter ihnen auch Freida O'Purk ("Miss Burgenland New York 2025"), die ihre Wurzeln in Harmisch - ihre Großmutter Mitzi Stubits stammte aus Harmisch - hat und mit Rainer Stubits verwandt ist - mit Eduard Nicka, Präsident der Burgenländischen Gemeinschaft sowie seinem Sohn Gernot Nicka im Burgenland unterwegs. Alle können zumindest ein wenig Deutsch und freuten sich über diese Reise in die Vergangenheit und die "alte Heimat" ihrer Großeltern.
Für Freida, die in New Jersey wohnt, war es bereits der zweite Turn über den großen Teich, war sie schon im Vorjahr im Südburgenland zu Gast, dennoch ist es auch heuer etwas Besonderes: "Dieser Besuch im Burgenland und die Treffen mit den Verwandten machen mir bewusst, wer ich wirklich bin, und helfen mir, meine Identität zu finden." Erstmals in der Heimat ihres Urgroßvaters war die 16-jährige Heidi Orth, die mit ihrer Familie aus den USA in die Schweiz zog, die Heimat ihrer Mutter. Für Michel "Mitch" Hoch, der mit seinem Bruder Conner dabei war, war die Familiengeschichte - Gottfried und Carole Eberhardt sind die Großeltern - ein Grund, selbst Deutsch zu lernen.
- Kanufahren war auf der Raab angesagt.
- Foto: Edi Nicka
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Von der Raab bis zum Neusiedler See
Für die Jugendlichen gab es ein tägliches Programm, das abwechslungsreich, aber auch anstrengend war. Zum Start der Burgenland-Tour erkundeten sie die Friedensstadt Stadtschlaining mit der Burg, der ehemaligen Synagoge und es folgte auch ein Abstecher nach Bad Tatzmannsdorf, wo sie unter anderem das Dazumal Freilichtmuseum kennenlernten. Ein weiterer Tag führte sie nach Stoob in die Keramikschule, wo sie selbst töpfern durften, um danach in der Therme Lutzmannsburg etwas zu entspannen.
Montagabend besuchten sie die Westernstadt Lucky Town in Großpetersdorf und waren vom Ambiente und den Leuten dort begeistert. "Amazing", meinte Freida, die sich schon davor auf das Lucky Town freute. Heidi wurde dann auch gleich zum echten Cowgirl - auch die Jungs ließen sich vom Westernflair mitreißen und genossen auch die Westernkulinarik. Ein Wiedersehen ist wohl schon vorprogrammiert. Ein Besuch im Landhaus mit Empfang bei Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf und am Neusiedler See inklusive des Nationalparks und in Podersdorf sowie Rust standen ebenso am Programm. Ganz im Süden des Landes ging es auf der Raab mit Kanus über den Fluss, ehe sie bei der offiziellen Weinsegnung des diesjährigen BG-Weins "Sara" gemeinsam mit Sara Wiederhold auf Burg Güssing beiwohnten.
- Ein Besuch bei Aloisia Bischof (2.v.l.) in Badersdorf stand am Donnerstag am Programm.
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Vom Csaterberg zum Eisenberg
Am Donnerstag stand eine spannende Tour durch den Bezirk Oberwart am Programm. Zunächst hieß es Shopping im eo Oberwart, danach folgte eine "amerikanische" Mittagspause im McDonalds Oberwart. Am Nachmittag wurde das ursprüngliche Programm umgedreht und zuerst der Csaterberg angepeilt, wo es mit Winzer Rainer Stubits nebst einer Weinverkostung und einer kurzen Führung über den Kleincsater gab.
Im Anschluss fuhren sie mit dem Shuttle der Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB), das sie über die gesamte Dauer durchs Burgenland begleitete, nach Badersdorf, wo sie bei Aloisia Bischof das Hochzeitsmuseum und auch die Mehlspeis und Kaffeestubn besichtigten. Eine kurze Rast mit Mehlspeisen und Eis - nach den Streicheleinheiten für die Hauskatzen - waren die Stärkung, um den Eisenberg zu "erklimmen". Dort besuchten sie die Grenze zu Ungarn und die Aussichtsplattform "Weinblick", die ihnen einen wunderbaren Ausblick über die Region bis weit nach Ungarn und in die Steiermark ermöglicht. Bei optimaler Sicht lässt sich der Plattensee erkennen oder die Karawanken.
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