Pinkafeld
Kreuzwegstationen auf den Kalvarienberg sind renoviert

Die Restaurierung der Kreuzstationen sind abgeschlossen.
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  • Die Restaurierung der Kreuzstationen sind abgeschlossen.
  • Foto: Fritz Luisser
  • hochgeladen von Michael Strini

Von der Idee 2017 der „Renovierung der Kreuzwegstationen auf den Kalvarienberg“ dauerte es bis zur finalen bis zur Umsetzung drei Jahre.
 
PINKAFELD. 2017 sprach Hofrat Friedrich Luisser den Bauhofleiter der Stadtgemeinde Pinkafeld, Wolfgang Krutzler, OAR Franz Binder, Alfred Deutsch und Franz Ringhofer an, ob ihnen nicht auch eine Renovierung der sehr desolaten Kreuzwegstationen auf den Kalvarienberg in Pinkafeld am Herzen läge. Alle Angesprochenen erklärten sich spontan bereit, im Rahmen eines Vereines bei einer Restaurierung mitzumachen.
Vereinsstatuten wurden erstellt, bei der Behörde eingereicht und am 8. Juni 2017 war der „Verein zur Renovierung der Kreuzwegstationen auf den Kalvarienberg Pinkafeld“ legitimiert. Nach eingehenden Informationen und Abstimmung mit der Röm.-kath. Stadtpfarre Pinkafeld und nach Anfrage beim Denkmalamt wurden nun alle organisatorischen und technischen Möglichkeiten ausgelotet und um Spenden aufgerufen.

Kernbohrung als Start

An der XI. Station wurde eine Kernbohrung durchgeführt, um zu sehen, wie dick das Mauerwerk ist und wie die Station im Inneren beschaffen ist. Dabei wurde festgestellt, dass der Sockel dieser Station innen hohl war. Verschiedene Arbeitsvorgänge wie Durchschneiden, die Fundamente mit Beton ausgießen usw. wurden nun in Erwägung gezogen.
"Letztendlich haben wir uns am 21. März 2018 entschlossen, das Fundament der I. Station freizulegen. Sehr vorsichtig wurde nur die Hälfte des Fundaments ausgehoben. Diese Arbeit hat uns gezeigt, dass das Erdreich rund um das Fundament zu unserer Überraschung trocken, aber sehr verwurzelt war. Beim Entfernen der Wurzeln sind leider große Teile von Ziegel und Steinen herausgefallen. Der Zustand des Fundaments hat uns darin bestätigt, dass einerseits aus Gründen der Statik und Festigkeit es richtig ist, alle Fundamente mit einer entsprechenden Betongüte auszubetonieren, die auch das weitere Eindringen von Wasser in die bestehenden Fundamente verhindern soll", berichtet Luisser.

Fundamente mit Beton ummantelt

Alle Fundamente wurden daher frei gelegt, von Wurzelwerk befreit und mit Beton ummantelt. Zwischen Mauerwerk und Fundamentbeton wurde ein Dichtband eingelegt. Die Betonoberflächen wurden so gestaltet, dass Regen- und Oberflächenwasser von den Mauern der Stationen weggeleitet wird. Auf dem Fundamentbeton wurden Stahlrahmen befestigt, die mit Rollierung gefüllt wurden, damit einerseits ein Spritzwasserschutz gegeben ist und andererseits auch kein Wasser ins Mauerwerk aufsteigen kann.
Um den Abfluss und das Ausrinnen des Oberflächenwassers zu gewährleisten, wurde rund um den Fundamentbeton ein Sickerpaket aus Drainageschotter gelegt, mit einem Flies abgedeckt und dann mit einer Erdschichte überdeckt.

Platz vor Kreuzigungsgruppe

Der Platz vor der Kreuzigungsgruppe wurde vollkommen neugestaltet. Es wurden ca. 50 cm tiefes Erdreich über die gesamte Fläche innerhalb der Mauern abgehoben, anschließend mit Schotter aufgefüllt und verdichtet. Darüber wurde ein Dichtbeton von 10 cm gelegt. Auf den 
Drainagebeton wurden Porphyr–Platten verlegt und abschließend verfugt. Bei diesen Arbeiten wurde darauf geachtet, das ursprüngliche Bodenniveau zu erhalten.
"Die Mauer wurde mit Fugenmörtel repariert und die Dachziegel wurden komplett neu eingedeckt.
Die drei Kreuze im Rondeau wurden abgebaut, von Algen und Verunreinigungen gesäubert, auf Schädlingsbefall überprüft, behandelt und mit Firnis mehrfach gestrichen. Die Bildtafeln an den Kreuzen wurden von Otmar Wartler im Auftrag von Robert Hofer (+ 2020) von Rost befreit, entsprechend bearbeitet und neu bemalt", so Luisser.

3.600 Arbeitsstunden

Die umfangreiche Sanierung konnte durch großzügige Spender, durch Materialgaben, von Firmen zur Verfügung gestellten Geräten und Mitarbeitern und auch viel selbsttätige Eigenleistung der Vereinsmitglieder (ca. 3600 Arbeitsstunden) im September 2020 abgeschlossen werden.
Auf einen Bildungs- und Modernisierungsschub – egal wie man zum (bzw. zu einem Kreuzweg steht)-, muss dahingehend verwiesen werden, dass jede Station mit einem QR Code versehen ist – dahinter stehen Meditationen von Bruder Fritz Giglinger – Gründungsmitglied der Franziskusgemeinde in Pinkafeld und Historisches zum Kreuzweg in Pinkafeld aufbereitet von Mag. Rudolf Köberl und DI Wilhelm Seper.

Einweihung am 18. Oktober

Am 18. Oktober 2020 um 14:00 Uhr kann der neu renovierte Kreuzweg auf den Kalvarienberg in Pinkafeld nach nur ca. 21/2 Jahren Bauzeit durch einen Verein bestehend aus 5 Personen, temporären Helfern und vielen Unterstützen wieder gesegnet werden.

Die Restaurierung der Kreuzstationen sind abgeschlossen.

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