Coronavirus
Teamsportverbände bilden Allianz für Trainingsstart

Die Teamsportverbände wollen einen Zeitplan für den Sport. Aktuell ist eine Fortsetzung im Amateurbereich völlig offen.
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  • Die Teamsportverbände wollen einen Zeitplan für den Sport. Aktuell ist eine Fortsetzung im Amateurbereich völlig offen.
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Österreichs Teamsportverbände bilden eine Corona-Allianz und fordern schrittweisen Trainingsbeginn mit Schulöffnung.

ÖSTERREICH. Seit Sonntag ist klar, dass uns die Corona-Pandemie bis weit in den Frühling hinein vor große Herausforderungen stellen wird. Während für viele Gesellschaftsbereiche bereits mögliche Fahrpläne und Perspektiven nach dem verlängerten Lockdown präsentiert wurden, wurde der Sport in seiner Gesamtheit bisher nicht erwähnt.
Die elf Teamsportarten und deren Verbände - American Football, Baseball, Basketball, Eishockey, Faustball, Fußball, Handball, Hockey, Rugby, Volleyball und Wasserball - verstärken vor diesem Hintergrund ihre Kooperation und wollen gemeinsam für professionelle Lösungen und realistische Perspektiven für ihre Vereine und Mitglieder eintreten.

Training an Schulöffnung koppeln

Eine an die Öffnung der Schulen gekoppelte schrittweise Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs unter den gebotenen Sicherheitsauflagen ist eine zentrale Forderung des Sports, um nicht einen Totalschaden im Nachwuchs- und Amateurbereich herbeizuführen.
So will man den alarmierend sinkenden Mitgliederzahlen entgegenwirken und verhindern, ganze Jahrgänge bei den Kindern und Jugendlichen zu verlieren. Als ausgewiesene Experten tritt man geschlossen in den Dialog mit den Ministerien, wie die Wiederaufnahme eines der Situation angepassten Trainingsbetriebs im Mannschaftssport parallel zu den Schulöffnungen aussehen kann.

Verbände schlagen Alarm

Kinder, Jugendliche, bzw. deren Eltern wenden sich verstärkt vom Sport ab. Hielt man im abgelaufenen Jahr seinem Verein/seiner Sportart noch die Treue, so ist aktuell ein starker Rückgang der Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Rund ein Drittel weniger zählt man bereits in manchen Verbänden. Das schließt den Kinder- und Jugendbereich mit ein.
"Der Sport hat bereits beweisen, dass er mit der Situation und der damit einhergehenden Verantwortung sorgsam und professionell umgeht. Schon im Frühjahr 2020 wurden detaillierte Präventionskonzepte ausgearbeitet, die die Gruppengröße im Training definiert haben, die Abstandsregeln berücksichtigten, die Nutzung der Garderoben streng regelten und auch auf das gestaffelte Betreten und Verlassen der Sportstätten Rücksicht nahmen. Darüber hinaus sind den Verbänden keine auf unmittelbare Sportausübung zurückzuführende Cluster bekannt. Nicht zuletzt deshalb sind auch das Schifahren und das Eislaufen weiter erlaubt", so AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck.

Vereine brauchen Perspektive

"Wir alle haben großes Verständnis für die erneut verlängerten und verschärften Maßnahmen und haben diese seit Frühling 2020 immer hundertprozentig mitgetragen. Das tun wir auch jetzt. Der Teamsport braucht aber jetzt eine echte Perspektive, die wir unseren Vereinen und Mitgliedern bieten können. Ansonsten wird es unausweichlich zu unabsehbaren langfristigen Kollateralschäden kommen“, appelliert ÖFB-Präsident Leo Windtner und ergänzt: „Ich kann nur vor allen Aktiven und Ehrenamtlichen in Österreich dankend den Hut ziehen, die es zustande gebracht haben, dass die Amateur-Clubs bis hierher durch diese schwierige Zeit gekommen sind. Ich bin überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen. Dafür braucht es jetzt aber eine Perspektive."

Gesundheit und Prävention

Sport trägt einen wesentlichen Teil zur Volks-Gesundheit und Prävention von Erkrankungen und Verletzungen bei. Studien nach dem ersten Lockdown belegen, dass es eine signifikante Gewichtszunahme in der Bevölkerung aufgrund von Bewegungsmangel gab. Damit einhergehend erhöhen sich gewisse Risikofaktoren für Krankheiten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, uvm.

Eine Million Teamsportler

"Rund eine Million Menschen in Österreich sind in Teamsportarten aktiv. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus konnten sie im vergangenen Jahr rund sechs Monate lang ihren Sport nicht ausüben. Der organisierte Sport hat in diesem Corona-Jahr gezeigt, dass wir Zugriff auf unsere Strukturen haben und bei sich permanent verändernden Rahmenbedingungen trotzdem pandemietaugliche Konzepte umsetzen konnten. Wir alle müssen uns leider an diese ‚neue Normalität’ im öffentlichen Zusammensein gewöhnen und in unseren - sportlichen - Verantwortungsbereichen mitwirken, Lösungen umzusetzen. Aktuell können wir ihnen auch keine Information darüber geben, wie und wann der Breitensport in Zukunft seinen Trainingsbetrieb wieder aufnehmen kann. Die Verbände werden gemeinsam in einen noch engeren Dialog mit den Ministerien treten, professionelle und bewährte Lösungen und Wege zur Rückkehr zum Teamsport zur gegebenen Zeit aufzeigen und so die Interessen unserer Mitglieder wahren und vertreten", sagt ÖVV-Präsident Gernot Leitner.

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