OSG Frauen Landesliga
Zusammenhalt und Spaß am Sport - Teams stellen sich bei Media-Day vor
- Die Kapitäninnen der Landesligavereine beim Fotoshooting: Leonie Pinter, Ylvie Gebhardt, Nadine Dotter, Victoria Mihalits, Isabella Halbauer, Tina Unger, Lara Pichler, Alina Galee
- Foto: MeinBezirk/Michael Strini
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Mitte September startet die OSG Frauen Landesliga in die neue Meisterschaft mit neun Teams. In der Fußballakademie Mattersburg präsentierten sich die Vereine beim Media-Day. Dabei gaben Spielerinnen Einblicke in Ziele und warum ihnen Fußball gut gefällt.
MATTERSBURG. Im Vorfeld der am Freitag, 11. September, beginnenden Meisterschaft in der OSG Frauen Landesliga fand am Mittwochabend in der Fußballakademie Mattersburg ein Media-Day des Burgenländischen Fußballverbandes (BFV) statt, bei dem Spielerinnen aller Vereine (außer Sigleß) mit dabei waren und sich den Medien präsentierten. Dabei wurden auch professionelle Fotos aufgenommen, die für die Medienarbeit der Teams und des BFV genutzt werden können.
Im Rahmen des Media-Days gab es auch die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden einen Aus- und Rückblick zu werfen. Als Tenor der Spielerinnen steht die Weiterentwicklung der jeweiligen Teams im Fokus. Einige Vereine haben kadermäßig doch Veränderungen zu verzeichnen, bei anderen stoßen junge Spielerinnen vermehrt hinzu. Deutschkreutz setzt eine Saison aus, darum werden nur neun Teams (ASV Draßburg, SC Bad Sauerbrunn, FC Südburgenland 1c, SC Neusiedl am See, GST Frauenkirchen, Mattersburger SV2020, SV St. Margarethen, SC Kittsee, SV Sigleß) in der OSG Frauen Landesliga spielen. Als Favoriten für die kommende Meisterschaft werden vor allem Bad Sauerbrunn und Draßburg wieder genannt.
- SC Bad Sauerbrunn: Kamilla Wollner, Isabella Halbauer Juliette Schafhauser
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Double als großes Ziel
Platz zwei in der abgelaufenen Saison, dafür aber den Cup geholt. "Das war sicher auch unser Highlight", so Kapitänin Isabella Halbauer vom SC Bad Sauerbrunn. "Heuer wollen wir das Double holen", ergänzt Kamilla Wollner, die auch gleich die stärksten Konkurentinnen nennt: "Ich denke, Draßburg und auch Südburgenland werden mitmischen."
"Mehr Spiele wären wichtig, damit wir in der Öffentlichkeit präsenter sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass es eventuell mehr Verknüpfungen mit Männermatches geben sollte, damit wir uns in deren Umfeld auch mehr Fans präsentieren können", sagt Halbauer.
- GST Frauenkirchen: Nadine Dotter, Sophie Feichtinger, Michelle Gombay
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Als Team zusammenwachsen
"Wir wollen als Team zusammenwachsen, weil wir viele junge Spielerinnen hinzubekommen haben. Die letzte Saison war herausfordernd, da wir mitunter zu wenige Spielerinnen hatten. Es gelang auch nicht immer, unsere Erwartungen zu erfüllen. Das soll besser werden, auch wenn auch der Spaß bei uns nicht zu kurz kommt", so Nadine Dotter vom GST Frauenkirchen.
" Wichtig für die Zukunft im Frauenfussball ist es, noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit Mädchen zum Sport finden", meint Dotter. "Mädchen sollen sich trauen und keine Angst haben, Fußball zu spielen. Es ist auch nie zu spät zu beginnen. Wir haben jetzt zwei Neuzugänge, die mit 22 und 26 Jahren erst zu spielen begonnen haben", ergänzt Teamkollegin Sophie Feichtinger.
- ASV Draßburg: Selina Kellner, Ylvie Gebhardt, Elisa Hammerschmiedt
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Titelverteidigung als Ziel
"Es lief in der letzten Saison alles wie am Schnürchen. Wir haben unser Ziel erreicht, ohne Niederlage Meister zu werden, war einfach super. Es gab jetzt aber doch einen starken Umbruch im Kader. Zahlreiche Spielerinnen haben uns verlassen, einige sind neu im Kader. Es gilt kommende Saison von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir wollen natürlich ganz oben mitspielen und im besten Fall den Titel verteidigen", blickt Selina Kellner nach vorne.
"Die Entwicklung im Frauenfussball ist gut. Das Interesse bei Mädchen und Frauen steigt stetig an. Auch die Liga entwickelt sich gut", so Goalgetterin Ylvie Gebhardt. "Mit zahlreichen Aktivitäten wie der Fußballerinnengala oder auch dem Media-Day wird schon viel getan, um auch medial den Frauenfussball im Burgenland präsenter zu machen", so Kellner.
- Leonie Pinter und Rojda Antlitzhofer waren beim Media-Day für den FC Südburgenland 1c in Mattersburg dabei.
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Oben mitspielen
Beim dritten der Vorsaison, dem FC Südburgenland 1c, hat sich im Kader ebenfalls einiges verändert - Jasmin Pelzmann und Isabella Gold beendeten ihre Karriere, Sophia Losonczy wechselte zurück in die Steiermark. Trotzdem zeigt sich das Team zuversichtlich. "Unser Ziel ist es, wieder oben mitzuspielen. Das ist uns letzte Saison mit Platz drei schon gut gelungen. Vor allem das Frühjahr war stark. Wenn wir in jedem Spiel unsere Leistungen abrufen können, ist viel möglich", sagt FC Südburgenland 1c-Kapitänin Leonie Pinter, für die der Fußball "einen Ausgleich zur Schule und dem Alltag" bietet.
"Es macht im Team einfach Spaß. Teamgeist und das Miteinander sind mir ganz wichtig. Das Feiern gehört dann auch dazu", lächelt Rojda Antlitzhofer, für die ein besonders schöner Moment der 6:1-Sieg gegen Neusiedl war: "Der war in der Höhe völlig unerwartet, dafür umso schöner. Tränenreich war für mich das letzte Match gegen Bad Sauerbrunn, bei dem wir Jasi und Isi verabschiedet haben."
- SC Kittsee: Selina Bartolich, Alina Galee, Sophie Melmer
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Mehr als Team auftreten
Alina Galee vom SC Kittsee betont: "Wir wollen in der Saison keinesfalls unterschätzt werden und uns entsprechend weiterentwickeln sowie mehr als Team auftreten." Was den Spielerinnen am Fußball besonders gefällt? Da waren sich die Vertreterinnen aus Kittsee rasch einig: "Gemeinschaft, Leidenschaft!"
"Es ist einfach schön beim Fußball zu sehen, was alles möglich ist, wenn man sich voll reinhängt. Das möchten wir kommende Saison auch zeigen", ergänzt Selina Bartolich.
- MSV2020: Lana Posch, Victoria Mihalits, Linda Schaffer
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Gemeinschaft und Spaß
Ein junges Team, das in der Vorsaison mehrfach aufzeigte, aber von Verletzungspech verfolgt war, ist der MSV2020. "Wir möchten keine Verletzungen haben, dafür in den Spielen noch erfolgreicher sein. Das Ziel ist sicher, oben in der Tabelle mitzuspielen. Fairness ist dabei ganz wichtig", meint Linda Schaffer.
"Uns gefällt die Gemeinschaft und Spaß mit Freundinnen zu haben. Es ist auch eine gute Ablenkung von der Schule. Spannend ist auch, dass wir durch Fußball immer wieder neue Leute kennenlernen. Außerdem lernt man gewinnen und verlieren", so Victoria Mihalits.
- SC Neusiedl: Lara Leeb-Oberauer, Katrin Unger, Rebecca Reichart
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Nachwuchsarbeit wichtig
Der SC Neusiedl am See belegte in der abgelaufenen Meisterschaft Rang vier. Das möchten die Kickerinnen in der kommenden Saison verbessern. "Das Ziel ist Top drei. Wir wollen unser Potenzial noch besser ausschöpfen als in der Vorsaison und konsequenter spielen", sagt Katrin Unger. Für die Neusiedlerinnen ist Bad Sauerbrunn der Titelfavorit.
Was ihnen wesentlich ist, damit der burgenländische Frauenfussball noch besser entwickelt? "Die Nachwuchsarbeit ist ganz wichtig, auch bei den Mädchen. Es braucht vermutlich noch mehr reine Mädchenteams und vielleicht auch eigene Mädchenligen. Die Basisarbeit ist wichtig", meint Unger.
- SV St. Margarethen: Lara Pichler, Ilvy Pointner, Marlene Schindler
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Mehr Präsenz zeigen
Beim SV St. Margarethen ist auch die BFV-Frauenfussballreferentin Lara Pichler sportlich aktiv. "Ich wurde erst so richtig aufmerksam durch die Europameisterschaft 2017 und bin danach zum Fußball gekommen. Sichtbarkeit und Präsenz sind extrem wichtig, um auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Wir wollen noch präsenter sein - egal ob auf Social Media oder in den Medien - um noch mehr Mädchen für den Fußball zu begeistern", meint Pichler.
"Ich habe mit dreizehn Jahren begonnen. Das Interesse wurde auch durch meinen Bruder geweckt. Mir hat es gefallen und ich bin dabei geblieben, auch wenn es zunächst schwierig war, einen Verein zu finden. Unser Ziel für die kommende Saison ist es, als Team noch mehr zusammenzuwachsen und eine Einheit zu werden", so Marlene Schindler. "Wir möchten jedenfalls, unsere Leistungen der Vorsaison noch toppen", ergänzt Ilvy Pointner.
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