Große Beutegreifer
Die Jungbauern sagen Nein zum Wolf

[f]Die Bezirksobleute [/f]der JB/LJ Osttirol, Simon Staller und Manuela Leiter, beziehen klar Stellung zum Thema Wolf.
  • [f]Die Bezirksobleute [/f]der JB/LJ Osttirol, Simon Staller und Manuela Leiter, beziehen klar Stellung zum Thema Wolf.
  • Foto: JB/LJ Osttirol
  • hochgeladen von Claudia Scheiber

OSTTIROL (red). Aufgrund der aktuellen Ereignisse sieht sich die Osttiroler Jungbauernschaft/Landjugend gezwungen, zum Thema „Wolf“ klar Stellung zu beziehen. Mit über 1800 Mitgliedern handelt es sich um die größte Jugendorganisation im Bezirk.
„In Gesprächen mit Vereinsmitgliedern, Freunden und Bekannten hört man eines sehr deutlich heraus: Die Sorge ist groß. Das beginnt bei den Jungbauern, die überlegen, ob sie ihre Schafe, Ziege und Kühe heuer überhaupt auf die Alm bringen können“, berichtet Bezirksobmann Simon Staller aus Matrei.
 

Schutzmaßnahmen sinnvoll?

Von Seiten des Landes wird empfohlen, die Tiere mit Elektrozäunen zu schützen. Weiters soll das Vieh in der Nacht im Stall untergebracht werden. "Wer aber die Situation vieler unserer Weidehalter kennt, der weiß, dass dies kaum umsetzbar bzw. zuzumuten ist. Die Problematik beim Herdenschutz geht aber noch viel weiter. Da eine Einzäunung auf vielen Almen gar nicht denkbar ist, bleibt nur die Möglichkeit, die Herden mittels Herdenschutzhunden zu schützen. Ohne hier auf die ganze Kostenproblematik einzugehen, bleibt auch noch ein anderes nicht unwesentlicheres Problem, nämlich der Tourismus. Können Touristen in Zukunft noch ohne weiteres in unseren Bergen wandern? Von den notwendigen Herdenschutzhunden geht nämlich eine weitere Gefahr aus. Ganz zu schweigen davon, wie unsere Almen und Berge aussehen, wenn sie nicht mehr von den Nutztieren abgegrast werden", so die Bezirksobleute Simon Staller und Manuela Leiter.

Weitreichende Folgen

„So kann sich nun jeder selbst die Frage stellen, ob ein Miteinander von Landwirtschaft, Tourismus und Wolf in Osttirol möglich ist. Wollen wir weiterhin gepflegte Almlandschaften, die auch touristisch genutzt werden können?“, gibt Leiter zu bedenken. Eine Ausbreitung des Wolfes habe zur Folge, dass die Bauern früher oder später die Almen nicht mehr bewirtschaften. So komme es zu einer kompletten Verwilderung der Almen und infolge wahrscheinlich auch ganzer Talschaften.
„Die Osttiroler Jungbauernschaft/Landjugend ist klar gegen eine Ausbreitung des Wolfes im Bezirk und fordert von den Interessensvertretern eine zeitnahe Lösung des Problems“, beziehen die Bezirksobleute Stellung. „Denn hier geht es um unsere Bauernfamilien, Hofübernehmer sowie den Osttiroler Tourismus und nicht zuletzt um die gesamte ländliche Bevölkerung.“

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