Donaubrücke Mauthausen
Verein "DoNeubrücke" kontert gegen Grüne: "Affront gegenüber Pendlern"

Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen Niederösterreich, unterstützt die Bürgerinitiative Verkehr 4.0 und nennt die Verkehrsplanung der ÖVP einen „Schildbürgerstreich“. Jetzt kontert der Verein DoNeubrücke: "Affront gegenüber 22.500 Pendlern".

MAUTHAUSEN. Die Skepsis der Bürgerinitiative Verkehr 4.0 zum Thema Brückenbau wird von den niederösterreichischen Grünen geteilt. Landessprecherin Helga Krismer äußerte die Sorge, dass die neue Donaubrücke den Grundstein für eine stark befahrene Transitroute von Tschechien auf die A1 legen werde – was Verkehrslärm, Luftverschmutzung und Bodenversiegelung für die Anrainer in St. Valentin und St. Pantaleon-Erla bedeuten würde. Ganzer Bericht hier zu lesen. Der Verein DoNeubrücke holt prompt zum Gegenschlag aus: "Politische Kommunikation in Vorwahlzeiten zeichnet sich selten durch inhaltliche Qualität aus. Schlagzeilen produzieren – Fakten ignorieren, lautet die Devise, die scheinbar auch die Grünen Niederösterreich verfolgen."

Autobahn-Ostumfahrung "bewusst ignoriert"

Zu den Bedenken der Grünen hinsichtlich Transitverkehr meint der von Unternehmern gegründete Verein DoNeubrücke: "Bewusst ignoriert wird das Faktum, dass in Linz eine neue Autobahn-Ostumfahrung beschlossen wurde." Diese neue Route würde sowohl verkehrs- als auch kapazitätstechnisch so konzipiert werden, dass damit der zu erwartende verstärkte Nord-Süd-Transit bewältigt werden könne. „Warum sollte jemand vor Linz von einer gut ausgebauten Autobahn abfahren und sich über Landesstraßen nach Mauthausen quälen, um dort die Donau über die neue Brücke zu queren?“, fragt Markus Formann, Vorstandsmitglied des Vereins DoNeubrücke.

Widerstand gegen alle Varianten

„Die ganze Tragweite der untragbaren Situation kann wohl nur jemand verstehen, der täglich davon betroffen ist. Hier würde ich dringend empfehlen, sich in deren Lage zu versetzen", meint Formann. Ungeklärt bleibe für DoNeubrücke unter anderem die Frage, wie die Verkehrssituation während der Modernisierung der alten Brücke zu bewerkstelligen sei. „Die Auswirkungen eines solchen Vorgehens lassen sich ja derzeit perfekt in Linz beobachten“, so Formann. Der von Verkehr 4.0 geforderte Ausbau der bereits bestehenden Umfahrung ignoriere die Tatsache, dass auch hier seitens der betroffenen Anrainer mit erheblichem Widerstand zu rechnen sei. Formann: „Für die Errichtung der jetzigen Umfahrung haben wir immerhin fast 20 Jahre gebraucht.“

Autor:

Helene Leonhardsberger aus Perg

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