Bürgerversammlung
Neues Schulzentrum für Zell am See

Simon Ebner, Lehre am Gymnasium Zell am See, schreibt eifrige Wünsche und Anregungen.
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  • Simon Ebner, Lehre am Gymnasium Zell am See, schreibt eifrige Wünsche und Anregungen.
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Die Gemeinde Zell am See veranstaltete die bereits 9. Bürgerversammlung. Für Bürgermeister Andreas Wimmreuter (SPÖ) und seine Vizebürgermeisterinnen, Salome Rattensberger und Anneliese Reitsamer (beide ÖVP) war es eine Premiere in der neuen Funktion.

ZELL AM SEE. Der Abend im Ferry Porsche Center verlief sehr professionell und unaufgeregt, gekonnt moderiert von Bernd Czernin. Es waren keine strittigen Punkte dabei, Wimmreuter sprach die Extremwetterlage der vorigen Wochen an und bedankte sich bei den Helfern, dann wurden die für die Stadt relevanten Projekte vorgestellt.

Verbesserte Entlastungsstraße 

 Zur Entlastungsstraße, bereits mehrmals im Brennpunkt des Interesses einer Bürgerversammlung, gab es durchaus erfreuliche Nachrichten für die Kritiker. Von den Aspekten, die vergangenes Jahr von den Bürgern als Verbesserungsvorschläge genannt wurden, werden einige umgesetzt: Statt der viel kritisierten Unterführung kommt nun beispielsweise ein oberirdischer Rad- und Fußweg, die Lärmschutzwand wird verlängert und zwei Kreisverkehre erhalten einen sog. Bypass, um Stausituationen zu vermeiden 

Neubau Schulzentrum

Im Schulzentrum, mit Volks-, Mittel- und Landesberufsschule herrscht extreme Platznot. Das Problem besteht seit Jahren, Anwesende der Bürgerversammlung wurden bereits in Containerklassen unterrichtet. Konkret fehlen vier Klassenräume, saniert wurde das Gebäude zuletzt 1987. Es besteht dringender Handlungsbedarf, denn es gibt weder einen Lift, noch Barrierefreiheit und die Heizung ist kaum noch funktionstüchtig. Der Neubau wird auf rund 22 Millionen Euro geschätzt. Die Kosten für einen Umbau wären ca. 1,5 Mill. Euro niedriger, die Gemeinde wird sich in der nächsten Sitzung aber voraussichtlich für einen Neubau entscheiden. Langfristig sei das die bessere Lösung, um Synergien zu schaffen und später keine bösen Überraschungen hinsichtlich Leitungen usw. zu erleben, so der Bürgermeister. Baubeginn ist voraussichtlich 2022.

Weitere Projekte

  • Beim Seniorenheim stehen die Umbauarbeiten bereits kurz vor der Fertigstellung. Um 5 Mill. Euro wurde hier ein neuer Trakt hochgezogen. Die Küche war zu klein geworden und die Anforderungen haben sich geändert.
  • Auch die Pläne für den Umbau des Vogtturms und das neue Museum wurden präsentiert. Auf 160 mAusstellungsfläche wolle man in Zukunft vor allem den Kindern beibringen "wo unsere Wurzeln sind". Der oberste Stock mit dem grandiosen Blick auf die Bergstadt wird für Seminare etc. vermietet. Geplante Eröffnung: Juni 2020
  • Die Kosten der Sanierung der Thumersbacher Landstraße belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro für die Stadt Zell am See. Hier gibt es nun auch eine sichere Möglichkeit der Benutzung für Fußgänger und Radfahrer.

Laser statt Feuerwerk

Auf einer Pinnwand im Ferry Porsche Center konnten Besucher der Bürgerversammlung ihre Wünsche und Anregung hinterlassen. Simon Ebner machte davon regen Gebrauch. "Ich finde das ist ein lässiges Format, das muss man nutzen", zeigte sich der Biologielehrer am Gymnasium begeistert. "Mir liegt an der Region in der ich lebe, dafür will ich mich auch einsetzen."

Selber politisch engagieren wolle er sich vorerst nicht, "Politiker sind nicht authentisch", findet der Zeller. Unter den Anregungen, die er geschrieben hat ist der Wunsch nach einer Lasershow zu Silvester statt eines Feuerwerk. Laubbläser würde er gerne verbieten, den Einzug der Glücksspiele verhindern, und leistbares Wohnen ermöglichen. Er erkenne in Zell am See zwar einen Willen zur Veränderung, aber die Vermögenden hätten noch zu viel Gelegenheit ihre Interessen zu wahren.

Als Lehrer merkt er auch an, dass die Bildung in Österreich zu Tode gespart werde. Simon Ebner wünscht sich ein ordentliches Bildungspaket. Nur die Infrastruktur allein zu erneuern sei zuwenig.

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Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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