,Es schmerzt schon sehr‘

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MAISHOFEN. Die Skikarriere des Maishofners war wie eine Hochschaubahn. Nach einem erfolgreichen Jahr kam immer wieder eine Saison, in der es nicht so rund lief. Zur Jahrtausendwende wurde Georg Streitberger Junioren-Weltmeister im Riesentorlauf, danach folgte beim Saisonfinale sein 1. Weltcupeinsatz. Nach einem Materialwechsel fuhr er in Kitzbühel in der Saison 2004/05 auf den 14. Rang und nach einem Europacupjahr startete er 2004/05 so richtig durch. Mit dem 10. Weltcuprang im Super G war er in der Saison 2006/07 bei den Besten dabei.

Erster großer Triumph
Im Jahr darauf feierte „Streitl“ seinen ersten großen Triumph. Er siegte beim Super G in Kvitfjell. Über diesen Sieg konnte sich der sympathische Maishofner nicht richtig freuen, denn sein Freund und Zimmerkollege Matthias Lanzinger verletzte sich schwer - ihm musste ein Bein abgenommen werden. „Zuerst habe ich mich noch gefreut. Lanzi kam mit einer späteren Startnummer und ich habe den Sturz nicht gesehen. Er hat mich aber noch vom Hubschrauber aus angerufen, dass er voraussichtlich ,nur‘ mit einer Platte verschraubt werden muss. Das wahre Ausmaß der Verletzung kam erst viel später, das war dann ein echter Schock.“

Ein Jahr mit Problemen
Das darauf folgende Jahr begann wieder etwas durchwachsen. Die Materialabstimmung passte einfach nicht. Trotzdem konnte Streitberger in Kitzbühel mit Platz Drei auf das Stockerl fahren. „ Ich hatte aber auch immer wieder kleinere Verletzungen, die mich auch behindert haben. Aber im Prinzip habe ich nur gemurkst, um unter die ersten zehn zu fahren.“

Sieg in Beaver Creek
Auch in der aktuellen Saison sah es zunächst nicht so gut aus. „In Lake Louise war ich im Super G enttäuscht, aber mit der Abfahrt mit Rang 14 zufrieden, da ich keinen Startplatz unter den ersten 30 hatte. Dann aber kam Beaver Creek, da gewann ich den Super G. Dieser Erfolg war brutal wichtig für mich.“ Bald darauf folgte für den Pinzgauer noch der ausgezeichnete zweite Platz in Kitzbühel.
Doch so schnell konnte man fast gar nicht schauen, wendete sich das Blatt um 100 Prozent: Nur eine Woche später verletzte sich Georg Streitberger bei der Abfahrt in Chamonix schwer. Er brach sich den Schienbeinkopf: „Mir hat es vor einer Welle den Innenski auf den Außenski geschlagen und gestürzt. Im Rutschen hat es mir den Fuß verdreht. Es hat mir einen Stich gegeben und in den ersten 30 Sekunden tat das Knie ganz extrem weh. Der Schmerz hat aber nachgelassen und so bin ich noch selber hinunter gefahren.“

Saison und WM vorbei
Damit jedenfalls waren für den Pinzgauer die WM und die ganze Saison gelaufen. „Es hat natürlich schon weh getan, dass ich bei der WM nicht dabei sein konnte. Aber noch mehr schmerzt, dass ich mit 50 Punkten Vorsprung im Super G-Weltcup nicht mehr mitkämpfen kann. Die kleine Kristallkugel wäre mir mehr wert als ein Erfolg bei der Weltmeisterschaft., obwohl der Hang und die Bedingungen in Garmisch für mich ideal gewesen wären. Unser Ski ist auf solche Verhältnisse ideal abgestimmt außerdem liegt mir Garmisch.“

Angesichts der vielen Verletzungen und was sich beim Material bzw. bei den Pistenverhältnissen ändern sollte, wusste auch Streitberger keine Antwort. „Es tüfteln so viele Leute an einer Lösung herum. Was am besten wäre, weiß ich selber nicht.“ Georg Streitberger darf jetzt noch zwei Wochen lang das Bein nicht belasten, baut sich aber mit seinem Physiotherapeuten für die kommenden Saison wieder auf: „Bis zum Training in Chile will ich wieder völlig fit sein.“

Zur Person:
Geb. am: 26.4 1981
Hobbys: Kytesurfen, Trial, Motorrad fahren
Lieblingsmusik: Rock, Pop
Lieblingsessen: Tafelspitz
Ski: Fischer
Schuh: Fischer
Stöcke: Lekki
Helm, Brille: Carrera
Kopfsponsor: Saalbach Hinterglemm

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Autor:

Klaus Vorreiter aus Pinzgau

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