Tourismuskollaps
Die Kehrseiten des Wachstums

Im Sommer ist viel los im Zentrum von Zell am See. Von Verhältnissen wie in Salzburg oder Hallstatt ist man aber noch weit entfernt.
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ZELL AM SEE. "Overtourism" - das Schlagwort vom "Tourismuskollaps" geistert diese Saison durch alle Medien. In immer mehr Tourismus-Hotspots weltweit werden zunehmend Forderungen nach Beschränkung der Touristenströme laut. Venedig als das wohl berühmteste Beispiel hat dieses Jahr beschlossen, in Zukunft Eintritt zur Besichtigung der Lagunenstadt zu verlangen.

Saisonen entzerren

Auch österreichische Destinationen wie Hallstatt und die Altstadt in Salzburg stoßen an ihre Grenzen. Es wird überlegt, wie man das Problem des Massentourismus und der damit verbundenen Belastung der einheimischen Bevölkerung in den Griff bekommen könnte. Die Bezirksblätter haben bei Renate Ecker, Tourismusdirektorin der Region Zell am See-Kaprun, nachgefragt, wie sich die Situation hier darstellt. "Auch bei uns ist im Juli und August sehr viel los", bestätigt die Expertin.

"Wir kommen im Sommer zwar an unsere Grenzen, aber wir setzen schon seit einiger Zeit darauf, die Vor- und Nachsaison zu beleben. Diese Strategie hat sich bestens bewährt", schildert Ecker. Man habe zahlreiche wichtige Veranstaltungen gezielt nicht in den Sommermonaten angesetzt, um die Saison zu entzerren. So sorge der "Iron Man", ein Publikumsmagnet, der am 1. September stattfindet, für eine Verlängerung der Hauptsaison bis Mitte September. Weitere Veranstaltungen wie die "Vespa Days" im Juni oder das Filmfest im Oktober unterstreichen die Ganzjahres-Strategie des Tourismusverbandes und entlasten die Region, die im Sommer ohnehin sehr stark besucht ist.

Verkehr entlasten

Besonders viel Kritik gibt es regelmäßig über die zusätzliche Verkehrsbelastung im ohnehin sehr staugeplagten Zentralraum. Der Tourismusverband ist bemüht, den Gästen die öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft zu machen. So wurde heuer die Zell am See-Kaprun Mobilitätskarte eingeführt, die laut Ecker sehr gut angenommen werde. Bereits ab der ersten Nacht, die Touristen hier verbringen, können sie alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Raum Pinzgau (Bahn, Postbusse und Lokalbahn) kostenlos nutzen.

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln wird sukzessive erweitert - davon profitieren Gäste und Einheimische. Renate Ecker verweist darauf, dass diese ebenfalls ganzjährig die vielen Vorteile der touristischen Infrastruktur nutzen können. "Restaurants und Cafés haben viel länger geöffnet, und das nicht nur in Tourismus-Hochburgen." Das Tauern Spa biete das ganze Jahr Entspannung, und die Bergbahnen investieren in den Betrieb im Sommer.

Im Sommer ist viel los im Zentrum von Zell am See. Von Verhältnissen wie in Salzburg oder Hallstatt ist man aber noch weit entfernt.
Tourismusobmann Georg Segl, Direktorin Renate Ecker und Obmann Christoph Bründl (Kaprun).
Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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