Erpressung
Mit falschen Bewertungen Druck ausüben

Im Zentrum von Zell soll Vogel-Lärm gestört haben.
  • Im Zentrum von Zell soll Vogel-Lärm gestört haben.
  • Foto: Sochor
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

Gastronomie wehrt sich gegen Fake-Behauptungen auf Online-Portalen.

ZELL AM SEE. Ein Ehepaar aus München verlangte nach einem Aufenthalt in Zell am See von dem Nächtigungsbetrieb sein Geld zurück. Die Gäste fühlten sich durch zu lautes Vogelzwitscher gestört. In der Reklamationsmail wurde mit einer schlechten Bewertung im Internet gedroht.

Unlautere Erpressungen

"Der Betrieb befindet sich im Zentrum von Zell am See, es gibt hier sicher keinen Anlass für diese Beschwerde", betont Johanna Klammer von Zell am See Tourismus. Abgesehen davon, dass es nicht nachvollziehbar erscheint, Vogelgezwitscher als Lärm einzustufen, selbst wenn es sehr laut gewesen wäre, handelt es sich hier um einen Fall von Erpressung. Laut der Österreichischen Hoteliervereinigung kommt es zunehmend zu solchen Versuchen, in Zell am See sei das bisher jedoch noch kein Thema gewesen, so Klammer.

Schutz notwendig

Nicht nur Konsumenten, auch Touristen orientieren sich immer häufiger an online-Bewertungen. Die Grundidee ist durchaus positiv, so erfährt man wo der versprochene Blick auf's Meer fehlt, oder die Betten nicht sauber sind. Problematisch sind subjektive Bewertungen, wie vermeintlich unfreundliches Service, weil ein Kellner leicht gestresst war. Wirklich bedenklich sind jene Fälle, wenn Betriebe mit negativen Aussagen erpresst werden. Gerald Forcher von der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter) fordert daher einen besseren Schutz für Tourismusbetriebe und ihre Beschäftigen gegen Fakebewertungen.

Keine Nicknamen

Er spricht sich für eine Klarnamenpflicht für Online-Bewertungsportale aus, um Willkür zu verhindern. „Werden anonym an den Haaren herbeigezogene Kritiken veröffentlicht, kann das sowohl für den Betrieb, als auch für die Mitarbeiter ernste Konsequenzen bedeuten, ohne dass sich die Betroffenen wehren können", so der Landtagsabgeordnete. Nutzer sollen sich nicht hinter einem anonymen Nicknamen verstecken können – wer kritisiert oder lobt, soll das mit echtem Namen und Adresse tun. So könnten Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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