03.04.2017, 13:15 Uhr

Gesunde Bäume durch den richtigen Schnitt

Der Baumwart erklärt den richtigen Schnitt des Baumes (Foto: LJ Pinzgau)
UNKEN. "Vielfalt Regionalität – Salzburg und seine Qualität", unter diesem Jahresschwerpunktthema startete das neue Bildungsprojekt der Landjugend Salzburg „Altes Handwerk neu erleben“ mit dem zweiten Workshop.

Salzburg ist bekannt für seine Traditionen und Bräuche. In jedem Bezirk Salzburgs werden andere regionale Bräuche und handwerkliche Besonderheiten gelebt. Viel Wissen über das alte Handwerk ist leider schon verloren gegangen. Im neu konzipierten Bildungsprojekt „Altes Handwerk neu erleben“ vermitteln ausgewählte Referenten traditionelle Themen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Baumschnitt? Wie werden frisch gesetzte und alte Bäume behandelt? Baumwart Josef Wesenauer vermittelte beim Obstbaumschnittkurs im Pinzgau die Grundlagen des Baumschnitts, Schnitttechniken und Wuchsgesetze.

„Aufgrund der Witterung arbeiteten wir anfangs Indoor an einem Schulungsbaum, der beliebig bestückt werden kann. Josef informierte uns zuerst über die Grundlagen im Obstbau und dem Obstbaumschnitt. Dazu gehören zum Beispiel auch die Wahl der richtigen Sorte und die richtige Pflanzung von jungen Bäumen“, erzählt Bezirksagrarreferent Lukas Lohfeyer. „Nicht jeder Baum ist gleich zu schneiden und für die verschiedenen Situationen und Jahreszeiten gibt es unterschiedlichste Schnitttechniken. Wenn der Baum wachsen soll, schneidet man ihn am besten im Frühjahr, wenn man den Baum auslichten möchte, ist im August die beste Zeit dafür“, führt Josef Wesenauer weiter aus.

Der Baumwart erklärte, was zu beachten ist, damit ein frisch gepflanzter Baum auch die nächsten Jahre gut gedeiht, welche Fehler am häufigsten begangen werden und wie diese vermieden werden können. Dann ging‘s auch schon ans Schneiden und Josef zeigte den 16 TeilnehmerInnen anhand eines jüngeren und eines älteren Baumes wie diese richtig korrigiert werden können. „Die Äste sollen in einer idealen Schräge zum Leitstamm wachsen, nicht zu flach und nicht zu steil und kürzer als der Leitstamm selbst sein“, erklärt der Referent. Zudem lernten die Teilnehmer, wie zwischen einem fruchttragendem Zweig und veraltetem Holz unterschieden und wie dieses ausgelichtet werden können. Auch Verletzungen der Rinde können bei richtiger Behandlung über mehr oder weniger viele Jahre wieder gut ausheilen. „Mit sorgfältiger Pflege und dem richtigen Schnitt bleiben Obstbäume nicht nur gesund, sondern liefern Jahr für Jahr eine reiche Ernte“, so der Baumwart. Bei einem gemütlichen Ausklang wurde noch allerhand über den Kurs und die verschiedenen Ausführungen diskutiert.

Für nähere Informationen zu den nächsten Workshops, Datum und Ort stehen die Bezirksbildungs- und Agrarreferenten zur Verfügung. Alle Daten und Kursorte sind auf Kurse der Landjugend zusammengefasst.

Text: Elisabeth Weilbuchner, Landjugendreferentin
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