27.06.2017, 08:18 Uhr

Mittersill: Verkehrsentlastung Stadtplatz

Das Mittersiller Stadtzentrum ist seit Jahrzehnten eine neuralgische Stelle für den Verkehrsfluss Ost/West mit Auswirkungen auf den Verkehr in der gesamten Region Oberpinzgau.

MITTERSILL (vor). Im Zuge der Errichtung des Kreisverkehrs im Ortsteil Burk wurde durch das Innsbrucker Büro für Verkehrs- und Raumplanung (BVR) im Jänner 2014 ein Projekt zur Verkehrsorganisation im Zentrum des Ortes ausgearbeitet.
Dieses Projekt konzentrierte sich insbesondere auch auf die Entflechtung der Verkehrsflüsse im Ortszentrum. Die Verkehrssituation im Zentrum war bzw. ist vor allem geprägt von hohen Belastungen in den Sommermonaten auf der Ost-West-Achse, da sich diese Verkehre mit dem auf Mittersill ausgerichteten Quell- und Zielverkehr sowie dem örtlichen Binnenverkehr überlager(te)n. Dies ergibt eine Belastung im Sommerspitzenverkehr mit 16.000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden. Dazu kam die durch die "historische Altstadt" schwierige bauliche Situation.

Verkehrssicherheit
Wesentliches Element des BVR-Projektes ist der neue Mittelstreifen. Dieser wurde durch die Aufweitung der vorhandenen Flächen geschaffen und kann von Fußgängern und Fahrzeugen genutzt werden. Wie die Verantwortlichen betonen, hat dies den Vorteil, dass nunmehr Rückstauungen im Bereich der Kreuzungsstelle Gerlosstraße-Kirchgasse-Lebzeltergasse vermieden werden. Bürgermeister Wolfgang Viertler: "Das Ganze ist eine optisch attraktive und vor allem sicherheitsrelevante Lösung. Durch die Schulen, die Kindergärten, die Radfahrer und natürlich auch wegen der Geschäfte gibt es so viele verschiedene Verkehrsteilnehmer - daher musste ein Lösung gefunden werden. Ich bitte daher auch um Verständnis für die Baustellen und für die teils ungewohnten Erneuerungen. Geplant ist auch ein Radargerät, um die 30 km/h-Beschränkung zu kontrollieren, dies vor allem zur Sicherheit für die Kinder und für die älteren Menschen."

Leitungen erneuert
Die Sanierungsarbeiten mussten laut dem Stadtchef auch dazu genutzt werden, sämtliche Versorgungsleitungen zu erneuern und zu ergänzen, sodass zukünftig keine Grabungsarbeiten mehr notwendig sind. Neben der Verkehrsflussgestaltung wurde auch die Oberflächenentwässerung im Stadtzentrum saniert, welche in den vergangenen Jahren bei Starkregenereignissen immer wieder zu Problemen führte. Parallel dazu wurde auch die komplette Straßenbeleuchtung entlang des Bauabschnittes erneuert und der Stadtplatz mit Versorgungsschächten (Wasser, Strom, Leerverrohrungen) für Veranstaltungen ergänzt. Anfang Juni konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden.
In einem zweiten Schritt ist nunmehr geplant, den Stadtplatz zu sanieren, wobei nächstes Jahr damit durchgestartet werden soll.

Fotos: Vorreiter/Mittersill
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