12.06.2017, 16:33 Uhr

Musikkapellen im Test: Fesch zu sein war zu wenig

Die Gastgeber, die Trachtenmusikkapelle St. Martin mit Stabführer Werner Fernsebner

Sie glänzten in ihren schmucken Trachten - aber was bei der Marschwertung zählte war die Leistung.

ST. MARTIN. "Das war beinharte Arbeit" kommentierte Obmann Josef Schwaiger den Sieg der Trachtenmusikkapelle Maishofen bei der Marschmusikwertung "Musik in Bewegung". "Wir haben brutal viel geprobt und uns akribisch vorbereitet, da war nichts dem Zufall überlassen", erklärte er den steinigen Weg zum Ziel.

In Reih und Glied

Im Rahmen des Jubiläumsfestes zum 125-jährigen Bestand der TMK St. Martin wurde dort der Bewerb des Salzburger Blasmusikverbandes durchgeführt. 16 Musikkapellen aus den Bezirken Pinzgau, Pongau und Lungau nahmen daran teil und stellten sich den kritischen Augen der vier Fachjuroren. Auch wenn es aufgrund der Professionalität der heimischen Kapellen meist selbstverständlich erscheint, dass die Musik und das Marschieren perfekt passen - ein harmonisches Gesamtbild erfordert viel Übung.

Überzeugende Resultate

Daher bieten diese Bewerbe den Kapellen die Möglichkeit sich ständig weiter zu entwickeln um bei den zahlreichen Ausrückungen nicht nur für den guten Ton zu sorgen, sondern auch optisch einen passenden Auftritt zu haben. "Gewonnen haben alle Kapellen, die sich dem Bewerb gestellt haben", erklärten daher die Juroren. "Wir haben uns mit der Bewertung schwer getan, weil alle Kapellen sehr gut vorbereitet waren und ein sehr hohes Niveau aufwiesen." In Stufe B siegte die TMK Weißbach mit 91,43 Punkten, Stufe D konnte die TMK Maishofen (92,82 Punkte) für sich entscheiden. In der höchsten Wertung E gewann die Bürgermusik aus St. Michael (90,30 Punkte), die mit einer beeindruckenden Show das zahlreiche Publikum begeisterte. Bezirksstabführer Marco Nothdurfter zeigte sich stolz auf die Leistung der Pinzgauer. "Die Veranstaltung war von den Gastgebern perfekt organisiert, und die Kapellen haben sich alle sehr gut präsentiert", so Nothdurfter.


Regeln für den Wettbewerb

Kriterien für die Beurteilung bei "Musik in Bewegung" sind das Auftreten des Stabführers, die Ausführung seiner Kommandos, die musikalische Leistung und der optische Gesamteindruck. Die Kapellen können entscheiden, in welcher der fünf Leistungsstufen sie antreten wollen.

Stufe A umfasst Disziplinen wie Antreten, Defilieren, Halten, Schwenken im Spiel etc. In Stufe B kommt Halten und Abmarschieren während des Spiels hinzu. Wer in C antritt muss zeigen, ob die Kapelle enge Stellen passieren kann. Stufe D umfasst die große Wende, bei der die Kapellen während des Spiels umdrehen. In der Stufe E werden auch Showelemente verlangt.

Für die Musikkapellen bieten diese Bewerbe die Möglichkeit, ihr musikalisches Können und ihre Fähigkeiten beim Marschieren zur Schau zu stellen, von den Leistungen der Kolleginnen und Kollegen zu profitieren, und durch die intensive Vorbereitung ein besseres Niveau zu erzielen.

Sehen Sie hier einen Auszug aus dem beeindruckenden Showelement:



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