11.01.2018, 15:17 Uhr

Vorgestellt: Der neue evangelische Pfarrer von Zell am See

Pfarrer Rolf Engelhardt - hier mit der Bibel am Altar - ist seit 1. Dezember 2017 in Zell am See "stationiert". (Foto: Christa Nothdurfter)

Ab kommenden Sonntag offiziell im Amt: Pfarrer Rolf Engelhardt, der Nachfolger von Andreas Domby.

ZELL AM SEE/PINZGAU (cn). Geboren ist der evangelische Pfarrer Rolf Engelhardt in der Nähe von Stuttgart, zuletzt war er viele Jahre lang Seelsorger in der ebenfalls deutschen Stadt Ulm und jetzt ist er hier im im Pinzgau herzlich willkommen geheißen worden. "Mit offenen Herzen und mit offenen Händen" freut sich der 65-Jährige, und nützt die Gelegenheit, um sich bei den Menschen dafür zu bedanken.

Festgottesdienst am 14. Jänner

 
Am kommenden Sonntag, den 14. Jänner 2018,  wird Rolf Engelhardt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der evangelischen Kirche in der Zeller Schmittenstraße von Superintendent Olivier Dantine offiziell in sein neues Amt eingeführt.

"Der Ruhestand ist nichts für mich..."

Die Kirche und der direkt daran anschließende Pfarrhof gefallen dem Seelsorger gut; mittlerweile hat er sich hier mit seinem eigenen Möbiliar und mit persönlichen Dingen gut eingerichtet. Wenn es nach seinen Vorgesetzten in Deutschland gegangen wäre, hätte der Pfarrer angesichts seines Alters in Pension gehen sollen, aber so weit ließ er es nicht kommen: "Der Ruhestand ist nichts für mich und so habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Wirkungsstätte gemacht. Ich könnte mir keinen schöneren Beruf als meinen vorstellen - ich bekomme so viel zurück von den Menschen. Außerdem bin ich Herr meiner Zeit und habe auch die Freiheit, so an die verschiedensten Herausforderungen heranzugehen, wie ich es für richtig halte."

"Das hat mir imponiert"

Diese Freiheit hat Rolf Engelhardt einst unter anderem dazu bewogen, Pfarrer zu werden. Und ein Vorfall, bei dem ein Pfarrer vermittelt hat zwischen dem damals 17-Jährigen und dessen Vater: "Mein Vater erhielt vom Gymnasium die Information, dass ich sitzenbleiben würde. Er war außer sich und wollte, dass ich die Schule verlasse. Unser Pfarrer hat dann lange und mit viel Engagement und immer wieder auf meinen Vater eingewirkt, bis er ein Einsehen hatte. Das hat mir sehr imponiert."
Wir von den Bezirksblättern finden wiederum die religiöse Offenheit von Rolf Engelhardt imponierend, in Ulm beispielsweise hat er eine katholische Sekretärin angestellt gehabt. Überhaupt war und ist ihm die Ökumene ein wichtiges Anliegen. "Was mir am Katholizismus gefällt, ist das Üppige - bei uns geht es es viel nüchterner zu."
Das Zölibat hingegen gibt es beim evangelischen Glauben nicht. Der Pfarrer ist in zweiter Ehe mit einer Ärztin verheiratet, weswegen das Paar derzeit eine Fernbeziehung führt. Zur sogenannten Patchworkfamilie mit Kindern aus vorangegangenen Ehen gehören drei mittlerweile erwachsene Söhne.


Ein guter Zuhörer sein

Zurück in den Pinzgau: Rolf Engelhardt ist für die Gemeinden im Salzachtal bis hinauf nach Krimml sowie für Rauris verantwortlich. In diesen Gemeinden leben insgesamt 1.200 Menschen mit evangelischem Religionsbekenntnis. Einen seiner Schwerpunkte in der seelorgerischen Tätigkeit möchte der neue Pfarrer auf Hausbesuche legen: "Ich habe Lust darauf, die Menschen kennenzulernen und sie zu fragen, was sie erwarten von mir oder ob sie überhaupt etwas erwarten - mir ist es wichtig, ein guter Zuhörer zu sein."

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