Ehrenpreis für Zivilcourage an Purkersdorfer Flüchtlingshelfer verliehen

Sonja Wunderli in Vertretung ihrer Eltern Anni und Erwin Zilka, GR Marga Schmidl, Josef Baum, Robert Glattau, Eva Richlik, Gerty Schabas, Karin Tschare-Fehr und StR Christiane Maringer.
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  • Sonja Wunderli in Vertretung ihrer Eltern Anni und Erwin Zilka, GR Marga Schmidl, Josef Baum, Robert Glattau, Eva Richlik, Gerty Schabas, Karin Tschare-Fehr und StR Christiane Maringer.
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PURKERSDORF. Als 2015 die ersten Flüchtlinge auch nach Purkersdorf kamen, waren es vor allem Freiwillige, die sich vielerorts zusammenschlossen und sofort Hilfe leisteten. "Es ist ja in Purkersdorf oft nicht immer einfach. Der Dank und die Ehre dafür, dass sich so viele engagieren, könnte größer sein – sagen wir's so", meinte Gemeinderätin Marga Schmidl (LIB & Grüne). Aus diesem Grund habe sich die Fraktion Liste Baum & Grüne dazu entschlossen dies selbst in die Hand zu nehmen – und stellvertretend für noch viel mehr freiwillige Helfer – sechs Menschen den "Ehrenpreis für Zivilcourage" zu verleihen.

Danke für so viel Freiwilligkeit

"Es gibt Leute, die finden zig Gründe warum etwas nicht geht, und es gibt Leute, die Probleme lösen", meinte Fraktionsobmann Josef Baum. Ebenjene, die in Sachen Flüchtlingsarbeit seit Beginn äußerst fleißig anpacken, wolle man heute ehren. Denn in Sachen Freiwilligenarbeit und -engagement sei "Purkersdorf absolut spitze und vorzeigbar!", so Baum.
"Wir wollen euch den Ehrenpreis Zivilcourage geben für euer Engagement, die Zeit, den Willen sich einzusetzen, und auch für den Mut, dass ihr das macht", lobte Marga Schmidl, und bat die Arbeit genauso toll fortzuführen wie bisher.

Danke an Anni und Erwin Zilka

Anni und Erwin Zilka engagieren sich vor allem in der pfarrlichen Flüchtlingsarbeit, und haben dort unter anderem eine Kleiderkammer sowie Lernhilfekurse organisiert und engagieren sich auch beim Welcome-Cafe. "Die Hilfsbereitschaft war wirklich erstaunlich und ich möchte allen danken, die mitgewirkt haben", ließ Anni Zilka, die der Veranstaltung leider nicht beiwohnen konnte, über ihre Tochter Sonja Wunderli ausrichten.

Danke an Robert Glattau

Robert Glattau hat sich bei Deutschkursen und beim Welcome-Cafe engagiert. Zudem ist er Pate für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling und nahm ein junges Paar aus Syrien bei sich auf. Auf seine Initiative hin wurde außerdem ein Schülerlotsenprojekt entwickelt, bei welchem sich Flüchtlinge künftig gegen ein geringes Taschengeld als Schülerlotsen engagieren können sollen. Mittlerweile seien alle geforderten Formalitäten erfüllt, lediglich die Einschulung beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fehle noch. "Die Einschätzung des KfV, dass das ein gutes Projekt ist, die hätte ich mir wirklich auch in Purkersdorf gewünscht anstatt ein halbes Jahr im Kreis geschickt zu werden", meinte Glattau. Den Ehrenpreis für Zivilcourage nahm er dankend an: "Ich fühle mich geehrt, möchte aber betonen, dass ich mich stellvertretend für sehr viele andere empfinde!"

Glattau
Robert Glattau sprach auch Gemeinderätin Marga Schmidl großen Dank aus, sie sei eine stets offene und helfende Ansprechpartnerin in Flüchtlingsfragen. (Foto: Waculik)

Danke an Eva Richlik und Gerty Schabas

Ein weiterer Preis ging an Eva Richlik und Gerty Schabas, die maßgeblich an der Organisation der Deutschkurse in Purkersdorf beteiligt waren. Mit der Expertise der Ex-Schuldirektorin Eva Richlik und dem Organisationstalent der äußerst gut vernetzten Gerty Schabas seien die beiden "ein congeniales Duo, das toll zusammenarbeitet", lobte Marga Schmidl. Beide nahmen den Preis mit großem Dank entgegen: "Das Leben ist die Summe von Begegnungen – und ich hatte in den eineinhalb Jahren wirklich tolle Begegnungen", freute sich Eva Richlik. "Sehr viele Leute haben sehr viel Engagement und Zeit eingebracht – wir stehen hier wirklich stellvertretend für all unsere 'MitarbeiterInnen'", betonte Gerty Schabas.

Danke an Karin Tschare-Fehr

Ein weiterer Ehrenpreis für Zivilcourage wurde an die Purkersdorfer Allgemeinmedizinerin Karin Tschare-Fehr verliehen. Sie ist seit 2015 immer wieder bei den diverstesten Brennpunkten im Einsatz um Menschen medizinisch zu versorgen. So engagierte sie sich unter anderem in Nickelsdorf an der österreichisch-ungarischen Grenze, als auch in Flüchtlingscamps in Griechenland (die Bezirksblätter haben berichtet). "AUf der einen Seite war es eine sehr schwere Zeit, die mir heute noch manchmal den Schlaf raubt, aber andererseits gab es ganz viel Potential um ganz viele tolle Menschen kennen zu lernen", erzählte Karin Tschare-Fehr und nahm den Preis dankend an. Auch ihr nächster Einsatz ist schon geplant – dieses Mal jedoch in Serbien.

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