Tierschutzverein in Not
Heu wird knapp — Pferdeklappe in Reutte braucht dringend Hilfe
- In der Pferdeklappe in Reutte werden 28 Pferde und zwei Esel versorgt – dafür werden monatlich rund 14 Tonnen Heu benötigt.
- Foto: Österreichischer Tierschutzverein
- hochgeladen von Pascal Pali
Die anhaltende Trockenheit sorgt in Tirol und ganz Österreich für eine angespannte Heuversorgung. Besonders betroffen ist auch die Pferdeklappe in Reutte. Rund 14 Tonnen Heu werden dort jeden Monat benötigt, um die 28 Pferde und zwei Esel zu versorgen. Gleichzeitig steigen die Preise für das wichtige Futtermittel deutlich.
REUTTE. Die monatelange Trockenheit hat die Futterversorgung in vielen Regionen verschärft. Wo zu wenig Regen fällt, wächst deutlich weniger Gras. Dadurch stehen auch weniger Heuvorräte zur Verfügung. Österreichweit fehlt regional bis zur Hälfte der üblichen Heuernte.
Die Auswirkungen sind auch in Tirol spürbar. Während gewöhnliches Wiesenheu im August 2025 im österreichischen Durchschnitt noch rund 140 bis 180 Euro pro Tonne ab Hof kostete, lagen die Preise im August 2026 bereits bei etwa 190 bis 225 Euro. Die Nachfrage ist europaweit hoch, gleichzeitig werden die vorhandenen Vorräte knapper.
- Insgesamt 30 Pferde können in Ställen und Außenboxen der Pferdeklappe untergebracht werden.
- Foto: Österreichischer Tierschutzverein
- hochgeladen von Evelyn Hartman
14 Tonnen Heu für Pferde und Esel
Für die Pferdeklappe in Reutte ist die Entwicklung besonders problematisch. Rund 14 Tonnen Heu werden dort jeden Monat benötigt. Damit werden 28 Pferde und zwei Esel versorgt.
Das Heu ist für die Tiere lebensnotwendig. Als Raufutter benötigen Pferde und Esel regelmäßig ausreichend Futter für eine funktionierende Verdauung. Eine zuverlässige Versorgung muss daher auch über die kommenden Wintermonate gewährleistet sein.
„Diese Entwicklung trifft den Österreichischen Tierschutzverein mit voller Wucht. Sowohl die Pferdeklappe in Reutte, Tirol, als auch der Assisi-Hof in Stockerau, Niederösterreich, spüren die Krise bereits“
erklärt Vereinssprecher Alexios Wiklund.
Heu kostet inzwischen rund 6000 Euro
Für die beiden Tierschutz-Höfe in Reutte und Stockerau fallen derzeit insgesamt rund 6000 Euro monatlich für Heu an. Gleichzeitig schrumpfen die Vorräte, während der Nachschub teurer wird.
Der Österreichische Tierschutzverein bittet deshalb um Unterstützung. Mit Spenden soll sichergestellt werden, dass die Tiere auch in den kommenden Monaten ausreichend Heu erhalten.
„Unsere Tiere haben oft eine Leidensgeschichte hinter sich und haben bei uns ein sicheres Zuhause gefunden. Wir dürfen sie jetzt nicht im Stich lassen“
betont Assisi-Hof-Leiterin Stephanie Lang.
Die Spendenaktion des Österreichischen Tierschutzvereins steht unter dem Titel „Das Heu wird knapp“. Weitere Informationen zur Unterstützung gibt es auf der Website vom Österreichischen Tierschutzverein.
- „Unsere Tiere haben oft eine Leidensgeschichte hinter sich“ — Assisi-Hof-Leiterin Stephanie Lang bittet um Unterstützung für die Versorgung.
- Foto: Österreichischer Tierschutzverein
- hochgeladen von Pascal Pali
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