Trotz EU-Wahlergebnis
Thomas Dim ist neuer Nationalrat

Der neue Nationalrat Thomas Dim (FPÖ).

 Der Rieder Vizebürgermeister Thomas Dim wurde am Montag, 27. Mai, in einer Sondersitzung zum Nationalrat angelobt. Er folgt Wolfgang Klinger, der neuer Landesrat in Oberösterreich wurde und den zurückgetretenen Elmar Podgorschek ersetzt. 

WIEN, RIED. Das System aus Wahlkreis-Listen und Landesliste hat Dim als nächstgereihten Kandidaten nach Klinger ergeben. "Wir haben im Wahlkreis Hausruckviertel zwei Direktmandate. Diese hatten Wolfgang Klinger und Gerhard Kaniak. Roman Haider war auf Platz drei gelistet. Da Klinger jetzt Landesrat wurde, rückt Haider auf das zweite Direktmandat nach. Dadurch wurde sein Landeslistenmandat frei. Das habe ich jetzt übernommen", erklärt Dim.

Schneller als gedacht

Bevor sich die politischen Ereignisse überschlagen haben, wäre der Einzug Dims in den Nationalrat vom Ergebnis der EU-Wahl abhängig gewesen. Und da Erich Haider das vierte Mandat nicht holen konnte, wäre Dim nicht Nationalratsabgeordneter geworden. Durch die "Ibiza-Affäre" wurden die Karten aber neu gemischt. "Dass es nun so gekommen ist, hat mich schon überrascht. Ich hatte mit einem Rücktritt von Elmar Podgorschek nicht gerechnet. Auch dass Wolfgang Klinger als neues Regierungsmitglied ausgewählt wird, konnte ich nicht wissen", so Dim.
Während Gaspoltshofen nun einen neuen Bürgermeister braucht – es ist nicht möglich, gleichzeitig Bürgermeister und Landesrat zu sein – , wird es in Ried zu keiner Veränderung kommen: Der 54-jährige Dim, der seit 1997 für die FPÖ aktiv ist, bleibt Vizebürgermeister.

"Vielleicht kürzester Nationalrat aller Zeiten"

Zumindest bis zur Wahl im September wird Dim im Parlament vertreten sein. Im Juni und im Juli sind je drei Plenarsitzungen anberaumt. Dann geht es in die Sommerpause. Vielleicht gibt es im August Sondersitzungen. Anschließend stehen im Herbst die Wahlen an. "Dabei wird der Wähler entscheiden, ob die FPÖ wieder genug Mandate bekommt. Wenn wir verlieren, bin ich wohl der am kürzesten im Amt gewesene Nationalratsabgeordnete", so Dim, der sich als ruhigen und unaufgeregten Sachpolitiker bezeichnet und  sich für Proporzregierungen ausspricht. "Ich bin der Meinung, in einer Regierung sollte der Wählerwille abgebildet sein. In Ober- und in Niederösterreich sowie in den Gemeinden funktioniert das meiner Meinung nach gut!"

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