Nah&Frisch eröffnet
Die Helfenberger holten sich ihren Nahversorger zurück
- Von links: Reinhold Mitterlehner, Martin Schwarzinger, Ernst Richtsfeld, Claudia Ascher, Josef Hintenberger, Johannes Brandl, Peter Haudum.
- Foto: Veronika Mair
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Zahlreiche Gemeindebürger engagierten sich im letzten Jahr, um wieder ein Geschäft in das Ortszentrum zu holen. Nun eröffnete Claudia Ascher einen Nah&Frisch.
HELFENBERG. "Es ist ein Feiertag für Helfenberg", sagte Vizebürgermeister Martin Schwarzinger bei der Eröffnung des neuen Nah&Frisch. Mehr als ein Jahr musste die Gemeinde ohne Nahversorger ausharren. Dem setzt nun Claudia Ascher ein Ende. Am Donnerstag, 11. Dezember, wurde die Filiale eröffnet. Zahlreiche Helfenberger waren beim offiziellen Festakt vor Ort.
Eine "mutige Betreiberin"
Bürgermeister Josef Hintenberger bezeichnete die Eröffnung als weiteren Mosaikstein, der sich ins Gesamtwerk Helfenberg einfügt. "Viele haben mitgewirkt, um das Ganze möglich zu machen. Mit Claudia Ascher haben wir aber eine Betreiberin gefunden, die mutig vorangeschritten ist", freut sich der Ortschef. Nah&Frisch-Bereichsleiter Ernst Richtsfeld betonte, dass nicht jeder Großhändler bereit sei, in der ländlichen Umgebung zu investieren. Einiges würde im neuen Nah&Frisch auch anders sein, als im Geschäft davor. "Es ist allerdings alles für den täglichen Bedarf erhältlich. Und was man hier nicht bekommt, braucht man auch nicht unbedingt", so Richtsfeld.
Helfenberg als Vorzeige-Gemeinde
Johannes Brandl von der Spes Zukunftsakademie begleitete den vorangegangenen Bürgerbeteiligungsprozess. Bei der Eröffnung meinte er, dass noch nie in einer Gemeinde in so kurzer Zeit so viel Geld gesammelt wurde. Für die Erstbestückung des Marktes waren immerhin 200.000 Euro notwendig, die die Betreiberin alleine nicht stemmen konnte. Zusätzlich spendeten die Helfenberger 50.000 Euro für den neu gegründeten Verein, der bei der Organisation des Marktes unterstützt. "Die Bürger machten hier nicht nur ein Wunschkonzert, sondern brachten sich wirklich aktiv ein", sagt Brandl.
Auch der frühere Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zeigte sich erfreut: "Es liegt jetzt an uns, dass der Nahversorger lange Zeit erhalten bleibt."
Ascher versprüht positive Energie
Die Betreiberin Claudia Ascher erfüllte sich mit der Eröffnung einen langjährigen Traum. "Schon vor 15 oder 20 Jahren wollte ich das machen." Sie sprühe vor positiver Energie und blickt guter Dinge in die Zukunft. "Die Gemeinde und die Leute hier stehen dahinter und so freue ich mich umso mehr auf diesen Lebensabschnitt." Für das Geschäft sucht sie noch dringend Mitarbeiter. Interessierte können sich gerne bei ihr melden.
Der neugegründete Verein wird Ascher weiterhin organisatorisch unterstützen. "Ist alles am Laufen, werden wir uns auch anderen Dingen im Ortsgeschehen widmen. Einige Projekte stehen schon am Plan", so der Vizebürgermeister.
Öffnungszeiten
Vorerst hat der Nah&Frisch immer Montag bis Freitag von 7 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 7 bis 13 Uhr, mit Bedienung geöffnet. Künftig soll auch außerhalb dieser Zeiten Selbstbedienung durch Zutritt mit der Bankomatkarte möglich sein.
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