Die Grünen OÖ
Lokale -Politikerinnen starten Aufruf an die Frauen des Bezirkes Rohrbach

Grüne Frauensprecherin LAbg. Maria Buchmayr, Grüne Bezirkssprecherin LAbg. Ulrike Schwarz.
  • Grüne Frauensprecherin LAbg. Maria Buchmayr, Grüne Bezirkssprecherin LAbg. Ulrike Schwarz.
  • Foto: Foto: Die Grünen Frauen OÖ
  • hochgeladen von Annika Höller

Frauen – und damit auch ihre Anliegen – sind laut den Grünen in allen Gemeinderäten im Bezirk Rohrbach unterrepräsentiert. "Wir wollen mithelfen, dass Frauenanliegen in den Gemeinden gleichberechtigt gehört und beachtet werden", sagen sie und starten daher einen Aufruf an die Frauen des Bezirkes, die ihre Anliegen mailen sollen.  

BEZIRK ROHRBACH. "Gruppen, die nicht oder nicht ausreichend in Gremien vertreten sind, haben automatisch weniger Einfluss auf Entscheidungen. Ihre Belange werden oft nicht beachtet oder unbeabsichtigt nicht mitgedacht", heißt es in einer Aussendung der Grünen Frauen OÖ. Die Partei liefert auch gleich Zahlen: Demnach stellen Frauen zwar 52 Prozent der Bevölkerung in Oberösterreich dar, sind aber in keinem einzigen Gemeinderat auch nur zu 50 Prozent vertreten. Sieben oberösterreichische Gemeinderäte sind sogar zu 100 Prozent mit Männern besetzt. "Dies ist nicht von einem Tag auf den anderen zu ändern, denn die Ursachen liegen tief verwurzelt in kulturellen Gepflogenheiten und strukturellen Hinderungsgründen", heißt es seitens der Grünen Frauen OÖ. Etwas, das hingegen rasch unternommen werden könne, um mehr Gerechtigkeit herzustellen, sei, dass die Anliegen der Frauen in den Regionen mehr in den Fokus rücken. Etwa die Förderung von regionalem Arbeitsplatzangebot mit geschlechtergerechter Entlohnung, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, flexible Kinderbetreuungsangebote, entsprechende Sport- und Kulturangebote oder sichere Wege. Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz sagt: "Es ist sehr wichtig, dass Frauen mitgestalten, denn sonst werden auch weiterhin ihre Anliegen mehrheitlich von Männern entschieden." Die Grünen Frauen OÖ rufen daher alle Frauen im Bezirk Rohrbach auf, ihnen ihre Anliegen zu mailen: frauen.ooe@gruene.at

Häufige Anliegen von Frauen im Bezirk:

Mobilität 
Ein großes Thema ist nach wie vor die Mobilität. Es herrscht eine noch immer viel  zu starke Abhängigkeit vom eigenen (Zweit-)Auto – einerseits, um in die Ballungszentren zu pendeln, andererseits, um Familientaxifahrten zu ermöglichen, da der öffentliche Verkehr immer noch nachhinkt. Der öffentliche Verkehr ist nicht nur für das Klima essentiell, sondern insbesondere auch für die Bewältigung der Lebensrealitäten von Frauen.

Vereinbarung Beruf und Familie
Der Weg in die Arbeit, der oft lang und kostspielig ist, und die geringe Entlohnung von sogenannten „typischen Frauenberufen“ führt immer noch zur Überlegung, zu Hause zu bleiben und die Familienarbeit einer anderen Anstellung vorzuziehen. Die Vereinbarkeit ist schlicht nicht möglich oder "rechnet" sich nicht. Dies hat fatale Auswirkungen auf Lebensbiographien (Stichwort: Pension/Altersarmut) und fixiert stereotype Rollenbilder.

Familien- und Carearbeit / Kinderbetreuung und Pflegenotstand
Die Kinderbetreuung ist in einzelnen Gemeinden recht gut, aber im Gesamten immer noch – wie in ganz Oberösterreich – stark ausbaufähig. Insbesondere in den Sommermonaten ist die Organisation der Kinderbetreuung eine Herausforderung, die oft nur durch massive Einschränkungen der Eltern – wie sich zeigt, mehrheitlich jene der Mütter – zu bewerkstelligen ist.
In Altenheimen bleiben trotz Warteliste Plätze frei, da es einen Personalnotstand gibt. Da leider der Großteil der Familien- und Carearbeit nach wie vor von Frauen getätigt wird, wäre es dringend notwendig, dass auch Frauen in die Entscheidungs- und Organisationsprozesse zu dieser Thematik entsprechend eingebunden sind.

Infrastruktur vor Ort
Wirtschaftlich-strukturelle Entscheidungen vor Ort werden aus Frauensicht oft ganz anders bewertet als aus der mehrheitlich männlichen Perspektive. In den Gemeinderäten werden Standortfaktoren beschlossen, die beispielsweise zur Schließung/Absiedelung örtlicher Strukturen führen (Beispiel Nahversorger). Oder bei der Infrastruktur im Freizeitbereich (Kinderspielplätzen, Jugendtreffpunkten, Freizeitmöglichkeiten, Sportangeboten (hier sind Mädchen nicht annähernd so gefördert wie Burschen) etc. Gleichberechtigung ist auf dem Papier selbstverständlich vorhanden, aber die Lebensrealitäten zeigen ein anderes Bild. Oben genannte Themen betreffen aufgrund der Aufteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit immer noch mehrheitlich Frauen. Deshalb sollen Frauen auch gleichberechtigt entscheiden und mitbestimmen können – in allen demokratischen Gremien!

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