Reise nach Brüssel und Luxemburg
Kontakte halten, sich einbringen und Erfahrungen austauschen

Vizepräsident von Media Solutions, SES, Steve Bisenuis, Botschafterin Karin Proidl und Landeshauptmann Thomas Stelzer (v. l.) im Gespräch. | Foto: Max Mayrhofer
8Bilder
  • Vizepräsident von Media Solutions, SES, Steve Bisenuis, Botschafterin Karin Proidl und Landeshauptmann Thomas Stelzer (v. l.) im Gespräch.
  • Foto: Max Mayrhofer
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Drei Tage war eine oberösterreichische Delegation unter der Leitung von Landeshauptmann Thomas Stelzer in Belgien und Luxemburg unterwegs. Die Ziele der Reise: Den Austausch fördern, Kontakte knüpfen und eventuelle, künftige Kooperationen besprechen.

BELGIEN, LUXEMBURG. Zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern der EU-Kommission standen bei der alljährlichen Reise von Landeshauptmann Thomas Stelzer in die EU-Hauptstadt am Programm. "Wir versuchen, gerade als starke wirtschaftliche Region in Brüssel viele Kontakte zu halten, um uns hier ebenfalls einbringen zu können", sagt er zu den Hintergründen des Besuchs.

Ein wichtiger Aspekt war unter anderem das Thema Migration. Laut Stelzer sei der Beschluss des Migrations- und Asylpakets und die Chance, dass dieses in die Realität umgesetzt werde, ein Meilenstein. Dabei soll es für jene EU-Länder, in denen die meisten Migranten ankommen, eine Entlastung geben. Zudem will man die Sekundärmigration – also die Flucht von einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union in ein anderes – verringern. "Für uns ist es sehr wichtig, dass dieses Paket umgesetzt wird", betont der oberösterreichische Landeshauptmann.

Gesprochen wurde aber auch über die diesjährige Kulturhauptstadt Bad Ischl. "Das ist ein Angebot der EU, das die Chance bietet, dass die Menschen die Union als etwas Positives erleben und auch sehen, was es bringt, dass über die Grenzen hinweg zusammengearbeitet wird", erklärt Stelzer.

Landeshauptmann Thomas Stelzer in der EU-Haupstadt Brüssel. | Foto: Max Mayrhofer
  • Landeshauptmann Thomas Stelzer in der EU-Haupstadt Brüssel.
  • Foto: Max Mayrhofer
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Dass Technologieoffenheit ein weiterer wichtiger Aspekt sei, stellte man im Gespräch mit Heiko Willems, Geschäftsführer der gemeinsamen Vertretung des BDI und der BDA (Bundesverband der Deutschen Industrie und Arbeitgeberverbände) in Brüssel fest: "Der Fachkräftemangel, die Energiepreise und die steigende Bürokratie sind Themen, die uns am meisten beschäftigen und angegangen werden müssen." 

Luxemburg als solider Wirtschaftspartner

Für eventuelle künftige Kooperationen sowie den Austausch von Know-how und Erfahrungen stand Luxemburg ebenfalls am Plan der Reise. Das Großherzogtum umfasst rund 2.600 Quadratkilometer. Es ist somit fast fünfmal kleiner als das Mühlviertel. Ähnlichkeiten zwischen Oberösterreich und Luxemburg gibt es aber dennoch genug: Beide Regionen investieren stark in Forschung, Innovation und Digitalisierung. Sie haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Strategien zur Bewältigung sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen. 

Luxemburg zeichnet sich unter anderem durch die dichten Wälder sowie Naturparks aus. | Foto: BRS
  • Luxemburg zeichnet sich unter anderem durch die dichten Wälder sowie Naturparks aus.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Sowohl Luxemburg als auch Oberösterreich verfügen über eine starke Exportwirtschaft. Eine Analyse zeigt, dass trotz regionaler Unterschiede gemeinsame Themen wie der Fachkräftemangel, die Klimapolitik und soziale Inklusion zentrale Aspekte der Entwicklungsstrategien sind. Zudem betonen beide Länder die Wichtigkeit von Wasserstoff für die Erreichung ihrer Klimaziele und die Reduzierung von CO2-Emissionen. Ebenfalls von großer Bedeutung sei die Notwendigkeit von Forschung und Entwicklung, um technische und wirtschaftliche Herausforderungen zu überwinden. Genug Gründe für Thomas Stelzer und die oberösterreichische Delegation, dem Land einen Besuch abzustatten.

Foto: BRS

Österreich und Luxemburg seien solide Wirtschaftspartner. Das Großherzogtum bleibe als Zielmarkt für Produkte und Dienstleistungen "Made in Austria" höchst interessant. Deutsch ist als Geschäftssprache anerkannt und erleichtert somit die Kontaktaufnahme mit Kunden und Partnern. "Dank der stark differenzierten Waren- und Dienstleistungspalette, die Österreich anbieten kann, bestehen in allen Branchen gute Aussichten für heimische Unternehmen, sich in Luxemburg zu positionieren", heißt es vom Außenwirtschaftsbüro der Wirtschaftskammer Österreich in Brüssel.

Oberösterreich exportierte im Jahr 2022 Waren im Wert von mehr als 53 Millionen Euro nach Luxemburg und liegt damit im Bundesländerranking an erster Stelle. Die Importe beliefen sich auf 166 Millionen Euro – auch hier liegt Oberösterreich ganz vorn.

Unternehmen und Projekte in Luxemburg

Rosenbauer liefert immer wieder Löschfahrzeuge an die luxemburgischen Feuerwehren. Luxemburger Landwirte vertrauen seit über 100 Jahren auf die Firma Cloos & Kraus, die seit mehr als 40 Jahren schon erfolgreicher Pöttinger-Partner in diesem kleinen Land ist. Komobile, das Verkehrsplanungsbüro mit Standort in Gmunden und Wien, ist ebenfalls in Luxemburg verankert.

Luxinnovation, ein Abbild der Business Upper Austria, zählt Betriebsansiedelungen, Förderberatungen auf nationaler und europäischer Ebene und Start-ups zu seinen wichtigsten Themen. Ähnlich wie in Oberösterreich verfügt auch Luxemburg über eine Art strategisches Programm mit ähnlichen Schwerpunkten auf Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Landeshauptmann Thomas Stelzer im Gespräch mit der Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, Nicola Beer. | Foto: Max Mayrhofer
  • Landeshauptmann Thomas Stelzer im Gespräch mit der Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, Nicola Beer.
  • Foto: Max Mayrhofer
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Ein wichtiger Partner für Österreich und Oberösterreich ist EIB-Gruppe. Diese besteht aus der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) und finanzierte 2023 in Österreich vor allem Projekte für erneuerbare Energien, die Wasserversorgung und sozialen Wohnraum. Weitere Schwerpunkte waren die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Verkehr. Seit der Gründung wurden in Oberösterreich etwa 2,5 Milliarden Euro investiert und 6.000 Arbeitsplätze unterstützt und langfristig gesichert. Weiters sei aktuell ein Großprojekt im Bereich Innovation mit der Voestalpine geplant, Details dazu wurden noch nicht preisgegeben.

Für Landeshauptmann Thomas Stelzer ist es von großer Bedeutung, den Kontakt mit politischen Vertretern und Unternehmen der beiden Ländern zu halten. Denn bei Investitionsentscheidungen sei es immer gut, die Verantwortlichen zu kennen. "Bei unserem Besuch wurde bestätigt, dass Oberösterreich von allen als wirtschaftlich starker Standort gesehen wird, was mich sehr freut und stolz macht", so Stelzer. Den Besuch werde man im Hinterkopf behalten. Vor allem die EIB bleibt für künftige Vorhaben, vor allem bei großen Infrastrukturprojekten, am Radar des Landes Oberösterreich.

Zu Besuch beim Satellitenbetreiber SES S.A. | Foto: BRS
  • Zu Besuch beim Satellitenbetreiber SES S.A.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Bevor es für wieder zurück in die Heimat ging, erfolgte noch ein Besuch beim international tätigen Satellitenbetreiber SES S.A., dem Betreiber des Astra-Satellitensystems mit Sitz im Schloss Betzdorf. Statt Blumen findet man in diesem "Garten" Satellitenschüsseln, die eine Größe von elf bis 13 Metern aufweisen. "Wir können alles verbinden, wo kein Kabel hinführt", heißt es vom Unternehmen. So sendet der Satellitenbetreiber an mehr als eine Milliarde TV-Zuschauer weltweit, bedient sieben der Top 10 globalen Telekommunikationsunternehmen und verbindet vier der sechs größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Der ORF zählt ebenfalls zu seinen Kunden. Mehr dazu gibt es unter ses.com/de.

Zu Besuch beim Satellitenbetreiber SES S.A. | Foto: BRS
  • Zu Besuch beim Satellitenbetreiber SES S.A.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Sarah Schütz
Anzeige
Mittermüllner ist Ihr Experte für Bäder, Heizung und Solaranlagen.
3

Hausmesse in Bad Leonfelden
Mittermüllner präsentiert grüne Energielösungen für das Zuhause

Martin Mittermüllner und sein Team veranstalten am 24. und 25. April 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr, wieder eine Hausmesse in Bad Leonfelden. BAD LEONFELDEN. An den beiden Tagen können sich Interessierte bei zahlreichen Ausstellern informieren. Beratung gibt es unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energie, Wärmepumpen, Hackgutanlagen, Holzheizungen, Pelletheizungen, Wasseraufbereitung, Solarenergie, Klimageräte und sanitäre Einrichtung. Am Freitagnachmittag besteht zudem die Möglichkeit...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Rohrbach auf MeinBezirk.at/Rohrbach

Neuigkeiten aus Rohrbach als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk Rohrbach auf Facebook: MeinBezirk Rohrbach

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Veranstaltungs-Tipps, Partyfotos und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.