19.10.2017, 11:34 Uhr

Das große Krabbeln auf den Köpfen

Bei Laussbefall ist es wichtig, die Haare mit einem geeigneten Nissenkamm regelmäßig auszukämmen. (Foto: fotolia/me)
BEZIRK. Kopfläuse kann jeder bekommen, unabhängig von der persönlichen Sauberkeit. Kindergarten und Schule sind die hauptsächlichen Übertragungsherde für einen Kopflausbefall. „Wichtig ist aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr rasches und konsequentes Handeln sowie eine Meldung in Schule oder Kindergarten, damit auch die anderen Kinder entsprechend behandelt werden können“, sagt Edmund Örzsik, Facharzt auf der Kinderstation des Landes-Krankenhauses Rohrbach. „Das wichtigste Symptom ist der andauernde, unangenehme Juckreiz auf der Kopfhaut.“

Verschiedene Laus-Stadien

Bei einem Kopflausbefall kann es folgende Stadien geben: Lauseier, Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien, erwachsene Kopfläuse. Die Laus klebt ihre Eier mit einer wasserunlöslichen Substanz (Kitt) in Kopfhautnähe am Haar fest. Sie sind als etwa ein Millimeter große, bräunliche Verdickungen zu erkennen. "Anders als Schuppen haften sie fest am Haar und sind durch normales Kämmen nicht abzustreifen", sagt der Kinderarzt.

Ein Kopflausmittel hilft

„Um Kopfläuse und ihre Nissen effektiv zu beseitigen, ist die Behandlung mit einem geeigneten Kopflausmittel, dessen Wirksamkeit belegt ist, notwendig. Zudem ist es wichtig, die (nassen) Haare mit einem geeigneten Nissenkamm regelmäßig auszukämmen“, weiß Edmund Örzsik. Werden bei einem Familienmitglied Läuse, Eier oder Larven entdeckt, sollten aufgrund der leichten Übertragbarkeit umgehend auch die Köpfe der anderen Familienmitglieder kontrolliert und in die Behandlung miteingebunden werden.

Behandlungsmöglichkeiten gegen Kopfläuse:

Einerseits Substanzen (Pyrethroide), die das Nervensystem der Kopfläuse angreifen und sie so abtöten. Anders als für Läuse sind diese Wirkstoffe für den Menschen nicht schädlich. Andererseits sind auch ausgewählte Silikonöle zu Behandlung von Kopfläusen möglich. Diese Silikonöle umhüllen die Läuse, dringen in die Atemöffnungen ein und ersticken sie. Grundsätzlich ist es nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Erst, wenn der erste Behandlungsversuch misslungen ist, ein Säugling oder Kleinkind sowie Schwangere oder Stillende betroffen sind, die Haut bereits stark aufgekratzt oder entzündet ist oder bereits eine andere Hauterkrankung vorliegt. 

Zur Sache:

Anwendungsfehler vermeiden:
• Die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit einhalten
• Eine ausreichende Menge an Wirkstoff auftragen
• Das Mittel gleichmäßig auf dem Kopf verteilen
• Einen Nissenkamm verwenden
• Besonders wichtig ist es, die Behandlung nach 8 bis 10 Tagen zu wiederholen, weil damit der Lebenszyklus der Kopfläuse genau berücksichtigt wird.
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