25.01.2012, 14:15 Uhr

Starthilfe ins Arbeitsleben

Klarheit über Fähigkeiten und Chancen schaffen, ist das erste Ziel. In der anschließenden Jugendassistenz steht die Volkshilfe den Jugendlichen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz zur Seite. (Foto: Volkshilfe)

Volkshilfe unterstützt Jugendliche mit Beeinträchtigungen beim Einstieg

Jugendliche mit Beeinträchtigungen haben es schwer, Arbeit zu finden. Die Volkshilfe bringt sie mit großem Erfolg mit der Wirtschaft zusammen.

BEZIRK ROHRBACH. Die Volkshilfe in Oberösterreich engagiert sich seit zehn Jahren dafür, dass Jugendliche mit Beeinträchtigungen ihre Chance bekommen. Im Bezirk Rohrbach profitieren davon jährlich rund hundert junge Menschen mit körperlichen oder kognitiven Defiziten.
Gerhard Dehmer und Peter Tober sind für die Jugendlichen im Raum Rohrbach da. Tober ist Experte für Clearing. Das heißt, er hilft Mädchen und Burschen von 13 bis 18 Jahren dabei, abzuklären, für welchen Beruf sie aufgrund ihrer Fähigkeiten geeignet sind. Tober geht sowohl in die Hauptschulen im Bezirk als auch in die Polytechnischen Schulen. In der Regel wird er von Lehrerinnen und Lehrern kontaktiert, wenn ein Schüler besondere Unterstützung benötigt.

Was will ich, was kann ich?
Beim Clearing werden in einem sechsmonatigen Prozess die Richtung und ein möglicher Fahrplan für die berufliche Zukunft erarbeitet. Ziel ist es, dass sich die Jugendlichen nach Ablauf der Betreuung über ihre Fähigkeiten und Chancen im Klaren sind. Danach übernimmt die Volkshilfe Jugendarbeitsassistenz, für die Gerhard Dehmer verantwortlich ist. Er unterstützt die jungen Menschen bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und steht ihnen während der Einschulungsphase und auch bei Konfliktsituationen zur Seite. Zudem klärt er mögliche Dienstgeber über die Fähigkeiten der Jugendlichen auf, bespricht mit den Firmen eventuelle Problembereiche und informiert über Förderungen und Unterstützungsleistungen.
Dank dieser umfassenden Betreuung kann gut die Hälfte der Jugendlichen erfolgreich vermittelt werden. „Die Betriebe im Bezirk Rohrbach nehmen ihre soziale Verantwortung ernst, hier wird wirklich noch zusammen gehalten“, sagt Gerhard Dehmer.
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