"Der richtige Impfschutz muss auch im Erwachsenenalter gegeben sein"

Die beiden Referentinnen Ninon Taylor (Oberärztin der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, SALK) und Hofrätin Heidelinde Neumann (Landessanitätsdirektorin) mit Moderatorin Angelika Pehab.
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  • Die beiden Referentinnen Ninon Taylor (Oberärztin der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, SALK) und Hofrätin Heidelinde Neumann (Landessanitätsdirektorin) mit Moderatorin Angelika Pehab.
  • Foto: Sabine Bernetstätter
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SALZBURG (ap). Einem der aktuell umstrittensten medizinischen Themen widmet sich das Mini Med Studium in Salzburg gleich zu Beginn des neuen Jahres: "Impfen" wird in der Salzburger Bevölkerung durchwegs kontrovers diskutiert.

Über Wirkung und Risiken

Aufgeklärt über die wissenschaftliche Sicht haben dabei die beiden Referentinnen Ninon Taylor – sie ist Oberärztin der Universitätsklinik für Innere Medizin III am Salzburger Landesklinikum – und Landessanitätsdirektorin Heidelinde Neumann. Dabei spannten sie den Bogen auch weiter in Richtung Infektionen und Seuchen.
"15 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Infektionskrankheiten – wie beispielsweise HIV, Durchfallerkrankungen, Malaria, Hepatits oder Meningitis", erklärt Taylor. Ursachen von Seuchen können zum einen am Menschen selbst liegen, der Träger der Erkrankungen wird. Beeinflusst wird dies durch Ernährung, sein Reiseverhalten, Bevölkerungszuwachs oder auch dem internationalen Handel, wonach beispielsweise durch Obst aus Südamerika infizierte Mücken nach Europa kommen. Desweiteren werden Ausbrüche von Seuchen durch Umwelteinflüsse wie Klimaänderungen, Naturkatastrophen oder dem Ökosystem beeinflusst oder eben durch pathologische Gründe (genetische Änderungen oder Resistenzen). "Viele Erkrankungen tauchen auf, verschwinden und kommen wieder", so Taylor. Als gefährliche und von Mücken übertragbare Viruserkrankungen nennt sie Dengue, den Zika Virus und Chikungunya, deren Ausbrüche in den letzten Jahren Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

Masern in Österreich

"Masern bergen eine besonders hohe Gefahr der Ansteckung und dürfen deshalb nicht unterschätzt werden", so die Oberärztin Taylor. Ein Masernkranker führt zu weiteren 16 Erkrankten. Das sind etwa 300 Fälle allein in Österreich pro Jahr. Masern treffen auch Erwachsene, können fatale Spätfolgen haben und enden in jedem tausendsten Fall tödlich.

Empfehlung für Erwachsene

Konkrete Impfempfehlungen samt sinnvoller Auffrischungsintervalle gab Heidelinde Neumann. Dazu nannte sie die Kombinationsimpfung aus Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung. Ebenso wichtig in jedem Alter sei der Impfschutz von Masern, Mumps und Röteln sowie Hepatitis-, FSME- und Pneumokokkenimpfungen. "Schutzimpfungen zählen zu den wirksamsten präventiven medizinischen Maßnahmen, zumal man sich und die Gesellschaft damit schützt", so die Landessanitätsdirektorin, die auch appelliert: "Nutzen Sie Ihre Arztbesuche durchaus auch zur Impfberatung und sorgen Sie dafür, dass Ihre Impfdokumente immer am neuesten Stand sind."

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