30.10.2017, 10:35 Uhr

SOS Kinderdorf Syrien

Geborgenheit auch für kleine Syrer. (Foto: SOS-Kinderdorf)
SALZBURG/SYRIEN (lin). SOS-Kinderdorf eröffnet bei Damaskus ein neues Kinderdorf.
Die ersten zwei Familien sind bereitzs eingezogen. Insgesamt werden in dem neuen SOS-Kinderdorf Saboura 80 Kinder ein neues, stabiles und schützendes Zuhause bekommen. Für die Realisierung des Projektes hat SOS-Kinderdorf wurde eine wegen des Krieges nie in Betrieb gegangene Ferienanlage erworben und umfassend adaptiert. Das Grundstück ist 10.000 Quadratmeter groß und bietet nun geeignete Wohnungen für die Kinderdorf-Familien, Gruppen- und Therapieräume sowie ausreichend Spiel- und Bewegungsflächen auch im Grünen. Neben Schutz und familiärer Geborgenheit bekommen die meist schwer traumatisierten Kinder auch die dringend nötige therapeutische Unterstützung und Begleitung.


Dauerhafte Hilfe und psychologische Unterstützung für traumatisierte Kinder


Die Lage vieler Kinder in Syrien ist nach über sechs Jahren Bürgerkrieg immer noch katastrophal: Millionen mussten flüchten, viele haben ihre Eltern verloren, mussten schreckliche Dinge erleben und mitansehen. Um einem Teil der schwer traumatisierten Kinder zu helfen, hat SOS-Kinderdorf im Rahmen seiner Nothilfe spezielle Kinderschutzzonen (child friendly spaces) und Übergangsunterkünfte (interim care centers) in Damaskus, Tartous und bei Aleppo eingerichtet und die Kinder dort umfassend und kindgerecht betreut.
Neben Nothilfeaktivitäten braucht es in Syrien nun vor allem nachhaltige Programme und langfristige Betreuungsperspektiven für die schwer traumatisierten Kinder. Ein wichtiger Baustein dieser Langzeithilfe ist das neue SOS-Kinderdorf Saboura. Durch die Zuwendung ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter, das gemeinsame Zusammenleben in einer Familie und einen möglichst „normalen“ Alltag können die Kinder hoffentlich bald wieder innere Ruhe und emotionalen Halt finden. Zusätzlich zur stabilisierenden familiären Basis erhalten sie fachliche Unterstützung durch pädagogische, psychologische und medizinische Fachkräfte.

Ein Zeichen der Hoffnung für eine verlorene Generation

„Das neue SOS-Kinderdorf soll auch ein Signal der Hoffnung sein“, sagt Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf in Österreich. Nach jahrelangem Chaos, Gewalt und Krieg braucht es positive Beispiele und Modelle für ein besseres Morgen“, so Moser. „Da ist jeder einzelne Schritt wichtig, um den Menschen wieder Hoffnung zu geben. Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus den syrischen Kindern und Jugendlichen von heute keine verlorene Generation von morgen wird."

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