02.02.2018, 14:02 Uhr

Salzburger setzen bei der Vorsorge auf Sicherheit vor Rendite

IMAS-Marktforscher Paul Eiselsberg, Generaldirektor Christoph Paulweber von der Salzburger Sparkasse, Generaldirektor Manfred Rapf von der Sparkassen-Versicherung (Foto: Sparkasse/Wildbild)

Die Salzburger gehen beim Thema finanzielle Vorsorge wenig Risiko ein

SALZBURG (lg). Die Sorge um eine unsichere Zukunft steigern das Vorsorgebedürfnis der Salzburger - das zeigt eine von der Salzburger Sparkasse bei Imas in Auftrag gegebene Studie zum Vorsorgeverhalten, bei der 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren befragt wurden. Darin geben 99 Prozent der Salzburger geben an, zumindest ein Vorsorgeprodukt zu besitzen, für das sie im Schnitt 112 Euro monatlich ausgeben. Männer liegen beim investierten Vorsorgekapital im Durchschnitt deutlich vor den Frauen.

Nie auf eine Karte setzen

Die beliebtesten Vorsorgeprodukte sind nach wie vor die klassischen Haushalts- bzw. Eigenheimversicherung mit 68 Prozent, gefolgt von Bausparvertrag, private Unfallversicherung und dem Sparbuch. Vorsorge durch Immobilienbesitz ist in Salzburg für ein Drittel der Befragten ein Thema. Was die Veranlagung von Geld betrifft, gilt in Salzburg ganz klar: Sicherheit vor Rendite, bestätigt Generaldirektor Christoph Paulweber: „Bei der Wahl zwischen diesen beiden Faktoren sprechen sich 62 Prozent für die Sicherheit aus. Diversifikation ist das Allerwichtigste bei der Vorsorge – niemals alles auf eine Karte setzen. Neben den liquiden Mitteln, die man für Notfälle des Alltags braucht, sollte man sich mit seinem Berater eine langfristige Strategie überlegen, um zumindest die Inflation auszugleichen.“
Doch worin liegt der Grund, dass das Bedürfnis nach Vorsorge bei den Salzburgern sukzessive steigt? "Unter anderem darin, dass man mit dem als zu schnell empfundenen Wandel der Gesellschaft nicht mehr Schritt halten kann: Fortschritt in Technik und Wissenschaft, die Nutzung von Smartphones und Co sowie die Kommunikation über WhatsApp wirken als 'Teilchenbeschleuniger' des Alltagslebens. Hinzu kommt mangelndes Vertrauen in die künftige gesetzliche Pension. Drei Viertel in Salzburg glauben nicht mehr daran, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung alleine mit der staatlichen Pension ihren Lebensstandard halten werden können", führt Paulweber aus.
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