Politischer Paukenschlag
Stefan Schnöll vor Rückzug aus der Politik
- Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll
- Foto: Land Salzburg
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In der Salzburger Landespolitik könnte eine bedeutende personelle Veränderung bevorstehen. Nach Informationen von MeinBezirk verdichten sich die Hinweise, dass Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) seine politischen Funktionen zurücklegen und in die Privatwirtschaft wechseln wird. Offiziell bestätigt ist dieser Schritt derzeit noch nicht.
SALZBURG. Die Entscheidung ist noch nicht offiziell, doch die Hinweise auf einen bevorstehenden Rückzug von Stefan Schnöll aus der Salzburger Landespolitik verdichten sich. Nach Informationen von MeinBezirk soll der 38-Jährige vor einem Wechsel in die Privatwirtschaft stehen. Schnöll war am Samstag für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Damit könnte die Salzburger ÖVP vor einer weiteren wichtigen Personalentscheidung stehen. Für kommenden Montagabend sind Parteigremien angesetzt. Ob und welche Entscheidungen dort im Zusammenhang mit der politischen Zukunft Schnölls getroffen werden, ist derzeit noch offen.
Lange als Haslauer-Nachfolger gehandelt
Ein Ausscheiden Schnölls wäre eine bedeutende Zäsur für die Salzburger Volkspartei. Der Jurist zählt seit Jahren zu den prägenden Köpfen der Landespartei. 2017 zog er in den Nationalrat ein, 2018 wechselte er als Landesrat in die Salzburger Landesregierung. Seit 2023 ist er Landeshauptfrau-Stellvertreter. Aktuell verantwortet Schnöll unter anderem die Bereiche Tourismus, Verkehr sowie Kunst und Kultur. Zudem ist er Stellvertreter von ÖVP-Landesparteiobfrau Karoline Edtstadler.
- Stefan Schnöll bleibt Stellvertreter, Karoline Edtstadler wird ab 1. Februar geschäftsführende Partei-Obfrau der Salzburger ÖVP und soll ab 2. Juli 2025 Landeshauptfrau werden und der aktuelle Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der sich zurückziehen wird bei der heutigen PK.
- Foto: wildbild /Doris Wild
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Über längere Zeit galt Schnöll auch als möglicher Nachfolger von Wilfried Haslauer an der Spitze von Partei und Land. Er entschied sich jedoch gegen eine Kandidatur für die Nummer eins und begründete diesen Schritt mit persönlichen und familiären Überlegungen. Damit wurde letztlich der Weg für Karoline Edtstadler an die Spitze der Salzburger ÖVP und des Landes frei.
Edtstadler müsste Regierungsteam neu aufstellen
Sollte sich der bevorstehende Wechsel Schnölls bestätigen, müsste Landeshauptfrau Karoline Edtstadler eine zentrale Position in ihrem Regierungsteam neu besetzen. Schnöll bringt trotz seines vergleichsweise jungen Alters langjährige politische Erfahrung auf Landes-, Bundes- und europäischer Parteiebene mit. Unter anderem war er von 2015 bis 2021 Bundesobmann der Jungen ÖVP.
Wer Schnöll in der Landesregierung beziehungsweise in seinen weiteren Parteifunktionen nachfolgen könnte, ist derzeit offen. MeinBezirk wird berichten, sobald eine offizielle Stellungnahme von Stefan Schnöll beziehungsweise der Salzburger Volkspartei vorliegt.
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