🧠 Mentale Selbstfürsorge im Alltag
„Die Brille, durch die du siehst“ – Wie du lernst, deine eigenen Grenzen zu setzen
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- hochgeladen von Gülcin Bulduk
Viele Menschen fühlen sich innerlich erschöpft, weil sie ständig für andere da sind – und sich selbst dabei verlieren. Der Grund liegt oft nicht im Außen, sondern in der Brille, durch die wir die Welt betrachten. Wie du deine inneren Filter erkennst und liebevoll Grenzen setzt, zeigt dieser Beitrag.👓 Die unsichtbare Brille – dein innerer Filter im AlltagWir alle tragen eine unsichtbare Brille – sie ist geprägt durch unsere Vergangenheit: durch Elternhaus, Schule, Beziehungen, Kultur.Sie beeinflusst, wie du dich in Beziehungen gibst, wie du mit Konflikten umgehst – und ob du dich traust, Nein zu sagen.Beispiele für innere Brillen (Glaubenssätze):
- „Ich muss es allen recht machen.“
- „Ich darf keine Schwäche zeigen.“
- „Wenn ich Nein sage, werde ich abgelehnt.“
Diese inneren Filter führen dazu, dass du deine eigenen Grenzen übergehst, bevor es andere überhaupt tun.🚧 Warum Grenzen setzen kein Egoismus istGrenzen sind kein Rückzug – sie sind ein Ausdruck von Klarheit.Wer Grenzen setzt, übernimmt Verantwortung für das eigene Wohlbefinden.Und das ist die Basis für echte, respektvolle Beziehungen.Denn wer immer verfügbar ist, wird oft übersehen.Wer jedoch achtsam mit der eigenen Energie umgeht, wird sichtbarer, authentischer – und innerlich freier.✍️ Übung: Erkenne deinen Filter & formuliere deine Grenze1. Was steht auf deiner inneren Brille?Setz dich in einem ruhigen Moment hin und frage dich:
- Welche Situation raubt mir regelmäßig Energie?
- Was denke ich über mich in dieser Situation?
- Welcher Satz kommt spontan hoch? (z. B. „Ich darf nicht Nein sagen.“)
👉 Schreib 2–3 solcher Sätze auf – sie sind dein alter Filter.2. Neue Brille aufsetzenStell dir vor, du ersetzt diesen Satz durch etwas Neues. Zum Beispiel:
- „Ich bin wertvoll – auch wenn ich nicht funktioniere.“
- „Ich darf freundlich und klar meine Grenze setzen.“
Was würdest du in einer belastenden Situation anders tun, wenn du mit dieser neuen Brille schauen würdest?3. Sprich deine Grenze ausBeispielsätze:
- „Ich brauche eine Pause – ich melde mich später.“
- „Das ist mir zu viel – bitte frag jemand anderen.“
- „Ich spüre, dass das nicht stimmig für mich ist.“
💬 Übe diesen Satz laut vor dem Spiegel oder mit einer vertrauten Person.💡 Fazit: Deine Wahrheit darf Raum bekommenDie Brille, durch die du schaust, bestimmt deinen Alltag.Wenn du lernst, bewusst hinzuschauen, kannst du neu wählen – für mehr Klarheit, Kraft und emotionale Gesundheit.Grenzen setzen heißt nicht: „Ich will nichts mit dir zu tun haben.“Es heißt: „Ich will mit mir verbunden bleiben – auch im Kontakt mit dir.“
„Grenzen setzen heißt: Ich kehre heim zu mir.“Gülçin
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