Nestroyring der Stadt Bad Ischl geht 2014 an Michael Niavarani

Michael Niavarani erhält den Nestroyring 2014.
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  • Foto: Petra Benovsky
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

BAD ISCHL. Am 7. Dezember, dem Geburtstag von Johann Nestroy, kann Bad Ischls Bürgermeister Hannes Heide den Namen des Trägers des Johann Nestroy-Rings der Stadt Bad Ischl 2014 bekanntgeben: Michael Niavarani ist der sechste Träger des Bad Ischler Nestroy-Rings nach Erwin Steinhauer, Karlheinz Hackl, Peter Turini, Karl Markovics und Nikolas Ofzcarek.

Außerordentliche Leistungen im Geiste Nestroys
Mit Michael Niavarani erhält eine vielseitige und beliebte Künstlerpersönlichkeit die Auszeichnung: Niavarani hat als Theater- und Filmschauspieler, als Kabarettist und künstlerischer Leiter des "Simpl" außerordentliche und herausragende Leistungen im Geiste von Johann Nestroy gesetzt. Niavarani setzt dem Verleihungsstatut entsprechend mit seiner satirisch kritischen, phantasievollen künstlerischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit auch als Autor wichtige und allseits beachtete Akzente.

Jury entschied einstimmig
Die Jury bestand aus dem Präsidenten der Internationalen Nestroy-Gesellschaft, Prof. Dr. Heinrich Kraus, und dem Urgroßneffen von Johann Nestroy, Otmar Nestroy, sowie Bürgermeister und Kulturreferent Hannes Heide an. Die Entscheidung fiel einstimmig! Die Verleihung wird im Mai 2014 im Lehartheater Bad Ischl stattfinden.


Biografie – Michael Niavarani

Michael Niavarani wurde am 29. April 1968 als Sohn einer Österreicherin und eines Persers in Wien geboren und ist auch in Wien aufgewachsen.

Schon während seiner Schulzeit im BRG Wien VII Kandlgasse, spielt Michael Niavarani Theater. Christoph Wagner-Trenkwitz, heutiger Chefdramaturg der Volksoper Wien, ist einer der Ersten der sein Talent erkennt: „Ich erinnere mich an seine unglaubliche Stimme! Eine Stimme, die nicht zu diesem jungen Burschen gepasst hat. Eine große, dunkle, männliche Stimme mit unglaublichen Möglichkeiten, unglaublichen Farben und Phantasie. Er konnte damals schon so komisch kolorieren. Das war beeindruckend.“ Christoph Wagner-Trenkwitz ist es auch, der den damals 14-jährigen in die Theatergruppe „Die Demoasten“ holt, wo Niavarani als Möbelpacker in dem Max Frisch Stück „Die große Wut des Philipp Hotz“ reüssiert, eine stumme Rolle – eigentlich: „Schon am zweiten Abend ist mir das zu langweilig geworden und beim Abgang konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen: >Na dann hau‘ ma’s ausse, des Kramuri!jaDolce VitaLustiga< hinterhergerufen.“ Dieses Problem löst sich 2004 als die ORF-Rateshow „Was gibt es Neues?“ startet und ganz Österreich – angeregt durch den amikalen Umgang des Teams untereinander – Michael Niavarani von nun an einfach „Nia“ nennt. Michael Niavarani wird 2006 mit der ROMY als beliebtester männlicher Seriendarsteller ausgezeichnet, 2007 und 2008 folgen noch zwei ROMYs als beliebtester Kabarettist. Seit Graumanntheater-Zeiten ist Michael Niavarani mit Viktor Gernot befreundet. Auch im Kabarett Simpl sind sie 1993 schon zusammen auf der Bühne gestanden und fürs Fernsehen haben sie 1999 gemeinsam „Wodka Orange“ entwickelt. 2005 folgt das erste gemeinsame Kabarett „Gefühlsecht“, das ein voller Erfolg wird, ebenso wie das Soloprogramm „Encyclopaedia Niavaranica“ (2008) und das zweite Programm mit Viktor Gernot „Zwei Musterknaben“ (2009). Für letzteres werden die beiden mit dem „Österreichischen Kabarettpreis“ 2010 ausgezeichnet. Dass Michael Niavarani kein Kabarettist im eigentlichen Sinn ist, sondern ein vielseitiger Künstler, beweist er einmal mehr 2008 als er die Serie „Ex – Eine romantische Komödie“ schreibt, inszeniert, spielt und produziert: „Ich sehe mich als Geschichtenerzähler. Ob ich diese Geschichten selbst erzähle, spiele, inszeniere oder niederschreibe und die Menschen sie lesen, macht für mich keinen Unterschied. Es hat für mich jede Form seinen eigenen Reiz. Aber meistens interessiert mich gerade das, was ich im Moment nicht tue.“ Dass sein Publikum das genauso sieht, wird 2009 beim Erscheinen seines ersten Romans „Vater Morgana“ klar: Wochenlang ist Michael Niavarani in den Bestsellerlisten, über 100.000 Bücher werden allein in Österreich verkauft. Auch das zweite Buch, der Erzählband „Der frühe Wurm hat einen Vogel“, der 2011 erscheint, ist ein Bestseller. Michael Niavarani wird deshalb 2011 und 2012 zum „Buchliebling“ gewählt. Nicht nur in seinem Buch „Vater Morgana“ beschäftigt sich Michael Niavarani mit seinen persischen Wurzeln: Über das Internet sucht der in Deutschland lebende Regisseur Ali Samadi Ahadi 2008 persisch-stämmige Schauspieler für seinen Film „Salami Aleikum“: „Wir kannten uns vorher nicht, haben uns aber von Beginn an sehr gut verstanden. Durch die Dreharbeiten sind wir Freunde geworden. Natürlich hat uns gerade die grüne Revolution im Iran, und unser beider Interesse daran, sehr verbunden.“ 2011 wurde Michael Niavarani in der Sendung „Österreich wählt“ zum „Lustigsten Österreicher“ gewählt. Seit 2011 ist Michael Niavarani auch Intendant der Festspiele Berndorf. Mit „Das perfekte Desaster Dinner“ von Marc Camoletti erreicht er, gleich in seiner ersten Saison, 36 ausverkaufte Vorstellungen im Stadttheater Berndorf sowie in der Stadthalle Wien. Michael Niavarani hat eine 14-jährige Tochter und lebt in Wien.

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