Vortrag in Traunkirchen
„100 Jahre Frauenwahlrecht – ein langer Kampf für die Demokratie“ am 9. November

Demonstration für das allgemeine Frauenwahlrecht
am 19. März 1911, dem ersten Frauentag, in Wien.
  • Demonstration für das allgemeine Frauenwahlrecht
    am 19. März 1911, dem ersten Frauentag, in Wien.
  • Foto: Österreichische Nationalbibliothek
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

TRAUNKIRCHEN. Was konkret berechtigt uns, den Beginn dieses ersten Jahrhunderts der politischen Macht der Frau mit November 1918 festzusetzen? "Mit Fug und Recht können wir sagen: Das Frauenwahlrecht wurde mit dem Gesetz vom 12. November 1918 über die Staats- und Regierungsform von Deutsch-Österreich (StGBl. Nr.5/1918) beschlossen", weiß Expertin Ingrid Nowotny aus Wien. Dessen Artikel 9 lautet klar und eindeutig: „Die konstituierende Nationalversammlung wird im Jänner 1919 gewählt. Die Wahlordnung wird noch von der Provisorischen Nationalversammlung beschlossen, sie beruht auf der Verhältniswahl und auf dem allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Stimmrecht aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts.“
Am 9. November wird es zum Jubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht" einen Votrag im Stiftersaal im Kloster Traunkirchen ab 19 Uhr geben.

Frauen und das Wahlrecht im Salzkammergut

"Im Salzkammergut waren Frauen schon um 1900 politisch aktiv", weiß Nina Höllinger vom Zeitgeschichte Museum Ebensee.  Die Sozialdemokratinnen gründeten eigene Frauenorganisationen und hielten zahlreiche Versammlungen und politische Kundgebungen ab. Neben dem Frauenwahlrecht wurden Reformen im Familien- und Eherecht, die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs (§ 144 bis 148) sowie die Gleichberechtigung in Arbeit und Politik gefordert. "Maria Zieger, sozialdemokratische Bezirksfrauenvorsitzende aus Ebensee, kandidierte 1919 an fünfter Stelle des Wahlkreises Traunviertel bei der Nationalratswahl. Sie blieb am 16. Februar 1919 noch erfolglos, wurde aber wenig später bei den kommunalen Wahlen am 18. Mai 1919 in den Gemeinderat gewählt", so Höllinger weiter. Für Hallstatt und Bad Goisern lassen sich ebenfalls Frauen im Gemeindeausschuss nachweisen, wo sie die „typisch weiblichen“ Aufgabenbereiche Familie und Soziales übernahmen. Die katholischen Frauenorganisationen hingegen, waren primär sozial und karitativ tätig, obwohl im Vorfeld von Wahlen auch die katholischen Frauenorganisationen vermehrt Veranstaltungen abhielten.

Autor:

Philipp Gratzer aus Salzkammergut

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