03.11.2016, 16:28 Uhr

125 UPM-Mitarbeiter von Papiermaschinen-Schließung betroffen

2014 wurde das 30-jährige Jubiläum der Papiermaschine 3 gefeiert. (Foto: UPM)

UPM Paper ENA plant Kapazitätsreduzierung bei grafischen Papieren um 305.000 Tonnen in Europa

LAAKIRCHEN. UPM plant die dauerhafte Kapazitätsreduzierung bei grafischen Papieren in Europa um 305.000 Tonnen. Es ist geplant, die Kapazitätsreduzierungen in Österreich und Deutschland umzusetzen.

UPM plant die dauerhafte Schließung von zwei Papiermaschinen:
- SC Papiermaschine 3, UPM Steyrermühl, Österreich
- SC Papiermaschine 2, UPM Augsburg, Deutschland

Der Plan hätte Auswirkungen auf 150 Personen am Standort Augsburg und 125 Personen am Standort Steyrermühl – von insgesamt 400 Mitarbeitern in Steyrermühl. Die Mitarbeiterverhandlungen und Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern werden im November gemäß den nationalen Gesetzgebungen der jeweiligen Länder aufgenommen. Es ist geplant, die Papiermaschinen nach Abschluss der Mitarbeiterverhandlungen zu schließen.

"Es sind am Werk Steyrermühl 125 Planstellen, die sich durch alle Berufsfelder im gesamten Werk ziehen, betroffen. So manches kann über Pensionierungen abgefedert werden, wir werden einen Sozialplan erstellen. Wir bemühen uns, so sozial es geht, mit der Tatsache umzugehen. Wir sind mit dem AMS bereits in Kontakt und hoffen auf die nächsten Verhandlungen", so UPM Steyrermühl General Manager Ernst Spitzbart.

Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen würde jährliche Kosteneinsparungen von ca. 30 Mio. Euro zur Folge haben. UPM würde Rückstellungen in Höhe von etwa 75 Mio. Euro als Sondereffekte in Q4 2016 buchen, um die Vergleichbarkeit des Quartalsergebnisses zu gewährleisten, von denen etwa 45 Mio. Euro Cash-Kosten wären.

In beiden Werken würde die Papierproduktion auf den noch verbleibenden und wettbewerbsfähigen Maschinen fortgesetzt werden.

"Wie in den anderen Bereichen der grafischen Papierherstellung ist während der letzten Jahre auch die Nachfrage nach SC Papieren zurückgegangen. Es wird erwartet, dass sich dieser Rückgang fortsetzen wird. Trotz des schwierigen Marktumfeldes haben unsere Mitarbeiter stets großen Einsatz gezeigt und wir bedauern die Auswirkungen der geplanten Schließungen auf unser Personal. Wir sind jedoch gezwungen, unsere Geschäftstätigkeiten an die veränderten Marktbedingungen anzupassen", sagt Winfried Schaur, Executive Vice President, UPM Paper ENA.

"Aufgrund der unvorteilhaften Marktentwicklung haben wir eine gewissenhafte Analyse unserer Anlagen im Bereich der graphischen Papierherstellung in Bezug auf deren Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Kosten durchgeführt. Wegen ihrer Dimension, ihres technischen Alters und des geringen Einsparpotentials sind die PM 3 in Steyrermühl und die PM 2 in Augsburg die am wenigsten wettbewerbsfähigen SC Papiermaschinen innerhalb von UPM. Mit den geplanten Maßnahmen sichern wir eine effiziente Verwendung unserer verbleibenden fünf SC Papiermaschinen ab", so Anu Ahola, Senior Vice President, News & Retail, UPM Paper ENA.

Im Laufe des Jahres hat UPM bereits sein Werk Schwedt verkauft. Die jährliche Produktion von 282.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier wird an diesem Standort Ende Q3 2017 eingestellt werden, da das Werk vom neuen Betreiber zur Liner-Herstellung umgebaut wird.
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