Bezirk Schärding: Zwei Großmastbetriebe für 60.000 Hühner geplant

Im Bezirk Schärding sind zwei Hühner-Großmastbetriebe für fast 60.000 Hühner geplant (Symbolfoto).
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TAUFKIRCHEN, RAINBACH (ebd). Es sei laut Taufkirchens Bürgermeister Paul Freund ein Zufall, dass beinahe zeitgleich sowohl in seiner, als auch in der Nachbargemeinde Rainbach jeweils ein Großmastbetrieb für Hühner geplant ist. Es sei ein Landwirt aus Taufkirchen, der einen Betrieb für 39.500 Hühner in der Gemeinde umsetzen möchte. "Es habe bereits zahlreiche Vorgespräche gegeben", so Freund zur BezirksRundschau. Das Projekt befinde sich in Vorprüfungen, die teils bereits positiv erledigt wurden. "Jetzt warten wir noch das Widmungsverfahren ab, bis es rechtskräftig ist. Einen Einreichplan des Bauwerbers haben wir noch nicht. Ich gehe aber davon aus, dass das Projekt heuer noch umgesetzt wird", so Freund.

20.000 Hühner in Rainbach

Auch Rainbachs Bürgermeister Gerhard Harant bestätigt das Vorhaben eines ortsansässigen Landwirts, der einen Großmastbetrieb für 20.000 Hühner in der Gemeinde umsetzen möchte. "Die Widmung wurde bereits bewilligt", so Harant zur BezirksRundschau. Für den Landwirt sei das Vorhaben insofern wichtig, da es ihm dadurch ermöglicht wird, die Landwirtschaft im Vollerwerb betreiben zu können." Beide Ortschef haben kein Problem mit den geplanten Großmastbetrieben. Dazu Harant: "In Österreich gibt es strenge Auflagen, die erfüllt werden müssen. Da ist es mir lieber, wenn wir uns selbst versorgen, als wenn Hühner aus Ländern importiert werden müssen, wo Tierschutzbestimmungen nicht eingehalten werden." Das sieht auch Freund so: "Ich sehe da kein Problem, weil es dafür ja strenge Haltungskriterien gibt. Die Landwirte suchen eben nach Alternativen, ein anderes Standbein."

Grüne gegen Massentierhaltung

Keine Freude mit den geplanten Großmastbetrieben haben die Grünen, die deshalb am kommenden Montag (19. März) eine Pressekonferenz einberufen haben. "Ich verstehe die Bauern. Sie befinden sich in einer Zwickmühle. Aber wir sind gegen solche Großmastbetriebe", so die Grünen Bezirkssprecherin Veronika Hintermair zur BezirksRundschau. "Wir wollen aber keine Verhinderer sein, sondern vielmehr darauf aufmerksam machen, dass es auch andere Modelle gibt." In dieselbe Kerbe schlägt auch der Pressesprecher der Grünen, Hadmar Hölzl: "Rechtlich spricht nichts gegen die beiden Projekte. Wir wollen aber ein Zeichen dahingehend setzen, dass in Sachen Raumplanung immer mehr und mehr Großflächen für solche Projekte gewidmet werden, so wie das in Deutschland bereits schleichend passiert ist. Solche Großmastbetriebe müssten nicht sein, da gäbe es Alternativen, die wir aufzeigen werden."

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