Innschifffahrt
Schärdinger Schiffslegende – wie Manfred Schaurecker zum Inn-Kapitän wurde
- Manfred Schaurecker ist ein Kapitän, wie man sich ihn vostellt: „Bärtig und mit weißer Kapitänsmütze“.
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Seit knapp vier Jahrzehnten ist die Schärdinger „Schiffslegende“ und Kapitän Manfred Schaurecker am Inn unterwegs. Aber wie kam's überhaupt dazu?
SCHÄRDING. Schon mit der Familie und den Kindern war Schaurecker mit einem Schlauchboot – ausgestattet mit einem Außenbordmotor – sonn- und feiertags am Inn unterwegs. Das Kapitänspatent erhielt der heute 79-Jährige im Jahr 1987. Der Schärdinger besitzt zwei Schiffe, die MS Schärding und das einzige Brauereischiff Österreichs. Zudem ist er seit vier Jahren am bayerischen Prunkschiff, das am gegenüberliegenden Neuhaus am Inn anlegt, mit 50 Prozent beteiligt. Die zweite Hälfte gehört dem Passauer Reiseunternehmer Manfred Eichberger. Schaurecker beschreibt seine Faszination für den Inn so: „Er ist einfach einzigartig, ein Naturjuwel, mit all seinen Höhen und Tiefen“.
Eigenes Bier am Schiff gebraut
- Kapitän Manfred Schaurecker und seine Lebensgefährtin Helga disponieren bereits die aktuellen Reisemesse-Termine 2026.
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Auch für die Nachfolge in seinem Betrieb ist bereits vorgesorgt: Während Tochter Elisabeth und Enkelin Lea das Büro und die gesamte Organisation des erfolgreichen Unternehmens leiten, hat Schwiegersohn Christoph Kaltenbrunner das Steuerrad fest im Griff. Apropos im Griff haben: Der 79-Jährige kocht auf seinem Brauereischiff quasi auch sein eigenes „Süppchen“. Gemeint sind die beiden Biere – das ungefilterte Kellerbier und das Weizenbier – die er am Schiff je nach Bedarf braut. Für deftige Schmankerl aus der eigenen Bordküche sorgen zudem zwei Köchinnen.
"Ein Segen für ganz Schärding"
- Die zwei Schiffe sind derzeit im „Winterhafen“ vor Anker.
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2025 war für das Schärdinger Traditionsunternehmen mit der Landesgartenschau ein besonderes Jahr, wie Schaurecker schmunzelt: „Das war ein Segen für ganz Schärding." Übrigens: Der Saisonstart steht vor der Tür. Gefahren wird meistens von März bis Weihnachten. Derzeit ist der Innschifffahrtskapitän für die Destinationen bei den großen Reisemessen in Wien, München und Nürnberg beschäftigt. Dabei unterstützt ihn auch seine Lebensgefährtin. Und was passiert mit den Schiffen eigentlich bei Hochwasser? "Da lege ich meine Flotte in der Pram-Mündung an. Dort sind sie dann sicherer als auf dem wild fließenden Gewässer des Inn’s." Ans Aufhören denkt der Kapitän aus Leidenschaft ebenfalls nicht, stattdessen will er auch weiterhin das Leben an Bord genießen.
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