Reittherapie
Reiten als Therapie – weil's hilft

Miriam Peter aus Freinberg ist  ausgebildete Reitpädagogin.
  • Miriam Peter aus Freinberg ist ausgebildete Reitpädagogin.
  • Foto: Miriam Peter
  • hochgeladen von David Ebner

Miriam Peter bietet Reittherapie an. Aber warum wirkt sich das so positiv auf Menschen und Kinder mit Beeinträchtigung aus?

FREINBERG (ebd). Seit ihrer frühen Kindheit ziehen Peter Pferde in ihren Bann, wie sie zur BezirksRundschau sagt. "Nicht nur das Reiten, sondern auch die feine Art der Kommunikation die mit Pferden möglich ist, faszinieren mich." Ihre erste Arbeitsstelle, eine heilpädagogisch orientierte Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche samt zwei Ponys im Garten gaben die Initialzündung. "Dies motivierte mich, die Ausbildung zur Reitpädagogin bei der Schweizer Gruppe für Therapeutisches Reiten zu machen, die ich 2009 abschloss. So wurde es mir möglich, die Ponys der Wohngemeinschaft in meine Arbeit zu integrieren." Zudem absolvierte Peter 2018 die Weiterbildung zur Voltigierwartin. "Seit dem bin ich dem Österreichischen Kuratorium für Therapeutisches Reiten zugehörig."

Für jedermann geeignet

Aber für wen eignet sich eine Reittherapie überhaupt? "Die heilpädagogische und therapeutische Förderung mit dem Pferd – genannt HTFP – ist grundsätzlich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit heilpädagogischem und therapeutischem Förderbedarf geeignet. Sofern kein medizinischer Einwand besteht und Interesse am Kontakt zum Pferd beobachtbar ist. Die HFTP wird auf jede Person individuell abgestimmt, sodass die Förderziele die man in den Therapie-Einheiten verfolgt, sehr unterschiedlich sein können. Mir ist es wichtig, die Ressourcen die jeder mitbringt soweit zu stärken, dass Mut entstehen kann sich auch an Themen oder Aufgaben heran zu trauen, die nicht so leicht fallen."

Und so funktioniert's

Wie Peter sagt, wird die Therapieeinheiten in drei Teilen aufgebaut. Die Vorbesprechung der Einheit, die aktive Zeit mit dem Pferd und die Nachbesprechung. Bei Personen, die nicht sprechen, gibt es viele non-verbale Möglichkeiten wie etwa Bildkarten, Klanginstrumente, oder Gegenstände, welche helfen Befindlichkeiten auszudrücken und sich mitzuteilen. Die aktive Zeit mit dem Pferd gestaltet sich ebenfalls sehr unterschiedlich. Für die einen ist es wichtig auf dem Pferd Entspannung und Geborgenheit durch das Getragen-Werden zu erfahren. Personen, die selber nicht mobil sind, freuen sich mit dem Pferd im Wald über Stock und Stein Reiten zu können. Mit wieder anderen wird „am Boden“ gearbeitet, hier geht es darum, sich durch feine Signale mit dem Pferd zu verständigen. Aber wie erklärt sich der positive Effekt – besonders durch Pferde – auf Menschen und Kinder mit Beeinträchtigung? Dazu Peter: 

"Pferde sind wie der Mensch soziale Wesen, sie treten mit dem Menschen in Kontakt und wissen meist intuitiv genau, wie sie mit welchem Menschen agieren können. Sie nehmen jede Person an wie sie ist und urteilen oder werten nicht. Für viele Menschen haben Pferde einen enormen Aufforderungs- und Motivationscharakter, wodurch viele Klienten aus ihrer Komfortzone gelockt werden. Für die Pferdetherapeutin sei es schön, die Entwicklung der Personen miterleben zu dürfen. Oder wenn jemand schlecht gelaunt aufgrund irgendeines Vorkommnisses zur HTFP kommt und am Ende der Einheit entspannt und gut gelaunt wieder geht."

Übrigens: Ab Herbst kann Miriam Peter ihr Angebot erweitern und auch Psychotherapie mit dem Pferd als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision anbieten. Weitere Infos gibt es auch auf der Homepage von Miriam Peter.

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