26.01.2012, 00:00 Uhr

Kopfinger bei härtestem Schlittenhunderennen der Welt dabei

Robert Huemer mit seinen Hunden im „Frankreich-Einsatz“.

Seit acht Jahren frönen Robert Huemer und Karin Reitinger ihrer großen Leidenschaft, dem Hundeschlittenfahren. Nun absolvierte das Kopfinger Paar das bisher größte Abenteuer ihres Lebens: Sie nahmen als erste Österreicher überhaupt an der „La Grande Odyssee Trophee“ in Frankreich teil.

KOPFING (ebd). Die beiden Kopfinger haben von 11. bis 13. Jänner mit ihren zehn Huskys an einem der weltweit härtesten Hundeschlittenrennen – dem „La Grade Odyssee Trophee“ in Frank-
reich – teilgenommen. „Wir waren das erste österreichische Team, das bei diesem Rennen an den Start gegangen ist“, weiß Huemer.

Dabei mussten die Innviertler rund 200 Kilometer und 800 Höhenmeter durch das französische Mont Blanc Massiv bewältigen. Dabei erreichten sie einen achten, vierten und siebten Etappenplatz. „In der Gesamtwertung wurden wir als Letzter gereiht, da wir zugunsten unserer jungen Hunde eine Etappe pausiert haben“, erklärt das Kopfinger Paar. Dennoch zeigten sie sich mit dem Endergebnisse zufrieden. „Für unser junges und unerfahrenes Team war die Platzierung okay. Schließlich haben die Hunde und wir sehr viel gelernt.“

Große Lust auf ein Abenteuer
Bei dem Rennen in Frankreich mitmachen wollten die beiden Kopfinger aus einem ganz bestimmten Grund. „Weil wir sehen wollten, wie ein so großes Rennen abläuft. Außerdem wollten wir Erfahrungen sammeln und gemeinsam mit den Hunden ein Abenteuer erleben.“ Auf die Frage, was man sich aus so einem Ereignis mitnimmt, meinte Huemer: „Die Lust nach mehr solchen Abenteuern und das Erstaunen, was unsere Hunde bereit sind, für uns zu leisten.“

Durch Husky zu Schlittenrennen
Doch wie kommt man eigentlich als Kopfinger zum Hundeschlittenfahren? „Durch unseren ersten Hund, einem Husky, sowie der Liebe zur Natur und dem Winter“, erklärt Huemer. „Es gibt nichts Schöneres als auf dem Schlitten durch eine ruhige, verschneite Landschaft zu gleiten, in der man nur das Hecheln der Hunde hört.“ Kein Wunder also, dass das Hundeschlittenfahren beinahe die gesamte Freizeit der Kopfinger bestimmt. „Die Hunde bestimmen eben einen Großteil unseres Lebens.“ Und wie bereitet man sich auf ein derartiges Rennen vor? Die Hunde haben als Vorbereitung seit September des Vorjahres rund 800 Kilometer im heimischen Sauwaldgebiet rund um Kopfing zurückgelegt. „Außerdem trainieren wir unsere Hunde das ganze Jahr über – egal ob mit Schlitten auf Schnee oder mit dem Quad in der schneefreien Zeit.“

Als nächstes wollen Huemer und Reitinger mit ihren Kindern Hundeschlittentouren in Schweden absolvieren. Zudem steht eine weitere Teilnahme an der „La Grande Odyssee Trophee“ sowie weitere große Langstreckenrennen in Mitteleuropa und Skandinavien auf dem Programm. „Auf jeden Fall wollen wir nächstes Jahr in Frankreich in der Gesamtwertung vorne mitfahren.“
Fotos: Privat
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