42. Chopin Festival
Klassik vom Feinsten wurde im Bezirk Scheibbs geboten
- Neue Ära: das Chopin-Festival erlebte im Bezirk Scheibbs in die 42. Auflage
- Foto: Internationale Chopin-Gesellschaft Wien
- hochgeladen von Roland Mayr
Neue Ära: das Chopin-Festival erlebte im Bezirk Scheibbs in die 42. Auflage
BEZIRK SCHEIBBS. Das Mostviertel stand ganz im Zeichen der Klassik. In der Kartause Gaming, in Scheibbs und Lunz am See brachte das 42. Chopin Festival internationale Spitzenkünstler und außergewöhnliche Spielstätten zusammen. Gleichzeitig begann eine neue Ära: Donka Angatscheva führte erstmals jenes Vermächtnis weiter, das Festivalgründer Prof. Dr. Theodor Kanitzer vor mehr als vier Jahrzehnten begründet hatte.
Klassicher Führungswechsel
Theodor Kanitzer war anlässlich seines 100. Geburtstags im Wiener Rathaus mit Standing Ovations gefeiert worden. Als Kulturvermittler und Brückenbauer zwischen Österreich und Polen hatte er das Festival über Jahrzehnte geprägt. Mit Donka Angatscheva übernahm nun eine gefeierte Pianistin und Kulturmanagerin die Präsidentschaft der Internationalen Chopin-Gesellschaft Wien.
Bei der Geburtstagsfeier hatte Donka Angatscheva versprochen: "Das Feuer wird weiter brennen." Mit dem Festival setzte sie dieses Versprechen unmittelbar in die Tat um. Zu den prominentesten Gästen zählten Günther Groissböck, Ildikó Raimondi, Lidia Baich, Julia Stemberger, Sandra Pires, Anna Malikova, Rachel Cheung und Ferry Janoska.
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Das Programm spannte einen Bogen von Bach, Mozart und Brahms bis zu Chopin, Bartók und Piazzolla. Besonders prägte jedoch die Verbindung von internationaler Klassik, barocker Architektur und der schönen Landschaft des Mostviertels die vier Festivaltage.
Musik als kulturelle Brücke
Zu den Höhepunkten zählten das Eröffnungskonzert in der Scheibbser Pfarrkirche, das Konzert in der Kartausenkirche sowie das traditionsreiche "Nocturno" bei Kerzenlicht in der Barockbibliothek der Kartause Gaming. Den musikalischen Abschluss bildete ein Konzert auf der Lunzer Seebühne.
"Das Chopin Festival war für mich immer ein Ort der Begegnung, des kulturellen Dialogs und der Völkerverständigung", betont Theodor Kanitzer. Diese Idee bleibt auch unter der neuen Präsidentin Donka Angatscheva zentral.
Donka Angatscheva stand zudem abseits der Bühne im Mittelpunkt. Sie sprach viel über Weiblichkeit in der Hochkultur, Selbstbewusstsein und künstlerische Glaubwürdigkeit. Ihr neues Amt verstand sie dabei nicht als Bruch mit der Vergangenheit, sondern als Weiterentwicklung eines gewachsenen kulturellen Erbes.
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"Musik kennt keine Grenzen, lautete die Botschaft, die sich durch das Festival zog. Das Chopin Festival knüpfte damit an Kanitzers Lebenswerk an: Menschen unterschiedlicher Nationen und Generationen sollten durch Musik zusammenfinden – im Zeichen von Frieden, Freiheit und gegenseitigem Verständnis", ist der neue Geschäftsführer der Gaminger Kartause, Edgar Bauer, überzeugt.
Weitere Infos auf chopin.at und auf kartause-gaming.at
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