Nachhilfe: Das kann teuer werden

Das Thema Nachhilfe bleibt ein heißes Eisen. Das zeigt auch die aktuelle AK Studie: Rund 13.000 der insgesamt 85.000 Tiroler Schülerinnen und Schüler erhielten im laufenden Schuljahr oder in den letzten Sommerferien externe Nachhilfe, das entspricht einem Anteil von 15 Prozent. Bei 9.500 von ihnen wurde für Nachhilfe bezahlt (11 %). Gegenüber 2016 ergab sich zwar ein leichter Rückgang, allerdings nur auf den ersten Blick. Denn für die betroffenen Arbeitnehmerfamilien ist die finanzielle Belastung sogar gestiegen! „Die Studie belegt aber auch, dass schulische Nachmittagsbetreuung und Förderunterricht dazu beitragen, dass der Nachhilfebedarf sinkt“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Das bestätigt unsere langjährigen Forderungen nach einem entsprechenden Ausbau dieser Angebote. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass der Zugang zur Bildung allen Jungen offen steht.“

15 Prozent, also rund 13.000 der 85.000 Tiroler Schülerinnen und Schüler erhielten im laufenden Schuljahr oder in den letzten Sommerferien Nachhilfe. Zählt man noch jene hinzu, die unbezahlt Nachhilfe bekommen, braucht jeder vierte zusätzlich zum Unterricht noch Unterstützung beim Lernen. Insgesamt kostete der Nachhilfeunterricht für ihre Kinder Tiroler Eltern heuer 6,4 Millionen Euro. – Soweit das Ergebnis der aktuellen AK Studie „Nachhilfe in Tirol 2017“, für die im März und April 2017 in Tirol 400 Haushalte mit insgesamt 689 Schülern befragt wurden.

„Damit ist der Anteil jener, die externe Nachhilfe erhalten, gegenüber den 16 Prozent vom Vorjahr zwar leicht gesunken“, erläutert AK Präsident Erwin Zangerl. „Andererseits sind aber die durchschnittlichen Kosten pro Schulkind für die betroffenen Familien gestiegen.“ Für Nachhilfe während des Schuljahres 2016/17 mussten sie im Schnitt 680 Euro zahlen (2015/16: 620 Euro).

Die AK Tirol beobachtet die Entwicklung seit 2008. Die jährlichen Erhebungen seit 2010 zeigen nun aber auch deutlich, dass sich schulische Nachmittagsbetreuung und Förderunterricht positiv auf die Lernerfolge auswirken und der Nachhilfebedarf dadurch sinkt. „Damit bestätigen die Studienergebnisse ganz klar unsere langjährigen Forderungen nach dem Ausbau dieser Angebote. Sie verhelfen Schülern zu Erfolgserlebnissen statt Enttäuschungen und ersparen den Familien Stress, Ärger und zusätzliche Kosten.“

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