Tipps der Schulpsychologie zum Schulschluss

Oft endet das Schuljahr nicht, wie gewollt. Die schulpsychologische Beratungsstelle hilft.
  • Oft endet das Schuljahr nicht, wie gewollt. Die schulpsychologische Beratungsstelle hilft.
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Die Ferien stehen vor der Tür und ein Großteil der Tiroler Schüler/-innen wird schon bald damit beginnen, diese in vollen Zügen zu genießen. Der eine oder andere wird in dieser Zeit auch einen Ferienjob oder ein Praktikum antreten.
Zehn Monate Schulzeit, zehn Monate Hausaufgaben, Lernen und Prüfungen, zehn Monate Alltagsroutine haben ihre Spuren nicht nur bei den Schüler/-innen sondern auch bei den Eltern hinterlassen, da in vielen Familien das Thema Schule ein großes Konfliktpotential bietet. Hier ist es umso wichtiger, die Ferien gezielt zur Erholung zu nutzen und das Thema Schule wirklich ruhen zu lassen.
Was tun, wenn das Zeugnis negativ ausfällt?
Zuerst ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Bestrafungen und Beschimpfungen sind nicht sinnvoll, vielmehr sollte das Kind gerade in dieser Situation Unterstützung und Aufmunterung durch die Eltern erfahren.
Konnte das Schuljahr nicht positiv abgeschlossen werden und steht eine Wiederholungsprüfung vor der Tür, wirft dies natürlich einen negativen Schatten über die Ferienzeit. Trotzdem sollten zu Beginn der Ferien zwei bis drei Wochen für Erholung und Entspannung genutzt werden. Das tut der ganzen Familie gut und Schüler/-innen können mit neuer Energie in die Prüfungsvorbereitung starten.
Die Familie kann dann gemeinsam überlegen, welche Ursachen dazu geführt haben, dass das Zeugnis nicht positiv ausgefallen ist. Ist das Kind in der richtigen Schule? Hat das Kind nicht ausreichend oder falsch gelernt? Gibt es persönliche Probleme, die das Kind belasten und die Konzentration erschweren? Braucht es eine zusätzliche Unterstützung durch die Familie?
Wiederholungsprüfung als Chance
In der Regel dauert eine ernsthafte Vorbereitung vier bis sechs Wochen. Am günstigsten ist es, einen festen Zeitpunkt für das Lernen zu reservieren und somit den Tag zu strukturieren. Wird am Vormittag gelernt, steht am Nachmittag als Belohnung einem Schwimmbadbesuch nichts im Wege.
Eine gute Vorbereitung und Planung der Lernzeit ist ein erster wichtiger Schritt. Welche Stofflücken bestehen? Welcher Stoff wurde nicht verstanden? Sind alle benötigten Lernunterlagen vorhanden?
Der benötigte Lernstoff sollte in kleine Portionen eingeteilt werden. Ein wichtiges Lernprinzip ist die Wiederholung des bereits gelernten Stoffes. Ein bis zwei Wochen vor der Prüfung sollten nur für die Wiederholung reserviert bleiben. Aber auch davor ist eine häufige Wiederholung des Lernstoffes sehr hilfreich.
Zur Prüfung sollte man auf jeden Fall antreten, auch wenn die Sorge, es nicht zu schaffen, groß ist. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Sollten dann doch alle Stricke reißen und die Schulstufe muss wiederholt werden, sollten Eltern ihrem Kind keine großen Vorhaltungen machen. Der Leidensdruck ist meist von selbst schon groß genug. Vielmehr ist es wichtig, dass Eltern ihr Kind dabei unterstützen, sich von ihrem Ziel durch
vorübergehende Misserfolge nicht abbringen zu lassen. Die Wiederholung einer Klasse bietet auch eine neue Chance.
Die Schulpsycholog/-innen des Landesschulrates stehen gerne zur Verfügung, wenn fachlicher Rat erforderlich ist. Durch rechtzeitige Hilfestellung können viele spätere Probleme vermieden werden. Selbstverständlich kann man sich das ganze Jahr hindurch an die Schulpsycholog/-innen wenden, wenn es um Fragen der Schullaufbahn, um Lernprobleme oder um persönliche Schwierigkeiten geht. Schulpsychologische Beratungsstellen gibt es in Innsbruck, Hall, Imst, Kitzbühel, Landeck, Lienz, Reutte, Schwaz und Wörgl. Alle Beratungen werden vertraulich angeboten und sind kostenlos.
Kontakt: Schulpsychologie-Bildungsberatung www.lsr-t.gv.at/news-schulpsychologie
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TELEFON-HOTLINE
DER SCHULPSYCHOLOGIE ZUM SCHULSCHLUSS
Am Freitag, dem 10. Juli 2015, von 10:00 bis 16:00 Uhr
steht eine
Telefonhotline
der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung des Landesschulrates für Tirol zur Verfügung unter
(0512) 52033-544 oder 543

Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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