Bundespräsidenten-Wahl: Ergebnisse in Schwaz

Am 24. April 2016 findet die Bundespräsidenten-Wahl statt. | Foto: MEV Verlag GmbH/Kitting
  • Am 24. April 2016 findet die Bundespräsidenten-Wahl statt.
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Die Wahl ist geschlagen. Hier erfahren Sie ab 17 Uhr laufend die aktuellen Ergebnisse im Erscheinungsgebiet der BEZIRKSBLÄTTER Schwaz. Die Bürgerinnen und Bürger der 43 Gemeinden, vom Achental bis ins Zillertal sowie im Inntal von Wiesing bis Wattenberg haben sich für eine oder einen der sechs Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten entschieden. Wir dürfen gespannt sein.

Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung im Bezirk Schwaz lag mit 47,22 % weit unten. Demnach haben sich nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten die Mühe gemacht, zur Wahlurne zu gehen.

Bezirk Schwaz: Hofer eindeutig Sieger, Van der Bellen zweiter

Der derzeitige Auszählungsstand zeigt, dass der FPÖ Kandidat Norbert Hofer 42,16 % über den Bezirk Schwaz gespannt erreicht hat und damit eindeutig am meisten Stimmen erhalten hat.

Mit 18,26 % ist der grüne Kandidat Alexander van der Bellen an zweiter Stelle im Bezirk. Knapp dahinter ist die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss 17,08 % angesiedelt. Die Regierungsparteien ÖVP mit Kandidat Andreas Kohl (14,04 %) und SPÖ Kandidat Rudolf Hundstorfer (6,05 %) scheinen weit abgeschlagen zu sein. Schlusslicht bildet Richard Lugner mit 2,41 %.

Analyse

In den 43 Gemeinden im Erscheinungsgebiet der BEZIRKSBLÄTTER Schwaz liegt Norbert Hofer (FPÖ) in 42 Gemeinden an erster Stelle. Lediglich Steinberg am Rofan hat ihn auf Platz zwei verwiesen und für Andreas Kohl (ÖVP) gewählt.
Irmgard Griss und Alexander Van der Bellen liegen meistens knapp auf.
Andreas Kohl konnte hauptsächlich in den Berggemeinden und in den eher ländlich geprägten Gemeinden punkten. Das schlechteste Ergebnis erhielt Andreas Kohl in Jenbach mit nur 8,65 % der Stimmen.
Rudolf Hundstorfer findet sich in 38 Gemeinden auf dem vorletzten Platz. Das beste Ergebnis konnte der SPÖ-Kandidat in Uderns einfahren, dort erreichte er 10,41 %.
Richard Lugner ist eindeutig letzter, wobei er in drei Gemeinden (Brandberg, Ramsau und Schwendau) auf vorletztem Platz liegt und Rudolf Hundstorfer verdrängt hat.

Stellungnahmen

ÖVP-Bezirksparteiobmann Franz Hörl: "Das Volk hat entschieden. Ich glaube, dass in den touristischen Gebieten wie beispielsweise im Zillertal die Auswirkungen der Steuerreform seine Nachwirkungen zeigte. Wir müssen das jetzt akzeptieren und schauen wie's weiter geht. Man muss Andreas Kohl zugute halten, dass er einen fairen und engagierten Wahlkampf geführt hat. Die Regierungsumbildungen zu diesem Zeitpunkt sowie die Querschüsse aus Niederösterreichen dürften es Andreas Kohl ziemlich schwer gemacht haben."

Grüne-Bezirkssprecherin Viktoria Gruber: "Ich bin etwas schockiert über die Ergebnisse für Norbert Hofer, aber natürlich froh, dass Alexander Van der Bellen auf Platz Zwei steht. Wir müssen jetzt stark mobilisieren, damit wir hoffentlich in der Stichwahl eine Chance haben. Wir müssen versuchen, nicht nur grüne Stimmen für Van der Bellen zu erreichen, sondern einem Rechtsruck durch Hofer entgegenzuwirken. Ich hoffe, dass das auch die anderen Parteien erkennen und Alexander Van der Bellen unterstützen."

FPÖ-Bezirksobmann Edi Rieger: "Wir sind voll zufrieden. Das Ergebnis ist wie erwartet – Die Prognosen haben ja für uns gesprochen und das ist zum Glück auch eingetreten. Im Bezirk Schwaz sind wir sehr stark mit einigen Ergebnissen, die weit über die 50 %-Marke hinausgehen. Jetzt hoffen wir, dass wir in den Stichwahlen noch gewinnen."

SPÖ-Bezirksparteiobfrau Annelies Brugger: "Das Ergebnis ist natürlich sehr schmerzlich. Verluste waren zu erwarten, aber dass es in dieser Höhe ist, ist sehr schockierend. Die FPÖ hat von den Jungen und den Asylgegnern profitiert und viele sind einfach auch mit der Regierungsarbeit nicht zufrieden. Der Trend ist eindeutig blau, alle anderen müssen kämpfen. Wir haben wieder versucht unseren Kandidaten zu unterstützen und das Soziale wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Bei der Stichwahl werden wir jetzt sehen, wer wem hilft."

Brandberg: SPÖ starker Verlierer

In der Gemeinde Brandberg gab es ein ordentliches Statement der Wählerinnen und Wähler. SPÖ Kandidat Rudolf Hundstorfer erhielt nur 0,86 % der Stimmen, Richard Lugner mit 3,45 % bereits deutlich mehr. Auch hier in Brandberg gewann Norbert Hofer (FPÖ) mit knapp über 36 %, dicht gefolgt von Andreas Kohl (ÖVP) mit 31 %.

Fügen: Hofer über 50 %

Mit einem mehr als eindeutigen Ergebnis überrascht die Gemeinde Fügen. Hier erhält FPÖ-Kandidat Norbert Hofer 50,85 % und somit mehr als die Hälfte der Stimmen. Irmgard Griss ist mit 15 % an zweiter Stelle, gefolgt von Alexander van der Bellen (14,56 %).

Gallzein: FPÖ stark, Griss & Van der Bellen gleich auf

Mit über 53 % heißt der Gallzeiner Sieger eindeutig Norbert Hofer. Irmgard Griss und Alexander van der Bellen sind mit je 15,09 % gleich auf. Kohl folgt mit 14,66 %. Hundstorfer und Lugner spielten hier keine Rolle.

Jenbach: Hofer siegt, Van der Bellen Zweiter

In Jenbach ist Norbert Hofer mit 44,43 % auch auf erster Stelle. Die grünen Wähler waren in Jenbach sehr aktiv und verhalfen Van der Bellen zu knapp 20 % der Stimmen. Irmgard Griss erreicht 15,33 %. Dass Jenbach immer noch roter ist, als der Großteil von Rest-Tirol belegen 9,35 % für Rudolf Hundstorfer. Andreas Kohl erhielt nur 8,65 % was wiederum beweist, dass eine Bundespräsidentenwahl nicht mit einer Gemeinderatswahl zu vergleichen ist. Denn während die ÖVP in Jenbach in den letzten Jahren einen starken schwarzen Aufschwung erlebte, spiegelt sich dies offensichtlich nicht in der Präsidentenwahl wieder. Richard Lugner kam auf 2,66 %.

Schwaz: Starke grüne Wählerschaft, denn FPÖ Sieger

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat auch in Schwaz mit 37,85 % den ersten Platz eingefahren. Starker Zweiter wurde Alexander Van der Bellen mit 24,82 %, gefolgt von Irmgard Griss mit 17,64 %. Andreas Kohl ist mib knapp über 10 % abgeschlagen, Hundstorfer (6,46 %) und Lugner (2,52 %) sind abgeschlagen.

Steinberg a. R.: Hier ist alles anders

Die Gemeinde Steinberg hat als klaren Favoriten Andreas Kohl mit 43,37 % gewählt. Norbert Hofer ist mit 31.33 % an zweiter STelle, Alexander Van der Bellen mit 13.25 % an dritter Stelle, Irmgard Griss auf vierter mit 7,23 %. Rudolf Hundstorfer ist mi 4,82 % auf dem letzten Platz, denn Richard Lugner hat in Steinberg am Rofan keine einzige Stimme erhalten.

Strass i. Z.: Unentschieden

Die Wählerinnen und Wähler der Gemeinde Strass im Zillertal haben sehr ausgewogen gewählt. Aber auch hier liegt FPÖs Norbert Hofer mit 28,85 % auf dem ersten Platz. Zweiter wurde Andreas Kohl mit 23,25 %. Alexander Van der Bellen folgt mit 19,89 %, dicht dahinter mit 19,33 % ist Irmgard Griss auf Platz 4. Rudolf Hundstorfer (5,88 %) und Richard Lugner (2,80 %) sind ganz hinten angereiht.

Hier geht's zum Ergebnis in Tirol und in den Bezirken.

Hier finden Sie das österreichweite Ergebnis der Bundespräsidentenwahl.

Angezeigt wird der tatsächliche Auszählungsstand, nicht die Hochrechnung.

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