24.09.2014, 08:56 Uhr

Thomas Steger und Lisa Maria Dornauer

(Foto: TriPics)

Das überaus erfolgreiche Traumpaar der hiesigen Triathlonszene im Gespräch mit Erwin Hofbauer.

JENBACH/FINKENBERG (eh). Er gewann fast jeden Triathlon der letzten zwei Saisonen. Sie kehrte nach einer verletzungsbedingten Pause gleich mit einem Stockerlplatz zurück und war so gut wie immer unter den ersten zwei Podiumsplätzen zu finden.

Ihr habt ja diese Saison 10 Triathlons bestritten. Wie viele Siege konntet ihr denn mit nach Hause nehmen?

Thomas: Ich gewann fünfmal die olympische- und zwei mal die Halbdistanz. Bei Letzterer wurde ich österreichischer Vizemeister. Doch die Tiroler-Meisterschaft über die olympische Distanz ging an mich .

Lisa: Ich konnte insgesamt fünf erste Plätze, vier in der olympischen und einen über die Mitteldistanz, erreichen. Viermal war ich auf dem zweiten Platz. In der U23 Klasse wurde ich über die olympische Distanz österreichische Vizemeisterin.

Schon beachtlich wenn man bedenkt dass in der Halbdistanz im Gesamten 113 km zu bewältigten sind. Wie darf man sich denn bei euch die triathlonfreie Zeit vorstellen?


Lisa: Eigentlich wie immer. Ich habe mir nur eine Woche Pause gegönnt und trainiere etwas lockerer. Konzentriere mich vor allem auf das Lauftraining, denn das muss besser werden. Ab Oktober beginnt dann wieder die richtige Vorbereitungszeit.

Thomas: Bei mir ist es ähnlich wie bei Lisa nur habe ich drei Wochen pausiert.

Wenn ich richtig gehört habe sind die ersten Bewerbe bereits im Mai, das heißt ihr bereitet euch sieben Monate vorher schon darauf vor?


Lisa: In jedem Fall, denn es sind keine Rennen. Ich mache in der Woche sicher drei bis vier Skitouren, sonst laufen, schwimmen und sobald es geht bin ich wieder mit dem Fahrrad unterwegs. Man darf ja eines nicht vergessen, ich arbeite nebenher noch Teilzeit in einem Bergrestaurant in Finkenberg.

Thomas: Ich mache eigentlich alles wie sonst auch immer, bei dem Winter den wir letztes mal gehabt haben, geht das ja super. Von mir aus kann er immer so sein, gefällt mir. Vor allem habe ich jetzt Zeit mich vorzubereiten, denn sobald die Saison wieder los geht, können wir nicht mehr soviel trainieren, denn Regenerationsphasen braucht ja jeder Sportler, die gönne ich mir sogar, auch wenn es im Schnitt nur zwei Tage sind. Sonst nehme ich mir so gut wie gar keine Ruhezeiten. Brauche das nicht.

Lisa: Das stimmt. Wenn Thomas mal keinen Sport macht, ist er schlecht gelaunt, eigentlich kaum zum aushalten. Ich nehme mir einen Tag in der Woche frei, den brauche ich.

Im nächsten Jahr findet ja die Weltmeisterschaft im Triathlon in Zell am See statt, ist das für euch ein Thema und was habt ihr für Ziele in der nächsten Saison?


Thomas: Ein Thema in jedem Fall, eine Qualifikation wäre schon super. Doch der Triathlon in Walchsee, würde mich mehr reizen. Was ich unbedingt möchte, ist den Iron Man 70.3 zu gewinnen. Ich rechne mir sehr gute Chancen aus, denn heuer haben mir nur drei Minuten gefehlt. Werde aber nächstes Jahr mehr bei den größeren Veranstaltungen dabei sein um mehr internationales Flair zu spüren.

Lisa: Für mich ist die WM ein Thema denn ich bin schon in der Altersklasse 1 (18 – 24 Jahre) qualifiziert. Die Europameisterschaft in Wiesbaden, am 09. August nächstes Jahr , strebe ich in jedem Fall an und möchte dort gute Ergebnisse einfahren.

Wer unterstützt euch denn bei euren Vorbereitungen und während den Bewerben selbst?

Thomas: Also, mein Papa, der ist selbst total begeistert, ist immer dabei und schreibt sogar seinen Dienstplan nach meinen Rennen. Ist echt toll auch wenn es manchmal Neven kostet. Gegenseitig sind wir natürlich auch für einander da.

Lisa: Bei mir ist es auch der Papa, nur ist der mehr auf den hohen Bergen unterwegs und wenn er mal nicht da ist, hilft mir Thomas und sein Vater.

Ich bedanke mich für das tolle Gespräch und wünsche euch viel Erfolg weiterhin. Freue mich schon auf eure ersten Rennen.
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