Mindestens elf geplant
Simmering hat jetzt vier Grätzl mit Anwohnerparkzonen

Rund um die Rinnböckstraße sowie im Grätzl bei der Thürnlhofstraße werden Anwohnerparkzonen eingeführt.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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  • Rund um die Rinnböckstraße sowie im Grätzl bei der Thürnlhofstraße werden Anwohnerparkzonen eingeführt.
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Etwa ein Jahr nach der Einführung der ersten Anwohnerparkzonen in Simmering wurden zwei weitere geschaffen. In der Rinnböckstraße sowie der Thürnlhofstraße sollen so Stellplätze für die Anrainerinnen und Anrainer gesichert werden. Für die Zukunft hat der Bezirk bereits sieben weitere Grätzl im Auge.

WIEN/SIMMERING. Seit Jahren arbeitet man in Simmering daran, das sogenannte Anwohnerparken im Bezirk zu etablieren. Der erste Antrag in einer Bezirksvertretungssitzung hierzu findet sich im Dezember 2024, womit sich auch gleich die Langwierigkeit des Vorhabens zeigt.

Im Frühjahr 2025 wurden die ersten beiden Gebiete rund um den Enkplatz und den Rosa-Jochmann-Ring eingeführt, nun konnten die nächsten fixiert werden. Seit diesem Sommer sind etwa 30 Prozent der Stellplätze rund um die Thürnlhofstraße und die Rinnböckstraße für Anrainerinnen und Anrainer reserviert, kürzlich wurden die entsprechenden Schilder angebracht und Markierungen gesetzt. 

Bezirk bezahlt Überprüfung

Die beiden neuen Gebiete wurden wie die ersten beiden Grätzl im Dezember 2024 beantragt, seither wurden sieben weitere Anträge von der SPÖ gestellt – alle erhielten in der Bezirksvertretung eine Mehrheit. Konkret wird damit die notwendige Überprüfung in die Wege geleitet. Diese wird von der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) an die MA 46 – Verkehrsorganisation weitergeben. 

Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (l.) und der Vorsitzende der Verkehrskommission Werner Thalmayr (beide SPÖ, r.) mit einem Magistratsmitarbeiter in der Mitte. Gemeinsam wurden kürzlich Schilder für das Anwohnerparken im Bezirk installiert.  | Foto: BV 11
  • Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (l.) und der Vorsitzende der Verkehrskommission Werner Thalmayr (beide SPÖ, r.) mit einem Magistratsmitarbeiter in der Mitte. Gemeinsam wurden kürzlich Schilder für das Anwohnerparken im Bezirk installiert.
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Danach wird über Monate an verschiedenen Tagen dreimal die Parkplatzauslastung im betroffenen Gebiet gezählt. Liegt diese insgesamt über 90 Prozent, ist eine Anwohnerparkzone möglich. Die Kosten für die Arbeit der MA 46 muss der Bezirk selbst tragen, weshalb man sich bereits vor einem Antrag in der Bezirksvertretungssitzung gut überlegt, welche Gebiete zur Überprüfung ausgesucht werden, heißt es aus dem Büro des Bezirksvorstehers Thomas Steinhart (SPÖ). 

FPÖ stimmte immer dagegen

"Mit dem Anwohnerparken schaffen wir mehr Fairness bei der Nutzung des öffentlichen Parkraums. Gerade für die Menschen, die hier leben und ihren Alltag in Simmering verbringen, ist es wichtig, dass sie eine bessere Chance auf einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung haben", erklärt Steinhart. 

Um den Enkplatz und den Rosa-Jochmann-Ring bestehen bereits seit dem Sommer die Anwohnerparkzonen.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
  • Um den Enkplatz und den Rosa-Jochmann-Ring bestehen bereits seit dem Sommer die Anwohnerparkzonen.
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Im Bezirk hatte die FPÖ als einzige Partei bisher keinen der elf Anträge zugestimmt. Erst im Juni beantragte die SPÖ die Überprüfung vier neuer Gebiete. In der Sitzung betonten die Blauen erneut, dass man die einzelnen Anwohnerparkzonen zuerst in der Verkehrskommission besprechen will, bevor man den Antrag an die Stadträtin schickt. Daraus wurde bisher nichts, alle elf Anträge erhielten eine Mehrheit gegen die FPÖ. 

Die einzelnen Gebiete im Überblick:

Bestehende Anwohnerparkzonen: 

  • Gebiet 1 (Antrag Dezember 2024): Enkplatz, Sedlitzkygasse, Drischützgasse, Felsgasse
  • Gebiet 2 (Antrag Dezember 2024): Rosa-Jochmann-Ring, Wopenkastraße, Josef-Haas-Gasse
  • Gebiet 3 (Antrag Dezember 2024): Thürnlhofstraße, Bockbergergasse, Widholzgasse, Trepulkagasse, Roscheegasse
  • Gebiet 4 (Antrag Dezember 2024): Rinnböckstraße, Dopplergasse, Pachmayergasse, Molitorgasse, Eisteichstraße, Wilhelm-Otto-Straße, Gratian-Marx-Straße, Strindberggasse, Zippererstraße, Delsenbachgasse

Hier wird noch geprüft: 

  • Gebiet 5 (Antrag September 2025): Weißenböckstraße, Wilhelm-Kreß-Platz, Am Kanal, Ewaldgasse, Lorystraße
  • Gebiet 6 (Antrag September 2025): Braunhubergasse, Herbortgasse, Ehamgasse, Römersthalgasse, Hugogasse, Dommesgasse, Lorystraße
  • Gebiet 7 (Antrag September 2025): Hasenleitengasse, Haugerstraße, Pleischlgasse, Luise-Montag-Gasse, Zamenhofgasse, Friedjunggasse, Zsigmondygasse, Konrad-Thurnher-Gasse, Oerleygasse
  • Gebiet 8 (Antrag Juni 2026): Brehmstraße, Werkstättenweg, Hauffgasse, Nemelkagasse, Kremenetzkygasse, Pensionsgasse
  • Gebiet 9 (Antrag Juni 2026): Unter der Kirche, Rohrhofergasse, Koblicekgasse, Holzergasse, Ravelinstraße, Rappachgasse
  • Gebiet 10 (Antrag Juni 2026): Kaiser-Ebersdorfer Straße 291–305, Münnichplatz, Dreherstraße, Valiergasse, Sängergasse, Rudolf-Simon-Gasse, Csokorgasse
  • Gebiet 11 (Antrag Juni 2026): Mühlsangergasse, Paulasgasse, Am Hofgartel, Ernst Heiss-Gasse, Etrichstraße

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Um den Enkplatz und den Rosa-Jochmann-Ring bestehen bereits seit dem Sommer die Anwohnerparkzonen.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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