Campingplatz Haupt
Hotelprojekt in Seeboden nimmt Fahrt auf

Entwurf: So könnte die Hotelanlage mit Chalets und Appartements auf dem ehemaligen Campingplatz in Seeboden aussehen
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  • Foto: Hohensinn Architektur
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SEEBODEN (ven). Das Hotelprojekt, das von langer Hand am ehemaligen Campingplatz Haupt geplant wurde, nimmt Formen an. Baustart des 45-Millionen-Euro-Projektes soll im Frühjahr 2020 sein.

Umplanung nötig

Den Architekturwettbewerb zu diesem Projekt konnte die Hohensinn Architektur ZT GmbH aus Graz für sich entscheiden. "Ursprünglich war ein Hotel in der Größenordnung eines Leitbetriebes geplant, es war auch schon einreichfähig, hat sich für den Investor allerdings als zu groß herausgestellt", so Vizebürgermeister Christian Tribelnig zur WOCHE.

Zweitwohnsitze

Nach Bemühungen um Verkleinerung habe man sich nun um ein Hotel mit Appartement-Anlage auf dem 11.000 Quadratmeter großen Areal bemüht. "Wir haben die Appartement-Anlage zähneknirschend in Kauf genommen, da es sich um Zweitwohnsitze handelt, wir aber das Hotel wollen", so Tribelnig weiter. 
Das Land Kärnten habe auch einen fixen Verteilungsschlüssel von touristischen Betten zu Zweitwohnsitz-Betten vorgegeben, nun handelt es sich um circa 180 Betten in Hotel und Chalets sowie rund 70 Betten in den Appartements.

Gemeinde sichert sich ab

"Die Gemeinde stellt bei diesem Projekt aber sicher, dass das Projekt auch umgesetzt wird. Der Hotelbau muss vor den Appartements begonnen werden und auch 13 Jahre als Hotel betrieben werden. Der Betreiber muss im Jahr 38.000 Euro an Kur- und Nächtigungstaxe an die Gemeinde abliefern, egal, ob er dies erwirtschaftet oder nicht", so Tribelnig. Außerdem gebe es den Passus, dass der Baufortschritt des Hotels immer weiter sein muss als der der Appartements. "Der Wille der Errichter, einem Unternehmen aus dem Soravia-Haus, ist da."

Optik festgelegt

Auch optisch habe die Gemeinde ein Wörtchen mitzureden, das Hotel solle kein reiner Zweckbau werden, die Fassade überwiegend mit Holz gestaltet werden. "Oft werden Projekte mit toller Architektur eingereicht - inklusive Genehmigungen und auch Förderungen aus öffentlicher Hand - und dann werden sie zurechtgestutzt auf einen Zweckbau. Das wollen wir vermeiden."

Zufahrt neu gestaltet

Insgesamt werde das Mega-Projekt, das bereits seit 2014 in der Pipeline ist, mit weiteren Projekten der Gemeinde verbunden: Einerseits mit dem Wohnbau der Vorstädtischen Kleinsiedlung auf Gemeindegrund nebenan, und durch Grundtausch mit Eigentümern soll auch eine attraktive Zufahrt mit Ampelregelung sowie Parkplätze bei der Multisportanlage geschaffen werden.
"Autos, insbesondere LKW-Fahrer sollen merken, dass sie sich nicht auf einer Überlandstraße befinden", will Tribelnig erhöhter Geschwindigkeit Einhalt gebieten. 

Name für Areal

"Das Areal soll auch einen herzeigbaren Namen bekommen, wie etwa 'Klauber Seepark'. Außerdem kommt ein Fernwärmeanschluss, eine Lichtwellenverrohrung sowie ein innovatives Beleuchtungskonzept dazu", so Tribelnig.

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