Lebensrettende Säule in Spittal installiert

Bei der Installation der Defi-Säule: Christian Pichler, Balthasar Brunner und Martin Klar (Rotes Kreuz), Bürgermeister Gerhard Pirih mit seinen Vize Peter Neuwirth und Andreas Unterrieder sowie Carmen Oberlerchner (Vertretung von Bezirkshauptmann Klaus Brandner)
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SPITTAL. Die Stadtgemeinde Spittal hat beim östlichen Eingangsportal des Schlosses Porcia (beim Kartenbüro) eine Defibrillator-Säule installiert. Die Anschaffung kostet drei Jahre lang 108 Euro netto pro Monat.

Sofortige Hilfe

„Mit dieser öffentlich zugänglichen Säule ist die Möglichkeit einer sofortigen Hilfeleistung durch Passanten gegeben. Je schneller Hilfe geleistet wird, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden“, so die Initiatoren Bürgermeister Gerhard Pirih und Vizebürgermeister Peter Neuwirth.

Funktionsweise

Der wesentliche Vorteil der Defi-Säule gegenüber einem anderen öffentlich zugänglichen Defi ist die automatische Direktverbindung zur Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes. Über eine in den Defi integrierte Freisprecheinrichtung erfolgt die unmittelbare Kontaktaufnahme der Rettungsleitstelle, die dem Anwender unterstützend Anweisungen geben kann.
Ein in das Gerät integrierte GPS sendet der Rettungsleitstelle außerdem die aktuellen Standortdaten, sodass die Rettungskräfte direkt zum Notfallort dirigiert werden können – auch dann, wenn der der Defi von der Säule entfernt wird. Ein weiterer Vorteil der GPS-Datenübertragung ist die gleichzeitige Diebstahlsicherung. Sollte ein Gerät missbräuchlich entwendet werden, wird von der Rettungsleitstelle automatisch die Polizei verständigt.

Wartungsfrei

Die Kosten für die Stadtgemeinde Spittal sind mit einer monatlichen Servicepauschale festgelegt. Der Defi in der Säule ist für die Stadt Spittal praktisch wartungsfrei, da das Gerät automatisch mit Philips kommuniziert und etwaige Wartungsarbeiten selbständig meldet.

12.000 Herztote

In Österreich sterben jährlich rund 12.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Dieser ist damit die häufigste Todesart im öffentlichen Raum. Ist kein Defibrillator zur Stelle, überleben einen solchen Vorfall in Österreich derzeit weniger als fünf Prozent aller Betroffenen.

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