Leihomas gesucht
Omadienst in Spittal hilft gleich drei Generationen
- Elisabeth Penker, zweifache Mutter und Oma, ist die neue Bezirksstellenleiterin des Spittaler Omadienstes. Eine Leihoma betreut die Kinder stundenweise, wenn die Eltern arbeiten müssen.
- Foto: Privat/Katholischer Familienverband Omadienst
- hochgeladen von Alen Grabic
Seit Jahrzehnten stärkt und verbindet der Omadienst Familien. Im Mai übernahm diese Aufgabe im Bezirk Spittal die neue Leiterin Elisabeth Penker mit viel Herz, Erfahrung und frischen Ideen.
BEZIRK SPITTAL. Der Omadienst ist eine generationenübergreifende Serviceleistung des Katholischen Familienverbandes für junge Familien und Alleinerzieher. Davon profitieren laut Penker, die selbst zweifache Mutter und Oma ist, drei Generationen: „Erstens die Eltern, da sie oft nicht auf die Unterstützung eigener Großeltern zurückgreifen können, zweitens die Leihomas, die ihre Liebe und jahrelange Erfahrung an Kinder weitergeben können, sowie drittens die Kinder, die an der Leihoma in der Hektik des Familienalltags einen Ruhepol finden. Der Dienst ist heute gefragter denn je.“ Eine liebevolle Betreuung stärke nicht nur das gesamte Familiensystem und mache es widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Alltags, sondern sei auch für die Leihomas eine große Bereicherung. „Sie bleiben aktiv, erleben Lebensfreude und wissen, dass sie gebraucht werden“, so Penker.
Keine Leihopas in Spittal
In einem so großen Bezirk wie Spittal sei die Mobilität des Dienstes jedoch eingeschränkt. „Wir versuchen, regionsbezogen Leihomas zu finden, was nicht immer leicht ist. Es gibt aber auch einige sehr agile Damen, die bereit sind, einen weiteren Weg zu den Familien auf sich zu nehmen“, erzählt Penker. Außerdem gebe es zurzeit keine Leihopas in Spittal. Dies sei allerdings normal, Leihopas gebe es nur vereinzelt. „Es melden sich hauptsächlich Damen“, erklärt Penker. Sie fährt fort: „Die Familie informiert uns über Bedarf und Erwartungen an die Betreuung. Wir vermitteln darauf aufbauend die passende Leihoma. Gemeinsam wird entschieden und abgewogen, ob die Vorstellungen bezüglich Zeit und Art der Kinderbetreuung zueinander passen.“
„Der Omadienst stellt eine sehr gute Ergänzung zu bestehenden öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen dar.“
Wenn Hilfe fehlt
Penker hat es sich als neue Anlaufstelle für junge Familien und Schnittstelle für Leihomas zum Ziel gesetzt, den Omadienst mithilfe der Zentrale in Klagenfurt bekannter zu machen sowie die Suche nach Leihomas zu intensivieren. „Ich habe seinerzeit bei meinen Kindern immer gearbeitet und wäre sehr froh gewesen, in der Nähe eine Leihoma oder einen Leihopa zu haben. Meine Enkel sind leider weit weg und ich sehe auch hier, wie wichtig es wäre, wenn die junge Familie auf eine Hilfe zurückgreifen könnte.“ Bei Bedarf kann man sich unter unter omadienst-ktn@familie.at oder direkt bei Penker unter elisabeth.penker@kth-pfarre-kaernten.at melden.
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