Parkraumbewirtschaftung in Millstatt
Parkplatzgebühren in Bewegung

Die Parkplätze der Stiftswiese sollen nach ÖBf-Plänen einer Tiefgarage weichen
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  • Die Parkplätze der Stiftswiese sollen nach ÖBf-Plänen einer Tiefgarage weichen
  • hochgeladen von Michael Thun

In die Gebührenordnung der von den Österreichischen Bundesforsten nun selbst bewirtschafteten Parkplätze ist Bewegung gekommen.

MILLSTATT. Kaum ein Thema bewegt die Bewohner der Marktgemeinde und ihre Gäste mehr als die Ankündigung der Österreichischen Bundesforste (ÖBf), von diesem Jahr an ihre bis dato der Gemeinde verpachteten Parkflächen selbst zu bewirtschaften und an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Parkplatzgebühren zu kassieren (wir berichteten). Doch dazu wird es nicht kommen. In intensiven Gesprächen sind Marktgemeinde wie OBf  bemüht, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. In einem ersten Minimalkonsens haben sich Gemeindevorstand und Forst darauf verständigt, den Zeitraum für gebührenpflichtiges Parken auf 6 bis 21 Uhr zu begrenzen.

"Entgegenkommen" der ÖBf

Diesem "Entgegenkommen" seitens der Bundesforste steht der gemeindliche Wunsch gegenüber, nur zwischen 8 und 18 Uhr auf den zirka 220 Parkplätze fassenden Flächen Stiftswiese, westlich der Helgolandstraße und in der Seemühlgasse Gebühren einzunehmen. Ferner will die Gemeinde eine kostengünstige Lösung für Einheimische, zumal aus Obermillstatt mit Nachbarorten, und Berufspendlern erreichen. Hierzu hatten die ÖBf in einer Postwurfsendung im Dezember bereits Vergünstigungen angekündigt. Danach sollen Vielparker (wie Ortsansässige) nur mit 20 Cent pro Stunde statt der regulären 50 Cent/Stunde belastet werden. Außerdem wird ein ganzjähriges Vielparkerticket für 90 Euro erwogen, von denen die Forste 30 Euro übernehmen wollen.

Daten für Tiefgarage

Ferner wollen die ÖBf für Besucher von Veranstaltungen gemeinnütziger Vereine einige Parkflächen kostenlos zur Verfügung stellen, die rund 40 Stellplätze oberhalb der Tennisplätze in der Helgolandstraße exklusiv für Einpendler. Die ÖBf würden dafür die Flächen an die Marktgemeinde beziehungsweise den Wirtschaftstreibenden übergeben. Mit dieser  Parkraumbewirtschaftung während des Probejahres 2020 wollen die Bundesforste ein  "verlässliches Datenmaterial zur Verkehrslage und Parkraumnutzung" sammeln, bevor das Wagnis eingegangen wird, ein mehr als 300 Fahrzeuge fassenes Tiefgaragenprojekt im Bereich der Stiftswiese anzupacken.

Tagung am 20.02.

Der Marktgemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung am 20. Februar über die bis dahin ausgehandelten Kompromisse befinden. Gemeinderat Franz Politzer erinnert unterdessen an den im Bundesforstegesetz festgeschriebenen Auftrag, "bei der Verwaltung von Seeuferflächen oder Seen auf den Erhalt der natürlichen Seeuferteile sowie den freien Zugang zu den Seen besonders Bedacht zu nehmen" und fragt, wie das mit den Pachteinnahmen zu vereinbaren sei. Dazu führt ÖBf-Pressesprecherin Pia Buchner gegenüber der WOCHE aus, bei den Flächen zur Parkraumbewirtschaftung handle es sich nicht um Seeuferflächen, sondern solche in der Ortsmitte.

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