13.02.2018, 20:09 Uhr

#Safe First am Berg

Stationspilot Cpt. Michael Brunner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Michael Unterlerchner, Leiter Stv. Alpinpolizei Dietmar Dorfer

"#SafeFirst" Sicherheitstag am Spittaler Hausberg mit Bergrettung, Alpinpolizei und RK1-Team.

SPITTAL (pgfr). Wie umfangreich Abläufe beim Bergen von Verunfallten und Verschütteten sein können, zeigten Einsatzkräfte anhand realer Situationen. Vom Österreichischen Bergrettungsdienst, Ortsstelle Spittal/Drau-Stockenboi unter der Leitung von Michael Unterlerchner informierten und demonstrierten 15 Bergretter in den Bereichen Pistendienst, Schneeforschung und Lawinen- und Suchhunde, fünf Alpinpolizisten und anhand einer Windenbergung mit dem Rettungshubschrauber RK1. 

Je belebter, desto vorsichtiger

Damit solche Rettungsabläufe vermindert oder im Optimalfall vermieden werden, sind Pistenregeln, sehr ähnlich den Straßenverkehrsregeln, einzuhalten. "Je frequentierter die Piste, desto mehr Acht ist zu geben", so der stellvertretende Leiter der Alpinpolizei Einsatzgruppe Oberkärnten Dietmar Dorfer. "Die Dichte an Wintersportlern auf der Piste gibt das Verhalten darauf vor." 

Handhabungsfehler

"Viele, so ist unsere Erfahrung", sagt Bergretter Unterlerchner, "haben eine gute Ausrüstung in puncto Sicherheit, sind mit ihrer Handhabung jedoch nicht vertraut". Also auch hier ein Aufruf der Einsatzkräfte, sich mit seiner Ausstattung vor der ersten Unternehmung im Gelände auseinanderzusetzen. 

FIS-Regeln für Pistenfahrer

Die zehn FIS-Regeln haben zum Ziel, Unfälle auf Ski und Snowboardabfahrten zu vermeiden. "Es sind Verhaltensregeln, die einzuhalten sind und bei Verstößen gerichtlich geklärt werden", so Dorfer.
Richtiges Verhalten
Im Fall eines Unfalls auf der Piste ist folgender Ablauf einzuhalten:
1. Anhalten und Sachlage überprüfen
2. Unfallstelle mit gekreuzten Skiern absichern
3. Notruf absetzen – 144 Rotes Kreuz, 140 Bergrettung
4. bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Hilfe nach eigenem Ermessen leisten, d.h. mindestens gutes Zureden und den Verunfallten warm halten.

Verlass auf Freiwillige

Gleich mehrere Bergretter versehen täglich ihren Dienst am Berg. "Personalprobleme hatten wir Dank der vielen Freiwilligen und jung gebliebenen Pensionisten bis dato keine", so der Ortsstellenleiter-Stellvertreter Erwin Sackl.

Einhelliger Appell

Regeln einhalten! Eine Gruppe fällt von Natur aus besonders auf, die Freerider. Verbotszonen sind nicht zu befahren. 

Vorführungen an sechs Stationen 

Eine Lawine ist eine Schneemasse, die den Berg herunterrutscht. Sie kommt in allen Größen vor. "Für eine Lawine sind vier Faktoren verantwortlich: Ein steiler Hang, ein Schneebrett, eine schwache Schneeschicht und ein Auslöser", auch darüber informierten die Rettungskräfte Schüler, Lehrer und Interessierte am Goldeck.

Vorher Information einholen

Unter der Telefonnummer 050536-1588 ist der tägliche Lawinenlagebericht für Kärnten abzuhören.

Piepser und Recco

Vor allem nach Lawinenabgängen zählt bei der Verschüttetensuche jede Minute.
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